Glasversicherung

Lohnt sich nur bei teuren Glaseinbauten

Nina C. Zimmermann Stand: 12. Oktober 2016
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Glasversicherung ist eine Zusatzversicherung zur Hausratversicherung.
  • Sie lohnt sich höchstens, wenn Sie viele Einbauten aus Glas haben – beispielsweise einen Wintergarten.
  • In der normalen Hausratpolice sind nur Glasschäden versichert, die entstanden sind durch Feuer, Einbruchsdiebstahl, Leitungswasser oder Sturm und Hagel.
  • Für Schäden anderer Ursache kommt die Glasversicherung auf.

Ein unaufmerksamer Moment beim Kochen und schon ist es passiert: Der schwere Edelstahltopf fällt aufs teure Cerankochfeld und es zerspringt. Ein Fall für die Hausratversicherung? Leider nein, denn die zahlt nur für Glasschäden, die durch Feuer, Einbruchsdiebstahl, Leitungswasser oder Sturm und Hagel entstehen. Wenn Sie einen solchen Schaden absichern möchten, brauchen Sie einen Zusatzschutz: eine Glasversicherung.

Wer braucht einen Glas-Zusatzschutz?

Nach unserer Erfahrung lohnt sich für durchschnittlich ausgestattete Haushalte keine extra Glasversicherung. Eine gute Faustregel: Vergleichen Sie das maximale finanzielle Risiko bei Glasbruch mit den Beiträgen für eine extra Police innerhalb von fünf Jahren.

Nur wer teure Glasarbeiten (Wintergarten, großflächige Fenster und Ähnliches) besitzt, sollte überschlagen, ob eine Glasversicherung sinnvoll ist.

Was ist in der Glasversicherung inbegriffen und was nicht?

Damit eine Glasversicherung einen Schaden übernimmt, muss kein großes Unglück passiert sein. Das Glas muss allerdings zersprungen sein. Schrammen und kleine Absplitterungen zahlt die Versicherung nicht.

Versichert sind fertig eingesetzte oder montierte Scheiben, Platten oder Spiegel aus Glas. Ebenfalls eingeschlossen sind künstlerisch aufgewertete Glasarbeiten wie beispielsweise eine aufwendig geschliffene Glastür.

Nicht versichert sind dagegen alle Arten von Glas, die nicht fest montiert sind – also Brillen, Geschirr und Lampen. Ausgeschlossen sind damit auch Fernseher, Computermonitore und Handydisplays.

Und obwohl sie fest installiert sind, sind auch Solaranlagen ausgeschlossen. Diese können und sollten über die Wohngebäudeversicherung abgesichert werden. Es ist allerdings möglich, besonders wertvolle Glasarbeiten, Aquarien oder Glasbausteine gegen Aufpreis zusätzlich zu versichern.

Was zahlt die Glasversicherung?

Die Versicherung ersetzt Ihnen den Schaden und kommt grundsätzlich auch für Notverglasungen und Aufräumarbeiten auf.

Beispiel: Sie haben einen Wintergarten. Kicken Sie oder Ihre Kinder aus Versehen einen Fußball in eine Außenscheibe, reguliert die Glasversicherung den Schaden. Sie lässt die Scherben beseitigen und den Wintergarten provisorisch flicken, damit es nicht hineinregnet. Anschließend kümmert sie sich um einen gleichwertigen Ersatz für die Scheibe und beauftragt eine Firma mit dem Einbau.

Mehr dazu im Ratgeber Hausratversicherung

  • Diese Versicherung sollten Sie haben, wenn Sie Ihre Einrichtung nach Brand oder Einbruch nicht auf eigene Kosten ersetzen können.
  • Von uns empfohlenes Portal: Mr-Money

Zum Ratgeber

Autor
Nina C. Zimmermann

Stand: 12. Oktober 2016


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