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Energy Sharing: Wie Du Solarstrom künftig gemeinsam nutzen kannst

Mit Energy Sharing könntest Du künftig mehr aus Deiner Solaranlage herausholen – ganz ohne klassische Einspeisung ins Netz.

Energy Sharing

Wenn Du eine Photovoltaikanlage hast, kannst Du Deinen Strom ab sofort mit Nachbarn oder anderen Menschen in der Umgebung teilen. Möglich macht das eine neue Regelung zum sogenannten Energy Sharing, die ab Juni gilt.

Bisher gab es oft nur eine Möglichkeit für Deinen überschüssigen Solarstrom: Ihn ins öffentliche Netz einspeisen. Dafür gibt es zwar eine Vergütung, die fällt aber häufig eher niedrig aus.

Beim Energy Sharing wird der Strom stattdessen innerhalb einer "Energiegemeinschaft" genutzt. Das können Nachbarn, Freunde oder auch ganze Wohnquartiere sein. Wenn der selbst erzeugte Strom nicht komplett im eigenen Haushalt verbraucht wird, lässt er sich künftig also vor Ort weitergeben. Nachbarn ohne eigene Solaranlage könnten dann ebenfalls nachhaltig erzeugten Strom nutzen.

Lohnt sich das schon jetzt?

Ein Beispiel: Kostet eine 10-kWp-Anlage rund 14.000 € und erzeugt über 20 Jahre etwa 200.000 kWh Strom, liegen Deine reinen Stromerzeugungskosten bei rund 9 ct/kWh. Für das Teilen des Stroms werden zusätzlich Netzentgelte sowie weitere Abgaben fällig, dadurch kommen weitere rund 16 ct/kWh hinzu. Der Strom würde dann insgesamt etwa 25 ct/kWh (brutto knapp 30 ct/kWh) kosten – und wäre damit oft nicht deutlich günstiger als ein normaler Stromtarif.

Dazu kommt: Alle Beteiligten brauchen intelligente Stromzähler. Außerdem müssen Verträge geschlossen und die Strommengen genau erfasst werden. Viele praktische Fragen sind bislang noch offen. Deshalb dürfte es noch einige Zeit dauern, bis Energy Sharing im Alltag vieler Haushalte ankommt.

Fazit

Falls die Einspeisevergütung künftig wegfallen sollte, könnte Energy Sharing eine interessante Alternative für überschüssigen Solarstrom werden. Dann ließe sich der Strom zumindest direkt in der Nachbarschaft nutzen statt ihn anderweitig vermarkten zu müssen. Es müssen aber einige Faktoren zusammenkommen, damit das in Deiner Nachbarschaft auch tatsächlich möglich wird.

Planst Du eine eigene Photovoltaikanlage, lohnt es sich, mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen. Dabei können Dir Vermittler wie photovoltaik-angebotsvergleich.de, solaranlagen-portal.com oder gruenes.haus helfen. In unserem Ratgeber Photovoltaik zeigen wir Dir außerdem, worauf Du bei Planung, Kosten und Wirtschaftlichkeit achten solltest.

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Von Benjamin Weigl, und Martha Falkenburger
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