Bahnfahrt
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Sparpreis reicht nicht mehr – seit Sommer 2018 können Sie Fahrkarten bei der Deutschen Bahn zum Super-Sparpreis buchen. Die herkömmlichen Sparpreis-Tickets gibt es weiterhin, allerdings zu anderen Konditionen als bisher. Beiden Sparpreis-Arten ist gemein, dass Sie die einmal gewählte Verbindung auch nutzen müssen (Zugbindung). Wer flexibel bleiben will, muss tiefer in Tasche greifen – und ein sogenanntes Flexticket buchen.

Super-Sparpreis-Tickets sind ab knapp 20 Euro (2. Klasse) beziehungsweise 30 Euro (1. Klasse) zu haben. Normale Sparpreis-Tickets kosten rund 24 bzw. 36 Euro und aufwärts. Mit einem Super-Sparpreis-Ticket können Sie auch den Nahverkehr der Bahn zum Start- und vom Zielbahnhof nutzen, also RB, RE, IRE oder S-Bahn (nicht jedoch U-Bahn, Tram und Bus). Entsprechende Start- und Zielbahnhöfe müssen Sie bei der Buchung bereits angeben.

Mit einem Sparpreis-Ticket können Sie in vielen Städten hingegen auch U-Bahn, Tram und Bus nutzen (City-Ticket). Beide Sparpreisvarianten werden 25 Prozent günstiger, wenn Sie eine Bahncard haben (egal ob Bahncard 25 oder Bahncard 50).

Die wichtigste Regel, um günstig Bahn zu fahren lautet: so früh wie möglich um Tickets kümmern. Sechs Monate im Voraus schaltet die Bahn die Sparpreise und Super-Sparpreise frei. Am besten buchen Sie spätestens zwei Wochen vor Ihrer Reise. Dann zahlen Sie im Schnitt weniger als die Hälfte im Vergleich zu einem Flexpreis-Ticket. Aber selbst 24 Stunden vor Abfahrt gibt es oft noch Sparpreis-Ticktes, die im Schnitt ein Drittel günstiger sind. Das hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) für seinen Bahntest 2018/2019 ermittelt.

Die Untersuchung zeigte außerdem, an welchen Wochentagen man mit der Bahn am günstigsten reist. Demnach sind die finanziell besten Reisetage mit den größten Rabatten Dienstag und Mittwoch. Auch am Montag, Donnerstag und Samstag sind viele Sparpreis-Tickets verfügbar, allerdings mit etwas geringerer Ersparnis. Deutlich weniger Sparpreis-Tickets gibt es freitags und sonntags. Buchen Sie Ihre Fahrten für diese Tage also besser deutlich im Voraus.

Weitere Tipps, wie Sie an günstige Bahntickets kommen, finden Sie im Ratgeber von Finanztip.

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Daniel Pöhler arbeitet am Newsletter und wirkt als stellvertretender Textchef an der sprachlichen Qualität der Finanztip-Texte mit. Seine redaktionellen Schwerpunkte sind Mobilität und Digitales. In seinem Volontariat bei einem Münchner Fachmagazin hat er erfahren, wie die Telekommunikations-Branche und der Handel ticken. Daniel hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.

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