Kinderbetreuung während der Corona-Krise

Kinder und Arbeit unter einen Hut bekommen – trotz Corona

Ines Rutschmann
&Co-Autor
01. März 2021

Bis 7. März 2021 möglichst kein Unterricht in der Schule, Notbetreuung in Kita und Hort: Darauf haben sich die Bundesländer verständigt, damit sich das Coronavirus weniger schnell ausbreitet. Wann kannst Du eine Notbetreuung nutzen? Und wann gibt es eine Entschädigung, wenn Du Deine Kinder selbst zuhause betreuen musst?

Was gilt für Schule und Kita in Corona-Zeiten?

Bis Anfang März sollen Schüler möglichst von zuhause lernen und jüngere Kinder nicht ihre Kita besuchen. Darauf haben sich Bund und Länder am 10. Februar erneut verständigt. Allerdings heißt es auch, dass Kitas und Schulen zu den ersten Einrichtungen gehören sollen, die wieder geöffnet werden sollen. Wann dies geschieht, entscheiden die Bundesländer jeweils für sich.

Als erstes Bundesland ist Bremen vorangegangen: Seit Februar ist Präsenzunterricht im Wechsel mit Homeschooling für Grundschüler möglich. In Sachsen können Grundschüler seit 15. Februar wieder zum Unterricht in die Schule gehen. Alle anderen Bundesländer bis auf Sachsen-Anhalt und Hamburg haben in der letzten Februarwoche wieder Präsenzunterricht für Grundschüler erlaubt, häufig im Wechsel mit Distanzunterricht. Sachsen-Anhalt und Hamburg starten im März mit Unterricht in den Schulen. An weiterführenden Schulen gab es für Schüler der Abschlussklassen keine Pause beim Präsenzunterricht.

Kitas sind in den meisten Bundesländern bis auf eine Notbetreuung geschlossen. Welche Kinder diese beanspruchen können, regeln die Länder unterschiedlich. In Niedersachsen etwa sollen Kinder von Eltern in Berufszweigen von „allgemeinem öffentlichen Interesse“ Anspruch auf Notbetreuung haben; in Brandenburg jene aus „kritischen Infrastrukturbereichen“ wie Erzieher, Pfleger oder Polizisten. Alle Eltern sind dabei aufgefordert abzuwägen, ob sie die Notbereuung wirklich benötigen oder das Kind nicht doch lieber zu Hause lassen. In manchen Bundesländern wie Sachsen oder Berlin dürfen alle Vorschüler wieder den Kindergarten besuchen

Maskenpflicht

Im Schuljahr 2020/21 hat sich der Schulbetrieb geändert: Seit den Herbstferien gilt in weiterführenden Schulen in den meisten Bundesländern Maskenpflicht auch im Unterricht. Für Grundschüler gilt eine Maskenpflicht ab Ende Februar auch in Berlin, Hessen oder Rheinland-Pfalz während des Unterrichts. Lediglich in Kindertagesstätten verzichten fast alle Bundesländer darauf, dass Erzieher und Kinder eine Maske tragen. Eine Ausnahme bildet Bayern. Dort gilt eine Maskenpflicht für das Kita-Personal. 

Umgang mit kranken Kindern

Damit sich das Virus nicht so leicht ausbreiten kann, sind noch geöffnete Schulen und Kitas aufgefordert, Schüler und Kita-Kinder bei bestimmten Krankheitssymptomen nach Hause zu schicken. Die Bundesländer definieren das jedoch unterschiedlich:

  • trockener Husten,
  • Fieber ab 38 Grad,
  • Störung oder zeitweiser Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns, der nicht mit Schnupfen einhergeht,
  • Hals- oder Ohrenschmerzen.

Tritt mindestens eines dieser Symptome bei Deinem Kind auf, solltest Du die Schule oder Kita darüber informieren und Dein Kind zuhause lassen. Bei bloßem Schnupfen sehen die Handlungsanleitungen der Bundesländer nicht vor, dass das Kind zuhause bleibt – es kann die Notbetreuung besuchen oder auch auf Spielplätze und in Parks gehen.

Ob Du aufgrund der aufgeführten Symptome, einen Arzt aufsuchen solltest, ist unterschiedlich geregelt. Was in Deinem Bundesland vorgesehen ist, haben Dir Schule oder Kindertagesstätte im Herbst und Winter wahrscheinlich schon mitgeteilt. Lies Dir die Handlungsanleitungen gut durch und halte diese zum Nachschlagen bereit.

Kinderkrankengeld

Wenn Dein Kind Symptome zeigt, hat ein Arztbesuch mehrere Vorteile für Dich: Der Arzt kann abklären, ob Dein Kind an Covid-19 erkrankt ist und Du und Dein Umfeld ebenfalls infiziert sein könnten. Außerdem kann der Arzt das Kind krankschreiben und Du kannst Kinderkrankengeld beanspruchen, wenn Du zuhause bleibst und Dein Kind jünger als zwölf Jahre ist.

Jedem Elternteil stehen 2021 20 Tage Kinderkrankengeld pro Kind zu (§ 45 Abs. 2a SGB V). Alleinerziehende können 40 Tage Kinderkrankengeld beziehen. Hast Du mehr als zwei Kinder, ist der Anspruch auf Kinderkrankengeld allerdings begrenzt: Auf insgesamt 45 Tage je Elternteil beziehungsweise auf 90 Tage für Alleinerziehende. 

Sind die Kinderkrankentage aufgebraucht, musst Du bei weiteren Ausfalltagen bezahlten oder unbezahlten Urlaub nehmen oder Deine Überstunden aufbrauchen. Oder Du hast die Kraft und die Möglichkeit, parallel zur Kinderbetreuung im Homeoffice zu arbeiten.

Unser Podcast zum Thema

Was passiert, wenn Kinder nicht in die Kita oder Schule können?

Während der Pandemie kann es immer wieder passieren, dass Du Deinen Alltag anders organisieren musst, weil Dein Kind nicht in die Schule oder Kita gehen kann.

Bis 31. Januar 2021 gibt es coronabedingt keinen Präsenzunterricht in Schulen. Bleiben die Kinder und Jugendliche zuhause, sollen sie von dort lernen. Kitas und Schulhorts dürfen überall eine Notbetreuung anbieten. Wie schon im Frühling 2020 kannst Du unter bestimmten Voraussetzungen die Notbetreuung beanspruchen. Wer die Notbetreuung nutzen kann, regelt jedes Bundesland für sich. Die Regierungen der Bundesländer appellieren aber an alle Eltern, die Kinder möglichst zuhause zu lassen. 

Auch wenn die Einrichtungen wieder regulär öffnen, kann es passieren, dass Dein Kind nicht in die Schule oder Kita gehen kann. Ist etwa jemand in der Schulklasse Deines Kindes an Covid-19 erkrankt, soll Dein Kind erst einmal in Quarantäne gehen. Bund und Länder empfehlen in ihrem Beschluss vom 25. November 2020 dabei, dass nach fünf Tagen ein Antigen-Schnelltest erfolgt. Ist dieser negativ, kann die häusliche Quarantäne enden und Dein Kind wieder zur Schule gehen. 

Für Kita-Kinder wird die Fünf-Tage-Regel dagegen nicht empfohlen. Erkrankt etwa ein Erzieher Deines Kindes an Covid-19, muss sich Dein Kind für 14 Tage in Quarantäne begeben. Das Gesundheitsamt kann einen Corona-Test anbieten. Diesen musst Du nicht machen lassen, er gibt Dir aber Sicherheit, ob Dein Kind tatsächlich infiziert ist. Steht Dein Kind unter Quarantäne, darf es natürlich eines nicht tun: Rausgehen oder sich mit Freunden treffen.

Eltern dürfen zuhause bleiben

In allen Fällen darfst Du zuhause bleiben, um Dein Kind zu betreuen, falls Du das für notwendig hältst und niemand anders sich kümmern kann (§ 275 Abs. 3 BGB). Schließlich musst Du Deine Aufsichtspflicht erfüllen. Dabei musst Du selbst einschätzen, ob etwa Dein zwölfjähriges Kind acht Stunden allein bleiben kann. Bei Jungen und Mädchen bis acht Jahren sieht der Bundesgerichtshof die Eltern in der Pflicht, regelmäßig nach ihnen zu schauen.

Wichtig ist aber, dass Du Deine Vorgesetzten informierst, wenn Du ab sofort bei Deinen Kindern zuhause bleiben musst. Erscheinst Du nicht am Arbeitsplatz und teilst auch nicht mit, warum Du nicht kommst, verstößt Du in grobem Ausmaß gegen Deinen Arbeitsvertrag. Du riskierst eine Abmahnung.

Wie sind Eltern finanziell abgesichert?

Willst Du Dein Gehalt weiter beziehen, obwohl Du Deinen Nachwuchs betreuen musst, suche mit Deinem Arbeitgeber nach einer Lösung. Frage also beispielsweise nach Homeoffice. Hast Du Gleitzeit, biete an, zu Zeiten zu arbeiten, in denen Dein Partner auf die Kinder aufpasst – etwa am Abend. Funktioniert beides nicht, kannst Du Überstunden abbauen. Erlaubt Dein Arbeitsvertrag, auch samstags zu arbeiten, dann frage Deinen Arbeitgeber, ob er damit einverstanden ist. Was Dein Arbeitgeber von Dir verlangen darf und was nicht, erläutern wir in unserem Ratgeber zum Arbeitsrecht in der Corona-Krise.

Entschädigung vom Staat erhalten

Ist es nicht möglich, dass Du Deine Arbeit von zuhause erledigst und erleidest Du deshalb einen Verdienstausfall, hilft der Staat weiter. Es gibt seit März 2020 – zeitlich befristet – Anspruch auf Entschädigung (§ 56 Abs. 1a IfSG): Du bekommst 67 Prozent Deines Nettoverdiensts. Maximal können es 2.016 Euro pro Monat sein. Diese Unterstützung gibt es für Alleinerziehende bis zu 20 Wochen lang, bei Paaren sind es zehn Wochen pro Partner.

Folgende Voraussetzungen müssen dazu erfüllt sein:

  1. Du hast mindestens ein Kind unter zwölf Jahren.
  2. Das Gesundheitsamt hat die Schule oder Kita Deines Kindes geschlossen oder die Präsenzpflicht für den Unterricht in der Schule aufgehoben. Oder aber Dein Kind muss in Quarantäne.
  3. Du hast keinen Anspruch auf eine Notbetreuung Deines Kindes oder eine andere Möglichkeit der Betreuung durch ein Familienmitglied und musst es deshalb zuhause selbst betreuen.
  4. Du kannst nicht arbeiten und erleidest einen Verdienstausfall.
  5. Du erhältst kein Kurzarbeitergeld.

Ist Dein Kind schon älter als zwölf Jahre, benötigt aber aufgrund einer Behinderung zuhause Hilfe, kannst Du den Lohnersatz ebenfalls erhalten.

Die Ersatzzahlung gilt nicht in regulären Ferienzeiten, in denen Schule, Kindertagesstätte oder eine andere Betreuungseinrichtung ohnehin schließen. Aber sie gilt, wenn Du einen Hortplatz beantragt hattest und der Hort nun coronabedingt entfällt oder wenn Ferien coronabedingt ausgeweitet werden – dann aber nur für die Tage, um die sich die Ferien verlängern.

Auch Eltern von volljährigen behinderten Kindern können Lohnersatz erhalten, wenn sie einen erwachsenen Sohn oder eine erwachsene Tochter betreuen. Schließt wegen Corona beispielsweise die Behindertenwerkstatt oder eine andere Betreuungseinrichtung von Sohn oder Tochter, steht ihnen Lohnersatz zu. In den regulären Betriebsferien oder anderen nicht coronabedingten Schließzeiten der Einrichtung besteht kein Anspruch auf Lohnersatz.

So beantragst Du Entschädigung wegen Kinderbetreuung

Bist Du angestellt, wende Dich an Deinen Arbeitgeber, wenn Du den Lohnersatz in Anspruch nehmen möchtest. Er sollte die Leistung beantragen und zahlt Dir das Geld. Den Betrag kann sich Dein Arbeitgeber von der jeweiligen Landesbehörde zurückholen, wenn diese die Ersatzzahlung bewilligt. Selbstständige beantragen die Zahlung selbst.

Arbeitgeber und Selbstständige in den meisten Bundesländern können über die Website ifsg-online.de eine Entschädigung für Verdienstausfälle beantragen. Das funktioniert online, geht aber auch mit einem ausgedruckten Formular. Bayern, Berlin, Hamburg und Sachsen bieten eigene Formulare an. Im Falle einer Schließung oder Verlängerung der Ferien von Schule, Kita oder einer Betreuungseinrichtung ist der Antrag rückwirkend zu stellen, wenn die jeweilige Einrichtung wieder regulär geöffnet hat.

Du musst den Lohnersatz nicht in einem Stück in Anspruch nehmen, sondern kannst ihn auch an einzelnen Tagen beziehen – etwa wenn Dein Kind immer dienstags und donnerstags betreut wird und die anderen drei Tage der Woche zuhause ist.

Neu: Der Anspruch auf Entschädigung ist mit dem Dritten Bevölkerungsschutzgesetz bis zum 31. März 2021 verlängert worden.

Eine Betreuung im Homeoffice ist nicht immer zumutbar

Ist es Dir möglich, im Homeoffice zu arbeiten, erhältst Du nur unter besonderen Umständen Geld vom Staat – wenn es für Dich unzumutbar ist, auf Deinen Nachwuchs aufzupassen und gleichzeitig zu arbeiten, etwa weil Du zu festen Zeiten Besprechungen hast, in denen Du Dich eben nicht um Deine Kinder kümmern kannst. Warte in jedem Fall erst einmal ab, ob ein Antrag auf Lohnersatz bewilligt wird, ehe Du Deine berufliche Tätigkeit unterbrichst. Oder – wenn möglich – nimm bis dahin Urlaub.

Denn ob der Anspruch besteht, entscheidet die zuständige Behörde eines Bundeslandes je nach Einzelfall. Bayern hat beispielsweise festgelegt, dass es nicht zumutbar ist, von zuhause zu arbeiten, wenn Du zugleich zwei kleine Kinder zu betreuen hast. Dennoch gibt es allgemeine Grundsätze für die Entscheidung, die das Bundesgesundheitsministerium zusammengetragen hat. So kann Dein Arbeitgeber etwa darlegen, dass Du für bestimmte Abläufe regelmäßig im Büro sein musst – diese Freiheit gesteht der Staat Unternehmen zu.

Kinderkrankengeld auch mit gesundem Kind

Kannst Du im Homeoffice arbeiten, aber Dein Kind nicht zeitgleich betreuen, steht Dir in der Regel keine Ausfallvergütung nach Infektionsschutzgesetz zu. Damit Du Dich zwischen Arbeit und Kinderbetreuung nicht zerreißen musst, ist seit 5. Januar 2021 folgende Regel in Kraft: Du kannst Kinderkrankengeld auch beziehen, wenn Du Dein Kind zuhause zu betreuen hast – auch wenn es nicht krank ist.

Die Bezugszeit für Kinderkrankengeld im Jahr 2021 beträgt dabei 20 Tage pro Elternteil; für Alleinerziehende 40 Tage. Hast Du mehr als zwei Kinder, kannst Du maximal 45 Tage Kinderkrankengeld beziehen; Alleinerziehende bis zu 90 Tage. 

Das Kinderkrankengeld beträgt bis zu 90 Prozent Deines Nettogehalts (§ 45 SGB V), maximal dürfen es 112,88 Euro pro Tag sein. Willst Du es beanspruchen, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  • Du bist berufstätig.
  • Du und Dein Kind, Ihr seid beide gesetzlich krankenversichert.
  • Dein Kind ist jünger als zwölf Jahre oder behindert und auf Hilfe angewiesen.
  • Es steht keine andere Person im Haushalt zur Betreuung zur Verfügung, etwa Großeltern oder Dein Partner, der gerade in Elternzeit ist.
  • Wenn das Kind gesund ist: Kita, Schule oder Betreuungseinrichtung bescheinigen, dass sie aufgrund der Corona-Pandemie nur noch eingeschränkt öffnen oder ganz geschlossen sind.
  • Wenn das Kind krank ist: Der Kinderarzt bescheinigt, dass das Kind krank ist.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, reichst Du die Bescheinigung von Kita, Schule oder Kinderarzt bei der Krankenkasse ein und beantragst Kinderkrankengeld. Du kannst das Geld für mehrere Tage am Stück, aber auch für einzelne Tage beziehen. Unverzüglich solltest Du auch Deinen Arbeitgeber über die Krankschreibung informieren, damit er Dich freistellt. Den Nachweis, dass Du Kinderkrankgeld beziehst oder bezogen hast, kannst Du auch nachreichen.

Wie hilft der Staat Familien mit geringem Einkommen?

Kurzarbeit, Kinderkrankengeld und Lohnersatz helfen Dir durch diese schwierige Zeit. Trotzdem: Du verdienst damit weniger. Die Einkommensausfälle kannst Du aber möglicherweise kompensieren.

Prüfe zuerst, ob Du einen Anspruch auf Kindergeldzuschlag hast. Voraussetzung ist, dass Du mindestens 900 Euro (brutto) als Paar oder 600 Euro (brutto) alleinerziehend verdienst und kein erhebliches Vermögen besitzt. Ob und wie viel Zuschlag Du bekommst, hängt aber nicht nur vom Verdienst ab, sondern auch von Deiner Miethöhe. Wohnst Du im Eigenheim, gib Deine Wohnkosten an, beispielsweise Grundsteuer oder die Tilgungsraten für den Hauskredit. Mit dem KiZ-Lotsen der Bundesagentur für Arbeit kannst Du herausfinden, ob Du Chancen auf den Kinderzuschlag hast. Die Antragsformulare findest Du online, musst sie aber ausgedruckt und unterschrieben bei der Familienkasse einreichen.

Für den Anspruch auf Kinderzuschlag ist das durchschnittliche Einkommen der letzten sechs Monate vor der Antragstellung relevant (§ 20 Abs. 5ff. BKGG). Zusätzlich kannst Du noch Wohngeld beantragen. Dafür legen die Behörden das Einkommen der vergangenen sechs Monate zugrunde.

Kommst Du auch mit Kindergeldzuschlag und Wohngeld nicht über die Runden, kannst Du Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen (§ 141 SGB XII). Die Grundsicherung kann die Kosten für Miete und Heizung decken. Unerhebliches Vermögen wird nicht berücksichtigt, wenn Du einen Antrag bis 31. März 2021 stellst. Das Amt rechnet mit Deinen tatsächlichen Kosten für Miete und Heizung – egal ob diese angemessen erscheinen oder nicht. Anträge stellst Du beim Jobcenter. Das ist auch online möglich. Der einfachere Zugang zur Grundsicherung soll bis Ende 2021 verlängert werden. Darauf haben sich Union und SPD am 3. Februar geeinigt. Außerdem sollen Empfänger von Grundsicherung einmalig einen "Corona-Zuschlag" in Höhe von 150 Euro erhalten. Kinderzuschlag und Wohngeld entfallen, wenn Du Grundsicherung beziehst. 

Unabhängig vom Einkommen hat der Staat 2020 einen Kinderbonus von 300 Euro pro Kind gezahlt. Auch 2021 sollen Eltern einen Bonus erhalten – in Höhe von 150 Euro pro Kind. Auch das haben die Spitzen von Union und SPD Anfang Februar miteinander vereinbart. Mehr dazu erfährst Du in unseren Ratgebern zum Kindergeld und zu Steuervorteilen für Eltern.

Arbeiten im Homeoffice mit Kind – wie kann das klappen?

Im Homeoffice mit Kind zu arbeiten, ist eine Herausforderung. Es geht für viele vermutlich nur in Intervallen, doch für die meisten geht es. Überlege jeden Tag, was Du mit Deinen Kindern spielen, basteln, lernen und kochen willst und stimme Deinen Nachwuchs darauf ein: Nichts hilft gegen aufkommende Langeweile so sehr wie das Wissen, dass sich Eltern regelmäßig Zeit nehmen und was dann konkret geplant ist. Beispielsweise Brett- und Kartenspiele, Bücher lesen und rätseln, in der Wohnung verstecken oder Theater spielen. Bei Schulkindern sollte auch Zeit für das Erklären von Schulaufgaben reserviert sein. Filme und Serien anzuschalten, kann die meisten Kinder für eine Weile beschäftigen, sollte jedoch keine Dauerlösung sein.

Auch andere Kinder zu treffen, ist wichtig – die aktuellen Corona-Beschränkungen erlauben zumindest, dass Dein Kind mit einem anderen zusammenkommt. Möglich ist, dass Du Dich mit anderen Eltern zusammenschließt und Ihr die Kinder abwechselnd betreut. So schafft Ihr Euch gegenseitig Freiräume zum Arbeiten. Versuche dabei aber möglichst immer mit denselben Eltern zu kooperieren, um die Kontakte zu anderen gering zu halten.

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