Tipps & Tricks

7 Geld-Ausreden – und wie Du sie vermeidest

Keine Zeit, zu kompliziert, lohnt sich nicht? Wenn es ums Geld geht, finden wir schnell Ausreden. Welche besonders verbreitet sind – und wie Du sie loswirst.

Redakteurin Anna Karolina Stock
Anna Karolina Stock Private Finanzen
Geld

Viele Leute kümmern sich nicht um ihr Geld. Aber warum ist das eigentlich so? Diese sieben Ausreden sorgen oft dafür, dass Monat für Monat bares Geld liegen bleibt. Schauen wir uns mal an, welche es so gibt und wie Du sie einfach in den Griff bekommst.

1. “Ich hab keine Zeit”

Der erste Schritt – eigentlich bei allen Ausreden – ist immer erstmal überhaupt zu realisieren, dass es eine Ausrede ist. Und sind wir mal ehrlich: Vor allem die Aussage, keine Zeit zu haben, ist oft sehr subjektiv. Für eine Folge Netflix finden wir immer Zeit und das ist natürlich okay, aber hier geht es vor allem ums Prioritäten setzen.

Deswegen solltest Du bewusst Zeit einplanen, um Dich um Dein Geld zu kümmern. Oft kostet das auch gar nicht so viel Zeit. Schau z. B., dass Du einmal im Jahr Deine Sparrate anpasst und all Deine Verträge durchschaust und ggf. wechselst. Oft kündigt der neue Anbieter für Dich, sodass das Ganze pro Vertrag locker in unter 30 Minuten erledigt ist. Nimm Dir einen konkreten Tag, an dem Du Dich um alles kümmerst – und schon hast Du den Rest des Jahres Deine Ruhe.

2. “Kann ich später immer noch machen”

Klar, aber die Frage ist: zu welchem Preis? Der Spruch “Zeit ist Geld” geht nämlich in beide Richtungen. Und nicht aufgewendete Zeit kann Dich in dem Fall einiges kosten. Heißt: Wenn Du z. B. jetzt zu einem Stromtarif wechselst, der 20 € weniger im Monat kostet und nicht erst in einem Jahr, sparst Du schon 240 €.

Beim ETF ist der Unterschied nochmal krasser: Nehmen wir an, Du fängst mit einem Startkapital von 5.000 € an und zahlst über 30 Jahre monatlich 150 € ein. Wenn Du “nur” ein Jahr später beginnst, kostet Dich das bei einer jährlichen Rendite von durchschnittlich 6 % schon mehr als 6.000 €. So eine Rechnung kannst Du ganz leicht mit unserem Sparplan-Rechner machen.

3. “Das ist alles zu kompliziert”

Hier gilt: Finde einen Weg, der zu Dir passt. Es gibt nicht immer nur die eine Lösung. Ein Haushaltsbuch führen manche z. B. lieber digital, andere machen es auf Papier. In beiden Fällen kannst Du unsere praktische Excel-Vorlage nutzen:

Zur Haushaltsbuch-Vorlage

Bei einer Steuererklärung kann eine Software für wenig Geld den komplizierten Teil für Dich übernehmen. Und auch hier unterstützen wir Dich in der Finanztip App und im Finanztip Newsletter natürlich bei jedem Schritt. 

4. “Das lohnt sich nicht”

Du oder jemand in Deinem Umfeld denkt: Für die paar Euro lohnt sich das doch nie. Doch – genau hier täuscht man sich leicht. Auch vorerst scheinbar kleine Summen läppern sich, sodass nach einem oder zwei Jahren ganz schön was zusammenkommt. Erst recht, wenn Du die paar Euro in mehreren Bereichen – z. B. all Deinen Verträgen – sparst.

Außerdem ist es wichtig, den Wandel mitzugehen. Die Inflation frisst Dein Geld sonst auf und besonders die junge Generation wird im Rentenalter angespartes Vermögen brauchen. An Dingen wie Tagesgeld und ETFs führt also kein (guter) Weg vorbei.

5. “Macht jemand anderes für mich”

Ist bei Dir noch eine Beraterin oder ein Berater am Werk? Hier solltest Du nicht nur im Kopf haben, dass das meist nicht wenig kostet, sondern auch, dass solche Leute nicht unbedingt immer das Beste für Dich wollen. Sie verdienen ihr Geld meistens auch durch Provisionen und ähnliches.

In einigen wenigen Fällen ist es sinnvoll, wenn Du Dich beraten lässt – z. B. für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. In jedem Fall solltest Du dann aber schauen, dass die Person unabhängig ist. Wir empfehlen Dir verschiedene Makler, die wir auf Herz und Nieren geprüft haben: Hoesch & Partner, Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung, von Buddenbrock Concepts, BVLG - Beamtenversorgung leicht gemacht und CS Capital Synergy.

6. “Ich hab eh kein Geld zum Sparen oder Investieren”

Ja, es gibt leider genug Leute, die monatlich schauen müssen, wie sie über die Runden kommen. Aber: Geldanlegen geht nicht nur mit riesigen Summen. Fang mit dem an, was Du hast. Auch wenn es erstmal nur 25 € im Monat sind. So baust Du Dir über die Zeit hinweg ein Notpolster auf. Und sobald das steht, kannst Du mit dem ETF-Sparen beginnen.

7. “Geld ist mir nicht so wichtig”

Du willst lieber das Leben genießen, anstatt aufs Geld zu schauen? Das geht auf jeden Fall beides. Mit einem Überblick über Dein Geld und der Gewissheit, dass Du Dich gut darum kümmerst bzw. es gut anlegst, kannst Du das Leben womöglich sogar noch mehr genießen. Denn am Ende geht es nicht darum, auf alles zu verzichten – sondern darum, bewusst zu entscheiden.

Dein nächster Schritt?

Such Dir eine der sieben Ausreden raus, die Dir am bekanntesten vorkommt – und nimm sie Dir diese Woche konkret vor. Oft reicht schon ein kleiner erster Schritt, um langfristig mehr aus Deinem Geld zu machen.

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Von Anna Karolina Stock, und Amelie Junk
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