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Buy now, pay later: Wenn aus später teurer wird

"Buy now, pay later": Warum Du Zahlungen besser nicht aufschieben solltest

Finanztip Redaktion
Von Josefine Lietzau, Martha Falkenburger
Buynowpaylater

Erst shoppen, später bezahlen: Laut einer BaFin-Umfrage nutzen 20 Prozent der 18- bis 60-jährigen Onlinekäufer „Buy now, pay later“ beim Online-Einkauf. 14 Prozent dieser Gruppe gaben zudem an, schon einmal den Überblick über offene Rechnungen oder Raten verloren zu haben.

Mit „Buy now, pay later“ zahlst Du Deinen Einkauf später (per Rechnung oder in Raten). PayPal und Klarna machen das beim Online-Shopping besonders einfach.

Später zahlen kann teuer werden

Beim klassischen Rechnungskauf fallen normalerweise keine zusätzlichen Kosten an, solange Du pünktlich zahlst. Verpasst Du die Frist, können dagegen Mahn- und später auch Inkassokosten dazukommen. Vor allem mehrere offene Rechnungen gleichzeitig können schnell unübersichtlich werden.

Noch teurer kann die Ratenzahlung sein. Bei PayPal kannst Du Einkäufe kostenlos nach 30 Tagen bezahlen. Entscheidest Du Dich für Raten, werden aktuell je nach Laufzeit 11,49 % oder 12,49 % effektiver Jahreszins fällig. Damit kann die Ratenzahlung ähnlich teuer sein wie ein Dispo. Wie viel Du tatsächlich zahlst, hängt aber unter anderem von der Laufzeit und möglichen Aktionskonditionen oder Boni ab. Schau deshalb nicht nur auf die Monatsrate, sondern vor allem auf den effektiven Jahreszins und die Gesamtkosten.

Wir raten Dir deshalb von verzinsten Ratenkäufen für Konsumgüter ab.

Besser: Erst sparen, dann kaufen

Der Klick auf „später bezahlen“ ist schnell geschehen. Doch frag Dich vorher: Könntest Du den Einkauf auch heute komplett bezahlen? Wenn nicht, überleg, ob Du ihn wirklich brauchst. Ist die Anschaffung verzichtbar, gilt: Kannst Du sie Dir heute nicht leisten, solltest Du sie Dir auch nicht auf Pump leisten.

Damit Du bei größeren Ausgaben nicht auf Raten angewiesen bist, solltest Du rechtzeitig Rücklagen bilden. Eine Orientierung bietet die 50-30-20-Regel: 50 % Deines Nettogehalts gehen in notwendige Ausgaben, 30 % in Wünsche und 20 % ins Sparen. Damit baust Du zuerst einen Notgroschen von mindestens drei Nettomonatsgehältern auf.

Den Notgroschen parkst Du am besten auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto. Wir empfehlen zum Beispiel Chase mit 4,0 % p. a. für vier Monate oder die Ikano Bank mit 3,91 % p. a. für drei Monate.

Danach kannst Du langfristig Vermögen aufbauen, zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan. Für einen langfristigen Anlagehorizont kommen breit gestreute ETFs auf Welt-Aktienindizes wie MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66), FTSE All-World (IE00BK5BQT80) oder MSCI World (IE00BFY0GT14) infrage.

Mach aus „Buy now, pay later“ kein „Buy now, worry later“. Wenn Du einen verzichtbaren Kauf heute nicht bezahlen kannst, warte lieber, bis Du das Geld dafür zusammen hast.

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