Ob Verkehrsunfall, Sturz bei der Arbeit oder Verletzung beim Joggen: Eine private Unfallversicherung verspricht finanzielle Hilfe, wenn Du bleibende Schäden davonträgst. Klingt erstmal gut.
Der Schutz hat aber auch Grenzen: Denn die Unfallversicherung muss nicht für die psychischen Folgen eines Unfalls aufkommen, wenn sie dies in ihren Allgemeinen Bedingungen mit einer sogenannten Psychoklausel ausgeschlossen hat.
Was bedeutet die Psychoklausel?
Ist eine Psychoklausel enthalten, besteht in der Regel kein Anspruch auf Leistungen bei psychischen Erkrankungen nach einem Unfall – selbst wenn diese medizinisch eindeutig nachvollziehbar sind. Die Unfallversicherung zahlt nur, wenn Du eine „hirnorganische Schädigung“ erleidest.
Dabei wäre der Schutz bei psychischen Erkrankungen besonders wichtig, denn sie sind die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit – und zwar in mehr als jedem dritten Fall.
Prüf, ob Du eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommst
Denn sie bietet oft den umfassenderen Schutz. Unser Ratgeber verrät Dir, worauf es bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ankommt und worauf Du beim Abschluss achten solltest. Weil der recht kompliziert ist, solltest Du Dich von einem geeigneten Versicherungsmakler beraten lassen. Wir empfehlen Hoesch & Partner, von Buddenbrock Concepts, Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung, BVLG – Beamtenversorgung leicht gemacht und CS Capital Synergy.
Wann eine Unfallversicherung sinnvoll sein kann
Bekommst Du weder eine Berufsunfähigkeitsversicherung noch eine Alternative wie die Erwerbsunfähigkeits- oder Grundfähigkeitsversicherung, kann die Unfallversicherung eine Option für Dich sein.
Auch für Menschen im Ruhestand, Kinder, Sportlerinnen und Sportler sowie Haushaltsführende kann eine Unfallversicherung interessant sein. Wenn Du Dich um den Haushalt und/oder die Familie kümmerst, bist Du bei Unfällen sonst nicht abgesichert.
Kein Beruf, aber eine Berufsunfähigkeitsversicherung: Warum eine BU schon für Schulkinder sinnvoll ist.