Tipps & Tricks

Was kostet eigentlich eine Namensänderung?

Unzufrieden mit Deinem Namen? Dann kannst Du ihn zu diesem Preis ändern lassen.

Redakteurin Anna Karolina Stock
Anna Karolina Stock
Finanztip-Expertin für Private Finanzen
Was kostet eigentlich eine Namensänderung?

Manche Eltern haben bei der Namenswahl ihrer Kinder ganz einzigartige Ideen – man denke nur an X Æ A-XII, den Sohn von Elon Musk. Aber auch ein ganz gewöhnlicher Name wie „Anna Müller“ kann zur Last werden – z. B. wenn Du ständig mit anderen verwechselt wirst. Hast Du schon mal darüber nachgedacht, Deinen Namen ändern zu lassen? 

So kannst Du Deinen Namen offiziell ändern

Für eine sog. öffentlich-rechtliche Namensänderung musst Du einen Antrag bei Deiner Gemeinde stellen. Die Begründung ist dabei essentiell: Du kannst nicht einfach aus einer Laune heraus Deinen Namen ändern, nur weil Du lieber Petra Sommer statt Petra Winter heißen möchtest. 

Mögliche Gründe für eine Namensänderung

Damit der Antrag durchgeht, brauchst Du einen triftigen Grund – zum Beispiel:

  • Dein Familienname kommt extrem häufig vor (z. B. Müller oder Schmidt) und führt ständig zu Verwechslungen
  • Dein Name klingt lächerlich oder anstößig
  • Er eignet sich für peinliche Wortspiele
  • Er ist sehr schwer auszusprechen oder zu schreiben – besonders im Alltag oder bei Behörden

Mit diesen Kosten musst Du rechnen

Pauschale Preise gibt es nicht, weil die Kosten abhängig vom Verwaltungsaufwand individuell berechnet werden. In Bayern können z. B. für die Änderung des Vornamens Gebühren in Höhe von 25 bis 500 € anfallen, für die Änderung des Familiennamens 50 bis 1.500 €. In Hessen sind es 28 bis 1.680 €.  

Hinzu kommt, dass Du Deinen Personalausweis (37 €) und Deinen Reisepass (70 €) ändern lassen musst.

Aufwand und Nutzen gut abwägen

Überleg Dir also gut, ob sich der Aufwand für Dich lohnt – die Bearbeitung kann nämlich mehrere Monate dauern. Hinzu kommt Zeit, die Du investieren musst, um weitere Dokumente wie z. B. Führerschein oder Zeugnisse ändern zu lassen. 

Und aufgepasst: Auch wenn Dein Antrag auf Namensänderung nicht durchgeht, kann es sein, dass Du trotzdem bezahlen musst. Auch hier gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung. In Dresden kann der Betrag auf 10 % der ursprünglichen Gebühr reduziert werden. In Osnabrück bleibst Du auf den gesamten Kosten sitzen. 

Tipp: Frag vorab bei Deiner Gemeinde nach, welche Regelung gilt und welche Unterlagen Du einreichen musst – das kann Dir Zeit und Geld sparen.

Musst Du online Deine Identität bestätigen, kannst Du das z. B. per Videoident oder E-Ident. Wie die Verfahren funktionieren und worauf Du achten solltest, erfährst Du in unserem Ratgeber Postident, Videoident & Co..

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Von Anna Karolina Stock, und Larissa Glas
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