Festgeldzinsen

So findest Du die besten Zinsen für Dein Festgeld

Dirk Eilinghoff 06. September 2019
Das Wichtigste in Kürze
  • Festgeldzinsen orientieren sich an den Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB). Deshalb liegen sie im Frühjahr 2019 bei den meisten Banken nahe null. Allerdings gibt es einige Banken, die deutlich bessere Festgeldzinsen zahlen.
  • Besonders gute Angebote machen Banken, die niedrige Kosten haben und das Anlegergeld direkt weiterverleihen können, etwa in Form von Ratenkrediten oder Baukrediten.
  • In Zeiten niedriger Zinsen solltest Du Festgeld jedoch nicht länger als 36 Monate anlegen.
  • Ein hoher Festgeldzins kann auch ein Zeichen für ein erhöhtes Risiko sein. Achte deshalb auf die Bewertung der Bank und des Landes.
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Der Finanztip-Festgeldrechner basiert auf Festgeld-Daten von über 100 Banken, die der Dienstleister Financeads GmbH & Co. KG, Nürnberg (Datenschutzhinweise) zur Verfügung stellt. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass Du ein verbraucherfreundliches Ergebnis nach Finanztip-Kriterien bekommst. Die Auswahl der Festgeldangebote erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Darum zahlen manche Banken gute Festgeldzinsen

Wie hoch die Banken das Guthaben auf einem Festgeldkonto verzinsen, hängt von der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ab. Die Zinsentscheidungen der EZB bestimmen das allgemeine Zinsniveau und die Zinsentwicklung, also nicht nur die Festgeldzinsen, sondern auch die Tagesgeldzinsen, die Bauzinsen und die Zinsen für Ratenkredite.

Liegen die Leitzinsen der EZB bei null, so zahlen die meisten Banken keine Zinsen mehr. Diese Erfahrung machen viele Verbraucher, die ihr Guthaben auf dem Sparbuch oder auf Tagesgeldkonten der meisten Filialbanken angelegt haben.

Die besten Festgeldzinsen findest Du in dieser Situation bei einigen wenigen Banken, die besondere Voraussetzungen haben: Meistens haben sie besonders gute Möglichkeiten, die angelegten Gelder gleich wieder als Kredite zu vergeben. Andere Banken wollen gerade wachsen und neue Kunden gewinnen – und zahlen deshalb gute Zinsen. Bei diesen Banken handelt es sich fast immer um Direktbanken, die keine eigenen Filialen haben und nur online oder per Telefon erreichbar sind.

Allerdings können hohe Festgeldzinsen auch ein Zeichen für ein erhöhtes Risiko sein. Seit einigen Jahren bieten gerade Banken aus süd- und osteuropäischen Ländern besonders attraktive Festgeldzinsen.

Allerdings bewerten Ratingagenturen die finanzielle Stabilität von Ländern wie Bulgarien, Kroatien oder auch Italien deutlich schlechter als jene Deutschlands, Frankreichs oder der Niederlande. Diese Einschätzung schlägt sich dann in den höheren Festgeldzinsen nieder, die Banken aus süd- und osteuropäischen EU-Ländern in Deutschland anbieten müssen. Für die Kunden bedeutet das: Höhere Festgeldzinsen können ein Signal für ein erhöhtes Ausfallrisiko der Bank sein.

Der Finanztip-Festgeldrechner berücksichtigt diese Einschätzungen: Nur Banken, die die Finanztip-Stabilitätskriterien erfüllen, kommen auf die Empfehlungsseite des Rechners.

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Höhere Festgeldzinsen für längere Laufzeiten

Solange die meisten Menschen mit steigenden Zinsen rechnen, zahlen die meisten Banken nicht nur höhere Zinsen für Festgeld als für Tagesgeld, sondern staffeln den Zins auch nach der Laufzeit: Kunden, die sich auf eine längere Laufzeit festlegen, erhalten höhere Zinsen als jene, die sich für kurze Laufzeiten entscheiden. Während also die längere Laufzeit Vorteile bei der Verzinsung bringt, punktet die kurze Laufzeit bei der Flexibilität: Wer sein Festgeld nur für sechs oder zwölf Monate anlegt, kann danach sofort auf gestiegene Zinsen reagieren.

Die Folgen einer falsch gewählten Laufzeit sind umso gravierender, je länger Du Dich festgelegt hast. Wenn Du in Zeiten niedriger Zinsen etwa ein Festgeld für 60 oder 120 Monate abschließt, läufst Du Gefahr, Zinsschritte nach oben in den kommenden Jahren zu verpassen. Außerdem solltest Du bei diesen langen Laufzeiten überlegen, ob Wertpapiere nicht langfristig die bessere Geldanlage sein könnten. Dies gilt besonders für Beträge, die für Deine  Altersvorsorge gedacht sind. 

Welche Laufzeit am Ende die richtige ist, lässt sich im Vorhinein schwer beantworten. Das zeigt ein Blick auf die Zinsentwicklung des vergangenen Jahrzehnts: Der Zinsabschwung der Jahreswende 2008/2009 kam selbst für die meisten Experten ebenso überraschend wie die vorangegangene Finanzkrise.


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Mit den besten Festgeldzinsen die Inflation schlagen

Der Zinsvorteil, den die besten Festgeldangebote bringen, ist nicht nur ein angenehmer Nebeneffekt einer systematischen Geldanlage, sondern wichtig für den Werterhalt des Geldes. In Zeiten niedriger Zinsen gelingt es selbst mit den besten Festgeldzinsen nicht in jedem Monat, die Inflation zu schlagen. Allerdings lag die Verzinsung der besten Finanztip-Empfehlungen meistens über der durchschnittlichen Inflationsrate, die das Statistische Bundesamt ermittelt hat. Das zeigt bereits der Vergleich der Finanztip-Tagesgeld-Empfehlungen mit dem Verbraucherpreisindex für Deutschland.

Willst Du die Kaufkraft Deines Geldes möglichst gut erhalten, solltest Du also auf möglichst gut verzinste Festgeldkonten setzen.

Steuern, Kündigung und Service beim Festgeld

Wie hoch die Festgeldzinsen sind, die schließlich auf Deinem Konto landen, hängt nicht zuletzt von den steuerlichen Regelungen ab. Nicht bei allen Banken, die in Deutschland Festgeld anbieten, kannst Du auch gleich einen Freistellungsauftrag erteilen oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorlegen. Welche steuerliche Regelung für eine bestimmte Bank gilt, zeigt Dir der Finanztip-Festgeldrechner. Weitere Informationen zu Steuern beim Festgeld, der Kündigung und dem Service findest Du auch in unserem Ratgeber Festgeld.

Autor
Dirk Eilinghoff

06. September 2019


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