Fragst Du Dich auch hin und wieder, welche Versicherungen Du eigentlich wirklich brauchst? Um mit ein paar typischen Irrtümern aufzuräumen, geben wir Dir heute mal einen kleinen Überblick:
Irrtum 1: Die Hausratversicherung ist eine der wichtigsten
Das eigene Hab und Gut zu schützen erscheint wichtig und weniger abstrakt als z. B. für die eigene Gesundheit in 20 Jahren vorzusorgen. Aber wenn Du das Risiko eines Schadens bei Dir als gering einschätzt oder Du Deinen Hausrat zur Not auch aus der eigenen Tasche nochmal anschaffen könntest, brauchst Du keine Hausratversicherung. Für Dinge wie das Fahrrad, das nachts irgendwo draußen angekettet ist, zahlt die Versicherung sowieso nicht, außer Du hast dafür eine Zusatzklausel abgeschlossen.
Möchtest und kannst Du das finanzielle und ggf. hohe Risiko eines Schadens dagegen nicht allein tragen, kannst Du eine Hausratversicherung abschließen. Für einen Versicherungsvergleich empfehlen wir Dir Verivox und Mr-Money. Wenn Du keine Vorschäden hast und keine Fahrräder extra absichern möchtest, kannst Du außerdem Check24 nutzen.
Irrtum 2: Eine BU ist unnötig und zu teuer
Ja, eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht gerade günstig. Aber überleg mal, was Du da eigentlich absicherst: Deine Arbeitskraft für Dein gesamtes Leben – und die ist schon verdammt viel wert. Vor allem bei Büro-Arbeitenden herrscht außerdem oft der Gedanke: „Im Büro kann mir nichts passieren“. Naja – doch. Circa ein Drittel aller BU-Fälle beruhen auf psychischen Erkrankungen. Dann folgen Erkrankungen, die den Bewegungsapparat betreffen sowie Krebs. Diese Risiken zusammengenommen kannst Du nie komplett ausschließen.
Da der Abschluss einer BU komplex ist, empfehlen wir Dir Versicherungsmakler und -maklerinnen: Hoesch & Partner, Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung, von Buddenbrock Concepts, BVLG - Beamtenversorgung leicht gemacht und CS Capital Synergy.
Irrtum 3: Wer vorsichtig ist, braucht keine Haftpflicht
Du kannst im Leben noch so vorsichtig sein – einen Unfall kannst Du nicht ausschließen. Und wenn Du dann z. B. auch noch schuld daran bist, dass jemand in Reha muss, zahlst Du nicht nur die Behandlung und Schmerzensgeld, sondern auch noch den Verdienstausfall. Stirbt die Person durch Dein Verschulden, können die Forderungen der Hinterbliebenen in die Millionen gehen. Eine Haftpflicht solltest Du also auf jeden Fall abschließen.
Wir empfehlen Dir die Tarife AO Now Premium, Getsafe Premium, BavariaDirekt Komfort L, Neodigital Neo XXL und Phönix Premium. Für Familien ist die Die Haftpflichtkasse "Einfach Besser" empfehlenswert – und für Personen über 55 Jahre der Tarif Adam Riese XXL.
Irrtum 4: Die Krankenkasse reicht im Ausland aus
Nicht wirklich: Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen meistens nur einen Bruchteil der Kosten, wenn Du im Ausland krank wirst. Bei einem medizinischen Rücktransport aus den USA nach Deutschland können im Worst Case um die 80.000 € fällig werden. Ein Extremfall? Mag sein, aber auch ein einziger Tag im Krankenhaus im Ausland kann Dich gleich mal ein paar Tausend Euro kosten. Eine gute Auslandskrankenversicherung kommt für all diese Kosten auf.
Finanztip empfiehlt für Singles die Auslandskrankenversicherungen DKV (Reisemed Tarif RD), Nürnberger (AE), Concordia (AKE) und Debeka (AR). Als Familie raten wir Dir zu DKV (Familymed Tarif RDN), TravelSecure (AR ohne SB) oder Huk24 (RIF20).
Irrtum 5: Eine Lebensversicherung ergibt nur in der Ehe Sinn
Nein, eine Risikolebensversicherung ist immer sinnvoll, wenn Ihr z. B. eine Immobilie auf Kredit gekauft habt und den im Todesfall eines Partners weiterbezahlen müsst. Und auch dann, wenn Ihr Kinder habt und Euch als Familie absichern wollt. Als unverheiratetes Paar habt Ihr ein besonderes Risiko: Denn im Todesfall gibt es für Euch nicht mal die Witwen- oder Witwerrente. Wichtig: Ihr solltet Euch aber Über-Kreuz versichern. Was das heißt, erklären wir Dir in unserem Ratgeber zur Risikolebensversicherung.
Übrigens: Welche Versicherungen Du Dir hingegen sparen kannst, haben wir hier für Dich aufgelistet.