Maurer
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Du willst ein Haus oder eine Wohnung kaufen? Oder ein Baugrundstück? Dann hast Du bestimmt schon festgestellt, dass die Kaufnebenkosten nicht zu unterschätzen sind. Einen großen Teil macht die Grunderwerbsteuer aus: Je nach Bundesland beträgt sie 3,5 bis 6,5 Prozent des Kaufpreises.

Mit diesen fünf Tipps kannst Du sparen:

Tipp 1: Grunderwerbsteuer komplett vermeiden

In bestimmten Konstellationen musst Du überhaupt keine Grunderwerbsteuer zahlen. Steuerfrei bleibt der Kauf unter nahen Angehörigen, die in gerader Linie miteinander verwandt sind: also Verkäufe zwischen Eheleuten, Eltern und Kindern sowie Großeltern und Enkeln.

Erwirbst Du die Immobilie als Teil des Zugewinnausgleichs von Deinem Ex-Partner oder Deinen Schwiegereltern, wird ebenfalls keine Grunderwerbsteuer fällig.

Tipp 2: In einem anderen Bundesland investieren

Die Steuersätze sind unterschiedlich: Bist Du beim Ort flexibel, kannst Du Dich vielleicht für eine Immobilie in einem Bundesland entscheiden, in dem ein niedriger Steuersatz gilt.

Ein Beispiel: Auf ein Grundstück für 200.000 Euro müsstest Du im thüringischen Meiningen derzeit 13.000 Euro Grunderwerbsteuer zahlen. Wenige Kilometer weiter im bayerischen Mellrichstadt sind gerade mal 7.000 Euro fällig, also nur etwas mehr als die Hälfte.

Ziegel
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Tipp 3: Verträge für Grundstück und Haus trennen

Wenn Du neu bauen willst, solltest Du erst das Grundstück kaufen und später mit dem Hausbau beginnen. Dann musst Du nur für den Grundstückskauf die Grunderwerbsteuer tragen. Kostet das Grundstück 100.000 Euro und das Haus darauf 250.000 Euro, sparst Du rund 70 Prozent der Steuer!

Wichtig: Beide Verträge müssen zeitlich und inhaltlich getrennt sein. Dazwischen sollte mindestens ein halbes Jahr liegen. Und Du solltest das Grundstück nicht von der Firma kaufen, die Dir das Haus baut.

Tipp 4: Inventar extra ausweisen

Ist das gekaufte Haus schon eingerichtet? Lass Möbel im Kaufvertrag extra ausweisen. Denn Du musst nur Grunderwerbsteuer auf untrennbar mit dem Gebäude verbundene Gegenstände zahlen. Dazu zählen Brennöfen, Gewächshäuser, Mauern, Zäune, Hof-, Weg- und Platzbefestigungen. Als (bewegliches) Inventar gelten dagegen neben Möbel auch Einbauküche, Markise, Sauna und Gartenhaus.

Rund 15 Prozent vom ursprünglichen Kaufpreis für die Einrichtung akzeptiert das Finanzamt erfahrungsgemäß ziemlich klaglos. Ist die Summe größer, solltest Du sie gut belegen können.

Tipp 5: Steuer mit Verkäufer teilen

Im notariellen Kaufvertrag ist oft geregelt, dass der Käufer die Grunderwerbsteuer übernehmen muss. Aber nicht immer. Gibt es im Vertrag keine entsprechende Formulierung, müssen sich Käufer und Verkäufer die Steuer hälftig teilen.

Worauf Du beim Hauskauf sonst noch achten musst, erfährst Du hier.

Zum Ratgeber

Timo Halbe
Autor

Stand:

Timo Halbe ist freier Autor bei Finanztip. Er hat an der TU Dortmund Wirtschaftspolitischen Journalismus studiert und sein Volontariat bei Finanztest von der Stiftung Warentest absolviert. Seitdem schreibt er als freier Journalist zu allen möglichen Dingen rund um Finanzen.

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