Vor langen Wochenenden und Feiertagen sind viele Menschen mit dem Auto unterwegs. Das gilt auch für Ostern. Die höhere Nachfrage führt häufig dazu, dass Tankstellen ihre Preise kurzfristig anheben.
Wenn gleichzeitig andere Faktoren dazukommen – etwa hohe Rohölpreise, politische Krisen oder ein schwacher Euro – kann der Effekt noch stärker ausfallen. Dann merkst Du die typischen Oster-Preisspitzen besonders deutlich im Geldbeutel.
Auch Raffinerien stellen im Frühjahr um
Ein weniger bekannter Grund liegt in der Produktion der Kraftstoffe. Im Frühjahr stellen Raffinerien in Europa von Winter- auf Sommerqualität um. Diese Umstellung betrifft sowohl Benzin als auch Diesel und kann Produktion und Logistik kurzfristig verlangsamen.
Beim Benzin geht es vor allem um den sogenannten Dampfdruck. Sommerbenzin verdunstet weniger, damit sich bei Hitze keine Dampfblasen bilden und weniger Emissionen entstehen. Winterbenzin dagegen verdunstet leichter – das hilft dem Motor beim Starten bei Kälte.
Damit Benzin im Sommer weniger verdunstet, müssen Raffinerien die Mischung stärker anpassen. Leicht flüchtige Bestandteile wie Butan werden reduziert und durch andere Komponenten ersetzt, die meist teurer sind.
Zusammen mit der Umstellung der Produktion kann das Sprit im Frühjahr zeitweise etwas teurer machen.
Diesel wird ebenfalls saisonal angepasst
Auch Diesel wird im Laufe des Jahres verändert. Winterdiesel enthält Zusätze, damit der Kraftstoff bei Frost nicht ausflockt. Im Frühjahr werden diese Zusätze nicht mehr gebraucht – dann gibt es wieder den normalen „Sommerdiesel“.
Für Dich heißt das:
Rund um Ostern können mehrere Effekte gleichzeitig wirken – mehr Verkehr, hohe Rohölpreise und die Umstellung in den Raffinerien.
Wenn Du kannst, tank eher unter der Woche und vergleich die Preise mit einer Tank-App. Gerade abends ist Sprit oft ein paar Cent pro Liter günstiger.
Weitere Spartipps liest Du in unserem Ratgeber zum günstigen Tanken.