Mieten vs. kaufen: Die wichtigsten Überlegungen

Dirk Eilinghoff Immobilien

Wenn mehr Platz für die Familie nötig wird, stellt sich ganz praktisch die Frage, ob Mieten oder Kaufen besser zu Eurem Alltag und Eurer finanziellen Situation passt.

Was Mieten für Familien konkret leichter macht

Mieten ist für viele Familien erstmal die Lösung, die am wenigsten Druck macht. Gerade in den ersten Jahren mit Kindern ist oft noch nicht alles festgelegt – weder beim Job noch bei der Familienplanung. Ganz konkret bedeutet Mieten im Familienalltag:

  • Wenn sich Eure Arbeitssituation ändert oder ein weiteres Kind kommt, könnt Ihr umziehen, ohne erst eine Immobilie verkaufen zu müssen. Das Argument gilt heutzutage aber nur abseits der angespannten Wohnungsmärkte in Großstädten
  • Geht was kaputt, ist klar, wer zuständig ist. Abgesehen von Kleinreparaturen müsst Ihr Euch nicht selbst um Handwerker, Angebote oder hohe Rechnungen kümmern
  • Ihr habt keine hohen Schulden, die Euch nachts nicht gut schlafen lassen, wenn z. B. Elternzeit, Teilzeit oder Unsicherheit im Job anstehen
  • Rücklagen für Dach, Heizung oder größere Schäden müsst Ihr nicht selbst aufbauen

Was Kaufen für Familien ganz real bedeutet

Ein eigenes Zuhause fühlt sich für viele nach Sicherheit und Ankommen an. Gleichzeitig ist Kaufen eine Entscheidung, die Euch finanziell über viele Jahre bindet – und die auch dann trägt, wenn das Leben nicht nach Plan läuft. Beim Kaufen solltet Ihr deshalb realistisch einkalkulieren:

  • Kaufen lohnt sich meist nur, wenn Ihr wirklich lange bleibt, oft 10 bis 15 Jahre oder mehr
  • Neben der Kreditrate gibt es zusätzliche Kosten, zum Beispiel für Reparaturen, Rücklagen und zusätzliche Wohnwünsche, die Ihr bisher aufgeschoben habt
  • Wenn ein Elternteil weniger arbeitet oder zeitweise ganz ausfällt, darf die Finanzierung nicht ins Wanken geraten
  • Größere Reparaturen kommen selten passend und müssen trotzdem bezahlt werden

Worauf es bei Eurer Entscheidung ankommt

Am Ende geht es weniger um die Frage, was sich theoretisch rechnet, sondern darum, womit Ihr Euch im Familienalltag wohlfühlt. Stellt Euch ehrlich folgende Fragen:

  • Was passiert finanziell, wenn ein Einkommen zeitweise wegfällt?
  • Wie viel Luft brauchen wir am Monatsende, damit Geld kein Dauerthema wird?
  • Wie wichtig ist uns Flexibilität im Vergleich zum Gefühl, endgültig angekommen zu sein?

Damit Ihr diese Fragen einfacher beantworten könnt, haben wir einen Rechner dafür entwickelt: Ihr gebt dort Eure monatlichen Kosten sowie Kosten für die Miete und eine potentielle Immobilie ein. Der Rechner verrät Euch grob, mit welcher Entscheidung Ihr finanziell besser fahrt und gibt Euch einen ersten Überblick über die möglichen Kosten.

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