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2025 war ein stressreiches Jahr für Deine Finanzen: Im Januar gingen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung stark nach oben – die Börsenkurse bis April teilweise stark nach unten. Dann kam die neue Bundesregierung und damit u. a. die Hoffnung auf sinkende Strompreise und eine Reform der Altersvorsorge in Deutschland. Und viele dieser Themen werden auch 2026 für Dich wichtig bleiben: 1. Krankenkassen weiter unter DruckDie Zusatzbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind 2025 geradezu explodiert. Ende Januar lagen 64 Krankenkassen über dem ursprünglich erwarteten Schnitt von 2,5 %, teilweise sogar deutlich. Ein Ende ist angesichts steigender Kosten auch 2026 nicht in Sicht, einige Kassen haben schon weitere Erhöhungen angekündigt. Aber: Du kannst zumindest ein bisschen was dagegen tun – indem Du zu einer günstigeren Krankenkasse mit starken Leistungen wechselst. Das ist sogar ziemlich einfach: Du meldest Dich bei der Kasse Deiner Wahl an, sie kündigt für Dich bei der alten Kasse. Trotzdem haben viele Menschen das noch nie gemacht. Unser Wunsch für 2026: Wechsle Deine Krankenkasse, wenn die Leistungen nicht mehr zu Dir passen oder Dir der Zusatzbeitrag einfach zu hoch ist. Das erhöht den Wettbewerb – und führt zu besseren Leistungen für alle. Bei allen Fragen dazu hilft Dir unser Ratgeber. Und auch unser GKV-Vergleich, in dem Du unsere neuen Empfehlungen findest. 2. Unsichere Zeiten für den MSCI WorldIm März 2025 war der Blick ins Wertpapierdepot nicht besonders erfreulich: Für den MSCI World ging es spürbar nach unten, es war der stärkste Einbruch seit der Corona-Krise im März 2020. Auf Monatssicht stand er damals rund 10 % im Minus. Das lag unter anderem an Donald Trumps Zollandrohungen und die dadurch erwartete, höhere Inflation in den USA. Gleichzeitig wurde der Euro im Vergleich zum US-Dollar wertvoller – das verstärkt das Minus für Deinen in Euro laufenden Aktien-ETF. Auf Jahressicht blieb der MSCI World allerdings spürbar im Plus – auch als ETF in Euro. So hat z. B. der MSCI-World-ETF von Amundi (ISIN FR0010315770) von Januar bis Mitte Dezember 2025 eine Rendite von knapp 6 % erzielt. Du kannst aus der kleinen Krise im Frühjahr 2025 also vor allem eins mitnehmen: Es lohnt sich, ruhig zu bleiben, Deinen ETF-Sparplan weiter durchzuziehen und auf keinen Fall leichtfertig Anteile zu verkaufen. Hast Du eine kleinere Krise überstanden, schaffst Du auch eine größere, falls sie kommt. 3. Günstigere Strompreise – oder leeres Versprechen? Zahlst Du bald Hunderte Euro weniger für Strom? Diese Frage haben wir im Finanztip Newsletter Anfang März gestellt. Und die Hoffnung war durchaus berechtigt. Union und SPD waren sich einig, dass die deutschen Strompreise deutlich sinken sollen. Die Union plante eine Senkung der Stromsteuer pro Kilowattstunde (kWh) von 2,05 ct auf 0,1 ct. Das hätte einer kleinen Familie im Einfamilienhaus bei 4.000 kWh Jahresverbrauch rund 93 € pro Jahr gespart. Diese Entlastung kam allerdings nicht – und aktuell sieht es nicht danach aus, dass sie noch kommt. Der zweite Teil des Plans: Niedrigere Netzentgelte. Die machen inkl. Mehrwertsteuer immerhin rund ein Drittel Deines Strompreises aus. Hier war noch nicht klar, wie genau sie gesenkt werden sollen. Immerhin hier tut sich etwas: Es soll staatliche Zuschüsse in Milliardenhöhe geben, um Übertragungsentgelte zu senken. Das wirkt sich indirekt auch auf die Netzentgelte aus, die Du bezahlst. Wie viel für Dich dabei konkret drin ist, ist aber noch nicht klar. Auch, weil Stromkonzerne die Senkung nicht weitergeben müssen und es regional sehr unterschiedlich ist. Deshalb: Vergleich weiterhin fleißig Stromtarife und sichere Dir so einen guten Preis, am besten mit dem Finanztip Stromvergleich (enthält Werbelinks). 4. Das Ende der Zinsjagd: Tagesgeld verliert Mitte 2025 ist die zweite Zinswende über Dich hinweg gerollt – diesmal nicht in Form steigender Zinsen für Dein Tagesgeld. Stattdessen ging es schrittweise bergab, zunächst beim Leitzins, und direkt im Anschluss bei den Tagesgeldzinsen. Sie gleichen die Inflation seitdem kaum noch aus, Du kannst Dir dann für das Guthaben auf Deinem Tagesgeldkonto also immer weniger leisten. Gegensteuern kannst Du nur bedingt: Du kannst Aktionsangebote aus dem Finanztip Tagesgeldvergleich nutzen. Und: Denk daran, nicht nur zu sparen, sondern auch in einen weltweiten Aktien-ETF zu investieren. Bei einer langfristigen Rendite von 6 % p. a. bleiben Dir bei einem Inflationsziel von 2 % stolze 4 % an echter Rendite. So kannst Du langfristig wirklich Vermögen aufbauen. Du hast noch nicht angefangen? Dann leg los und eröffne ein Wertpapierdepot. Wir empfehlen Dir für die beste Preis-Leistung
Traders Place*. 5. Reformen für Rente und AltersvorsorgeEnde des Jahres ging es dann in der Politik nochmal richtig zur Sache: Reformen für die Rente und die Altersvorsorge. Rund um die Rentenreform ging es dabei vor allem um die Aktivrente und die Änderung bei der Mütterrente, bei der ab 2027 alle Kinder gleich zählen. Die sogenannte Haltelinie von 48 % wurde bis 2031 verlängert. Das bedeutet, dass das Rentenniveau – genauer gesagt die sog. Eckrente – weiterhin bei mind. 48 % des aktuellen Durchschnittsentgelts aller Versicherten liegen muss. Allerdings nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge. 2026 soll außerdem endlich eine Reform der privaten Altersvorsorge kommen. Besonders erfreulich: Der Entwurf deckt einige der wesentlichen Punkte ab, die Finanztip 2025 bereits in einem Positionspapier (PDF) gefordert hat. Die Reform könnte mit überteuerten und renditeschwachen Versicherungsverträgen fürs Alter Schluss machen. Denn das Herzstück des geplanten Gesetzes ist ein staatlich gefördertes Altersvorsorge-Depot. Dazu halten wir Dich auch 2026 auf dem Laufenden und erklären Dir, was die neue private Altersvorsorge kann, und was nicht. Alle Infos zum ersten Entwurf haben wir hier für Dich zusammengefasst.
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