Die Kaufprämie für Elektroautos ist zurück – und zwar rückwirkend für Neuzulassungen seit dem 1. Januar 2026. Je nach Einkommen, Familiengröße und Fahrzeugtyp bekommst Du über dieses Antragsportal ab sofort zwischen 1.500 und 6.000 € Zuschuss vom Staat.
Für wen gilt die neue E-Auto-Förderung?
Für Privatpersonen, die ein neues Elektroauto kaufen oder leasen. Bist Du selbstständig, darfst Du das Auto also nicht dem Betriebsvermögen zuordnen. Außerdem muss es mindestens 36 Monate auf Dich zugelassen sein bzw. bleiben. Auch bestimmte Plug-in-Hybride werden gefördert – allerdings deutlich schwächer als reine E-Autos.
Für reine Elektroautos gibt es 3.000 € Basisförderung. Das zu versteuernde Einkommen (zvE) Deines Haushalts darf aber max. 80.000 €/Jahr betragen. Zur Orientierung: Das entspricht einem monatlichen Haushalts-Netto von ca. 4.800 €/Monat für Ledige oder 5.400 €/Monat für Ehepaare.
Wer zählt zum Haushalt?
Als Haushalt zählt, wer gemeinsam wirtschaftet. Kinder, die schon Geld verdienen oder die Mutter im Rentenbezug gehören aber nicht dazu. Es zählt die Ehe oder eine eheähnliche Partnerschaft.
Wer mehr Förderung bekommt
Pro Kind erhöht sich die Einkommensgrenze für die Förderung um 5.000 €, maximal auf 90.000 €. Außerdem gelten für geringere zvE höhere Fördersummen:
- bis 45.000 € zvE (Durchschnitt der letzten zwei Jahre): 5.000 € Förderung
- bis 60.000 €: 4.000 € Förderung
- bis 80.000 €: 3.000 € Förderung
- zusätzlich 500 € Förderung pro Kind, maximal 1.000 € extra
Damit sind insgesamt bis zu 6.000 € Förderung für ein Auto möglich. Plug-in-Hybride bekommen nur 1.500 € Grundförderung.
Hier siehst Du alle Fälle auf einen Blick:

Hier findest Du Dein zvE
Direkt im Steuerbescheid. Für den Förderantrag werden die zwei aktuellsten Bescheide herangezogen, die höchstens drei Jahre alt sein dürfen – also z. B. aus den Jahren 2023 und 2024. Daraus wird der Durchschnitt gebildet.
Nicht benötigte Daten (z. B. Spenden, Kirchenzugehörigkeit etc.) darfst Du schwärzen, bevor Du die Bescheide im Antragsportal hochlädst. Hast Du bisher keine Steuererklärungen abgegeben, kannst Du das für die Vorjahre noch nachholen.
Das bedeutet das für Dich
Die neue Förderung kann ein E-Auto deutlich günstiger machen – vor allem für Familien oder Haushalte mit kleinerem Einkommen. Trotzdem solltest Du nicht nur auf die Prämie schauen. Entscheidend ist am Ende die Gesamtrechnung:
- Wie teuer ist das Auto?
- Wie hoch sind Versicherung und Wartung?
- Wie lange willst Du das Auto fahren?
Und manche Hersteller könnten ihre Preise wegen der Förderung wieder anheben.
Das brauchst Du für den Antrag
Der Antrag funktioniert nur mit einer BundID – also dem staatlichen Online-Konto für digitale Behördendienste. Wenn Du noch keine hast, solltest Du sie also einrichten. Hast Du schon einen elektronischen Personalausweis, geht das schnell. Ansonsten brauchst Du ein Elster-Zertifikat, was etwas länger dauert.
Aber keine Panik: Du kannst den Förderantrag noch bis zu ein Jahr nach Zulassung stellen. Auch der Fördertopf ist so groß bemessen, dass die Mittel kurz- und mittelfristig nicht ausgehen dürften. Außerdem kann es zum Start neuer Förderprogramme ohnehin zu Wartezeiten oder technischen Problemen beim Antragsportal kommen.
Außerdem hilfreich:
- Leg Deine Steuerbescheide der letzten zwei Jahre bereit
- Halte Deinen Kauf- oder Leasingvertrag griffbereit
- Halte Deine Zulassungsbescheinigung bereit
- Halte Deine Kindergeld-Nachweise bereit
Warum die Prämie zurückkommt
Die frühere E-Auto-Förderung war Ende 2023 überraschend gestoppt worden. Danach gingen die Verkaufszahlen von Elektroautos deutlich zurück. Mit der neuen Prämie will die Bundesregierung den Umstieg auf E-Autos wieder ankurbeln.
Neu ist vor allem die soziale Staffelung: Haushalte mit niedrigerem Einkommen und Familien sollen stärker profitieren als Gutverdiener. Kritiker bemängeln allerdings, dass weiterhin nur Neuwagen gefördert werden. Für viele Verbraucher dürften gebrauchte E-Autos deutlich interessanter sein.
Unser Rat
Kauf kein E-Auto nur wegen der neuen Prämie. Rechne vorher die gesamten Kosten durch und vergleich verschiedene Modelle. Und oft kann auch ein gebrauchtes E-Auto die bessere Wahl sein. Alle Details liest Du in unserem Ratgeber E-Auto-Förderung.