Tipps & Tricks
Abzocke auf Kaffeefahrten: Mit diesen Tricks arbeiten die Anbieter
Der Begriff "Kaffeefahrt" klingt recht entspannt. In Wahrheit steckt aber eine Masche dahinter, bei der Du am Ende wahrscheinlich Geld verlierst.

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Der Begriff "Kaffeefahrt" klingt recht entspannt. In Wahrheit steckt aber eine Masche dahinter, bei der Du am Ende wahrscheinlich Geld verlierst.


Hast Du auch schon mal Post mit extrem günstigen Reiseangeboten bekommen? Dann handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Kaffeefahrt. Die Reise klingt auf den ersten Blick traumhaft – aber leider nur, weil einer oder mehrere der folgenden Tricks im Spiel sind:
300 € für 7 Tage Türkei inklusive Flug, Unterkunft und Essen? Klingt zu gut, um sich mit den Details auseinanderzusetzen. Ist die Reise dann gebucht, gibt's fast kein Zurück mehr: Stornos oder Umbuchungen sind in vielen Fällen nur sehr umständlich möglich und mit hohen Gebühren verbunden.
Direkt nach der Ankunft wird dann klar: Bei den 300 € bleibt es nicht. In der Regel ist nur ein Teil der Mahlzeiten, Transfers und Ausflüge inklusive. Wer den Rest nicht dazu bucht, wird unter Druck gesetzt oder muss den Gruppenzwang aushalten.
Weißer Sandstrand und unendlich viele Palmen: Die in der Werbung genannten Traumziele bekommst Du oft nur kurz oder gar nicht zu Gesicht. Die meiste Zeit verbringst Du stattdessen in abgelegenen Gasthöfen und Hotels. Mangels Alternativen bleibt Dir dort kaum etwas anderes übrig, als Umsatz bei den Partnern des Reiseanbieters zu machen.
Im Verlauf der Reise findet dann mindestens eine Verkaufsveranstaltung statt: Teppiche, Kleidung oder Schmuck – angeblich geht das Geld an die Menschen vor Ort. Kaufst Du nicht, wird Dir ein schlechtes Gewissen gemacht. Die Produkte selbst sind fast immer stark überteuert.
Die Verkäuferinnen und Verkäufer reden so geschickt, dass selbst skeptische Personen am Ende etwas kaufen. Sie nutzen dabei auch rücksichtslos die Ängste von älteren Menschen um Gesundheit und Wohlbefinden aus.
In der Vergangenheit haben manche Reiseanbieter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Kaffeefahrten sogar Bausparverträge, Lebensversicherungen, Medizinprodukte oder Nahrungsergänzungsmittel angedreht. Seit 2022 ist das verboten.
Außerdem müssen die Veranstalter Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihre Rechte informieren und ihre Werbeschreiben bereits alle wichtigen Infos enthalten:
Mach’s am besten so, wie der wie der ADAC empfiehlt: Lies das Kleingedruckte, bevor Du eine Reise buchst, und prüf sämtliche Kosten – insbesondere für zusätzliche Extras.
Falls Dir der Veranstalter unseriös vorkommt, recherchier online oder frag bei der Verbraucherzentrale nach, ob er bereits negativ als Kaffeefahrt-Anbieter aufgefallen ist. Ist das der Fall, bleib lieber zu Hause.
Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Preise, desto misstrauischer solltest Du sein. Denn eins ist klar: Gewerbliche Anbieter haben in der Regel nichts zu verschenken, sondern immer ihren eigenen finanziellen Vorteil im Blick.
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