Du hast mindestens 5.000 € auf einem schlecht verzinsten Konto liegen? Dann könnte das Tagesgeld von Advanzia für Dich interessant sein. Die Bank wirbt mit 4,18 % effektiv pro Jahr für drei Monate. Bei 10.000 € bringt Dir das rund 103 € Zinsen vor Steuern.
Das Angebot gilt für Neukunden und läuft bis zum 31. Oktober 2026. Nach Ablauf der drei Monate bekommst Du den dann gültigen Standardzins. Der liegt zum Stand vom 21. Oktober 2026 bei 1,51 % effektiv pro Jahr – also deutlich niedriger. Außerdem musst Du Dich bei Advanzia selbst um die Angabe Deiner Zinsen in der Steuererklärung kümmern. Advanzia gehört zu unseren Tagesgeld-Empfehlungen.
Ob das Konto zu Dir passt oder ein anderes Angebot sinnvoller ist, kannst Du in unserem Tagesgeld-Vergleich prüfen. Entscheidend sind dabei nicht nur die Zinsen zum Start, sondern auch Dein Anlagezeitraum und die Frage, wie oft Du wechseln möchtest.
Was bringen Dir die drei Monate?
Die beworbenen 4,18 % sind ein effektiver Jahreszins. Darin ist berücksichtigt, dass Advanzia die Zinsen monatlich gutschreibt und liegen gelassene Zinsen anschließend mit verzinst. Der nominale Jahreszins beträgt 4,10 % – mit dieser Angabe führen wir das Angebot in unserem Vergleich. Denn eigentlich ist es unter den Banken üblich die Nominalzinsen anzugeben.
Für drei Monate bekommst Du also nicht 4,18 % auf Dein Guthaben. Bei 10.000 € sind es ungefähr 103 € vor Steuern, wenn das Geld einschließlich der Zinsgutschriften während der gesamten Aktionsphase auf dem Konto bleibt.
Das Konto ist kostenlos. Du kannst Dein Geld jederzeit auszahlen lassen und musst keine Mindestlaufzeit einhalten. Deine Einlagen sind über die gesetzliche luxemburgische Einlagensicherung bis zu 100.000 € pro Person und Bank geschützt.
Welche Bedingungen musst Du erfüllen?
Zinsen gibt es erst ab 5.000 € Guthaben. Darunter wird Dein Geld nicht verzinst. Wenn Du gerade erst anfängst, eine Rücklage aufzubauen, ist deshalb ein Konto ohne diese Mindestanlage passender. Wichtig: Liegt Dein Guthaben über 5.000 Euro wird dann der gesamte Betrag verzinst.
Die dreimonatige Aktionsphase beginnt, sobald Du die Mindesteinlage eingezahlt hast. Das Angebot gilt auch, wenn Du bereits ein Advanzia-Konto eröffnet, darauf aber noch nie Geld eingezahlt hast.
Prüfe vor Deiner ersten Überweisung noch einmal den ausgewiesenen Aktionszins. Advanzia kann das Angebot bis dahin ändern. Der zum Zeitpunkt Deiner ersten Einzahlung gültige Sonderzins gilt dann für Deine dreimonatige Aktionsphase.
Ein weiterer Punkt ist die Steuer: Advanzia führt keine deutsche Abgeltungsteuer ab. Einen Freistellungsauftrag kannst Du dort nicht einrichten. Bist Du in Deutschland steuerpflichtig, musst Du Deine Zinserträge daher selbst in Deiner jährlichen Steuererklärung angeben. Ob darauf tatsächlich Steuern anfallen, hängt unter anderem davon ab, ob Dein Sparerpauschbetrag bereits ausgeschöpft ist.
Lohnt sich dafür ein Kontowechsel?
Das Angebot passt vor allem, wenn Du mindestens 5.000 € anlegen und Du bereit bist, Dich nach drei Monaten erneut um eine gute Verzinsung zu kümmern. Setz Dir dafür am besten direkt bei der Einzahlung eine Erinnerung. So vermeidest Du, dass Dein Geld anschließend unbemerkt zum deutlich niedrigeren Standardzins liegen bleibt.
Die besten Aktionszinsen
Wir empfehlen unter anderem:
- Advanzia: 4,1 % p.a. für 3 Monate, danach 1,51 % p. a.
- Chase: 4 % p. a. für 4 Monate, danach 2,25 % p. a.
- Openbank (früher Santander): 4 % p. a. für 4 Monate, danach 2 % p. a.
- Volkswagen Bank: 3,75 % für 6 Monate, danach 1 % p. a.
Advanzia, Chase und Openbank bieten aktuell den höchsten Aktionszins. Bei Chase und Openbank ist Dir der Zins allerdings einen Monat länger garantiert.
Gute Zinsen ohne festes Aktionsende
Willst Du nicht alle paar Monate wechseln, sind unbefristete Zinsen eine Alternative:
Seit einem Jahr gute Zinsen
Wenn Dir neben der aktuellen Zinshöhe auch eine stabile Verzinsung wichtig ist, kommen diese Anbieter infrage:
- Gefa Bank: 2,4 % p. a.
- Yapi Kredi Deutschland: 2,4 % p. a.
- Ayvens Bank: 2,3 % p. a.
Je mehr Geld Du anlegst und je größer der Zinsunterschied ist, desto eher lohnt sich Tagesgeld-Hopping. Bei 10.000 € bringen vier Monate mit 4 % statt 2,3 % beispielsweise rund 57 € mehr vor Steuern.
Unser Tipp: Willst Du den höchsten Aktionszins unter unseren Empfehlungen, sind Advanzia, Chase und Openbank aktuell vorne. Willst Du möglichst wenig wechseln, ist die Gefa Bank mit 2,4 % Standardzins interessanter. Welche Bank für Deine Anlagesumme und Deinen gewünschten Zeitraum am besten passt, findest Du im Finanztip-Tagesgeldvergleich.
Zum Tagesgeld-Vergleich
Zinsen auf dem Tagesgeldkonto reichen nicht
Denk aber auch bei den besten Tagesgeld-Zinsen immer dran: Sie sind nur ein kleiner Schutz gegen die Inflation, die alles was Du kaufst nach und nach teurer macht. Für richtigen Vermögensaufbau brauchst Du also eine Anlageform, die dauerhaft deutlich über der Inflationsrate (Zielwert der EZB: 2 %) liegt. Das machst Du am besten mit einem ETF, der weltweit in Unternehmen anlegt. Hier konntest Du in der Vergangenheit und über Zeiträume von mindestens 15 Jahren mit mindestens 6 % Rendite pro Jahr rechnen.
Sobald auf Deinem Tagesgeld-Konto also genug Geld für Deinen Notgroschen (3-6 Nettomonatsgehälter) und für absehbare größere Ausgaben oder eine Anzahlung für einen Immobilienkauf liegt, solltest Du das restliche Geld in einen ETF investieren – am besten per monatlicher Sparrate zu Beginn jedes Monats.
Dazu brauchst Du ein günstiges Wertpapierdepot. Wir empfehlen Dir dafür vor allem Traders Place und Comdirect. Weitere Anbieter wie Smartbroker+, Scalable Capital, Flatex, ING, Finanzen.net Zero, Consorsbank, Trade Republic, S Broker, Merkur und Comdirect Pure findest Du in unserem Broker- & Depot-Vergleich.