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Tipps & Tricks

So liest Du Deine Gehaltsabrechnung richtig

Jeden Monat bekommst Du eine Aufstellung über Deine Bezahlung. Aber worauf solltest Du achten – und wie unterscheiden sich eigentlich Lohn und Gehalt?

Jörg Leine
Finanztip-Experte für Steuern

Der Tag, an dem das Gehalt auf dem Konto landet, ist für die meisten Leute einer der wichtigsten im Monat. Aber schaust Du Dir auch die dazugehörige Abrechnung an? Oder wandert der Zettel ungelesen in einen Ordner? Verständlich, denn diese Abrechnungen sind ziemlich kompliziert. Fehler können Dich aber Geld kosten. Das solltest Du wissen:

1. Bekommst Du Lohn oder Gehalt?

Du bekommst die gleiche Summe, egal wie viele Arbeitstage der Monat hatte? Dann bekommst Du Gehalt. Das ist – bis auf variable Teile wie z. B. Schichtzulagen – jeden Monat gleich, egal ob es wie z. B. im Dezember viele Feiertage oder wie im September wenige gab.

Lohn ist leistungsabhängig, heißt: Je mehr Stunden Du arbeitest, desto mehr Geld bekommst Du. Der Lohn kann auch davon abhängen, wie viel von etwas Du produziert hast. Und: Gehalt kannst Du theoretisch an jedem Tag des Monats bekommen, Lohn bekommst Du erst im Nachhinein. Die Firma muss ja erst berechnen, wie viel Dir zusteht.

2. Freibeträge und Urlaubstage checken

Persönliche Daten wie Dein Geburtsdatum, aber auch Deine Lohnsteuerklasse (oft als "StKl" abgekürzt) findest Du i. d. R. oben links.

Falls Du Kinder hast, steht dort auch Dein Kinderfreibetrag. Freibeträge bei der Lohnsteuer und Deine Sozialversicherungsnummer findest Du dort auch. Schau, ob diese Angaben passen, ansonsten bekommst Du erstmal weniger Netto. Und: Im oberen Bereich stehen meistens auch Deine Urlaubstage.

3. Brutto und Netto finden

In der Mitte steht dann das Wichtigste: Wie viel Du bekommst und wie die Summe zustandekommt. Da steht einmal, wie sich Dein Gesamt-Brutto zusammensetzt, z. B. aus Stundenlohn, Feiertagszuschlag oder Urlaubsgeld. Schau, ob hier alles passt.

Dann kommen nacheinander Lohnsteuer plus ggf. Kirchensteuer und Soli sowie die So­zial­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge, die Dir abgezogen werden.

Bei der Sozialversicherung entfällt die Hälfte auf Dich, die andere Hälfte auf den Arbeitgeber. Du bist Midi-Jobber? Dann zahlt die Firma den vollen Arbeitgeber-Anteil bei der Sozialversicherung, Deiner steigt linear bis zur Midijob-Obergrenze von 2.000€ pro Monat. Heißt: Bei 1.000€ Gehalt zahlst Du 60,32€ in die Ren­ten­ver­si­che­rung ein. Bei 2.000€ sind es dagegen 186€. Schau hier nach, ob die Anteile passen.

Falls Du z. B. in eine betriebliche Altersvorsorge einzahlst, kannst Du unter "Netto-Bezüge/Netto-Abzüge" nachsehen, wie viel Dir die Firma dafür abzieht. Und am Ende steht dann, wie viel Du aufs Konto bekommst.

4. Abkürzung nicht verstanden?

Deine Gehaltsabrechnung ist wahrscheinlich voller Abkürzungen. Falls Du eine nicht verstehst, schau ans Ende des Zettels. Dort sind in den Fußnoten normalerweise alle Abkürzungen erklärt.

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