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EZB erhöht die Zinsen: Das könnte sich jetzt für Dein Geld ändern

Die EZB hat eine kleine Zinswende eingeleitet – mit der Erhöhung könntest Du bald auch von mehr Zinsen profitieren, wenn Du nicht dauernd das Tagesgeldkonto wechselst.

Timo Halbe
Von Timo Halbe und Jonas Fehling
EZB plant jetzt höhere Zinsen: Steigen auch die Standardzinsen?

Die EZB hat zum ersten Mal seit September 2023 die Leitzinsen wieder leicht erhöht – von 2 auf 2,25 %. Vor allem wegen der Inflation: In Deutschland war die Rate im Mai (vrstl. 2,6 %) zwar niedriger als im April (2,9 %). Das lag allerdings am auf zwei Monate befristeten Tankrabatt von 17 ct/l.

Der Irankrieg ist aber ungelöst, die Inflationssorgen bleiben groß. Und im Euroraum lag die Monatsrate für Mai sowieso schon bei 3,2 % – erneut höher als im Vormonat und deutlich über dem EZB-Ziel von 2 %. Deshalb hat die EZB jetzt gehandelt.

Wo Du das spüren wirst?

Bei den Bauzinsen eher nicht. Hier ist ein längerfristiger Zinsanstieg bereits eingepreist, ganz kurzfristige EZB-Entscheidungen spielen keine große Rolle mehr.

Anders wird das bei den Tagesgeld-Zinsen sein, endlich auch abseits von Aktionszinsen. Zuletzt sind nur Angebote für neue Kundinnen und Kunden – auf bis zu 4 % p. a. für vier Monate bei Chase und der Norisbank – stark gestiegen: 

Die Standardzinsen ohne zeitliche Frist haben sich bisher nur leicht nach oben bewegt. Denn hier warten die Banken meistens auf die EZB, bevor sie erhöhen. Wahrscheinlich gibt es also auch hier bald etwas höhere Zinsen. Aktuell gibt’s noch max. 2,3 % p. a. bei Ayvens Bank.

Auch beim Depotanbieter Trade Republic, der den EZB-Zinssatz bisher 1:1 weitergegeben hat, dürfte es in Kürze den kleinen Sprung um 0,25 Prozentpunkte geben.

Beim Festgeld ist es wieder etwas anders: Hier haben die Banken zuletzt schon spürbar erhöht. Und bei Geldmarkt-ETFs? Da nimmst Du einen EZB-Anstieg sowieso automatisch mit.

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