Ob als Mama, Patentante oder Oma: Du möchtest den Kleinen vermutlich möglichst viel für ihre Zukunft mitgeben. Dazu gehört auch finanzieller Spielraum – für eigene Wünsche, einen guten Start ins Erwachsenenleben und später fürs Alter.
Eine Möglichkeit, um Geld für Dein Kind zu sparen, kennst Du vielleicht schon: Das Juniordepot. Ab Januar 2027 kommt noch eine weitere Option vom Staat dazu: Die Frühstartrente. Der Bundestag hat sie gerade beschlossen, der Bundesrat muss noch zustimmen.
Ab 2027 zahlt der Staat monatlich 10 € für anspruchsberechtigte Kinder ab dem sechsten Geburtstag. Im nächsten Jahr startet die Auszahlung der staatlichen Förderung rückwirkend für die im Jahr 2020 geborenen Kindern und den Jahrgang 2021. Ältere Kinder erhalten sie nicht.
Die Frühstartrente: Das Fundament für die Rente des Kindes
Die Frühstartrente legt ein erstes Fundament für die private Rente Deines Kindes. Denn: Die staatliche Förderung und ihre Erträge bleiben grundsätzlich bis mindestens zum 65. Geburtstag gebunden. Vorab entnehmen könnt Ihr nur das, was Ihr neben der staatlichen Förderung ins Depot eingezahlt habt. Vorab entnehmen könnt Ihr nur das, was Ihr neben der staatlichen Förderung eingezahlt habt.
Eigene Einzahlungen der Familie sind bis zu einem Höchstbetrag von 6.840 € pro Jahr möglich. Wichtig: Sie sind aber nicht verpflichtend, um die Förderung zu erhalten.
Das Juniordepot: Du sparst, Dein Kind entscheidet später
Für Ausbildung, Studium, Führerschein oder einen Auslandsaufenthalt ist ein Juniordepot die flexiblere Ergänzung für Dich. Ein Juniordepot ist ein Wertpapierdepot auf den Namen Deines Kindes. Du eröffnest es bei einer Bank oder einem Broker und kannst dort zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan Geld für Dein Kind anlegen.
Du bestimmst, wie viel Du sparst, und verwaltest das Depot bis zur Volljährigkeit. Das Geld gehört aber von Anfang an Deinem Kind. Ab seinem 18. Geburtstag entscheidet es selbst darüber.
Der wichtigste Unterschied zur Frühstartrente: Das Geld im Juniordepot ist nicht für die Rente reserviert. Die Frühstartrente wird staatlich gefördert und soll Deinem Kind im Alter zugutekommen. Ein Juniordepot besparst Du privat, auch Großeltern oder Paten können etwas beisteuern
Hier findest Du unsere Empfehlungen für Juniordepots.
Ein früher Start – auch beim Finanzwissen
Die Frühstartrente bietet auch eine Chance, gemeinsam mit Deinem Kind mehr über Geld zu lernen. Am eigenen Depot könnt Ihr beobachten, wie sich angelegtes Geld entwickelt: Warum lohnt sich ein früher Start? Wie wirkt der Zinseszinseffekt? Und warum gehören Kursschwankungen dazu? So wird langfristiger Vermögensaufbau greifbar – für Dein Kind und vielleicht auch für Dich.
Die Förderung bekommt Dein Kind auch ohne eigenes Depot
Du möchtest vorerst kein Depot für die Frühstartrente eröffnen? Dann geht die Förderung Deinem Kind trotzdem nicht verloren: Die Bundesbank legt das Geld dann gemeinschaftlich an. Ab 18 kann Dein Kind die Förderung samt Erträgen in ein eigenes Altersvorsorgedepot übertragen lassen. Dafür hat es bis zum 35. Geburtstag Zeit.
Du musst also nichts überstürzen. So kannst Du jetzt die nächsten Schritte für Dich und Dein Kind planen: