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Gold fällt drastisch – jetzt verkaufen oder nachkaufen?

Nach dem letzten Höhenflug geht es beim Goldpreis wieder bergab. Das bedeutet die Entwicklung für Dich.

Timo Halbe
Timo Halbe Geldanlage
Gold fällt drastisch – jetzt verkaufen oder nachkaufen?

Folgte noch zu Jahresbeginn ein Rekordhoch auf das nächste, hat der Goldpreis zuletzt wieder eine andere Richtung eingeschlagen: Inzwischen hat Gold sämtliche Gewinne seit Jahresbeginn wieder eingebüßt – von zeitweise über 4.600 € auf nur noch gut 3.900 € pro Feinunze (Stand: 25. März 2026, 7 Uhr). Bei Silber gibt es noch stärkere Verluste – von knapp 100 € auf gut 60 € pro Feinunze.

Diese Entwicklung überrascht – denn vor allem Gold und teilweise noch Silber gelten eigentlich als “Krisenanlagen”.

Warum der Kurswechsel?

Tatsächlich ist Gold in Krisen oft gestiegen. Ein Automatismus ist das aber nicht. Denn der Goldpreis unterliegt auch immer hohen Schwankungen und so kann es sein, dass er trotz voranschreitender Krise fällt. 

In der aktuellen Situation wollen scheinbar manche Anlegerinnen und Anleger ihre Gewinne einfahren. Und der zuletzt wieder stärker gewordene US-Dollar gilt dabei als noch sicherer Hafen als Gold.

Das wird dann schnell zur Kettenreaktion: Aus Angst vor weiteren Verlusten verkaufen noch mehr Menschen ihr Gold und investieren es anders – z. B. in Tages- oder Festgeld, wo vor allem Neukundinnen und -kunden aktuell mit attraktiven Zinsen gelockt werden.

Was bedeutet das für Dich?

Bist Du bereits in Gold investiert, solltest Du nicht überstürzt handeln: Denn die Verluste kommen von einem sehr hohen Niveau. Einen realen Verlust hast Du nur, wenn Du zu einem höheren Kurs gekauft hast, als Du später verkaufst. Und auch bei Gold solltest Du langfristig denken und nicht kurzfristig spekulieren.

Unbedingt in Gold investiert sein musst Du ohnehin nicht: Wir empfehlen Dir – wenn überhaupt – höchstens 10 % Deines Vermögens in Gold zu investieren. Wenn Du das ohnehin vorhattest, kannst Du die etwas günstigeren Preise als noch vor einigen Tagen als Einstieg nutzen. Gleiches gilt für Silber, davon raten wir Dir allerdings kompett ab, da die Schwankungen noch stärker sind als bei Gold.

So kannst Du in Gold investieren

Neben Deinem unverzichtbaren Zinsbaustein (z. B. einem Tages- oder Festgeldkonto) und einem risikoarmen Renditebaustein (z. B. Aktien-ETFs) kannst Du Deinem Portfolio etwas Gold beimischen:

  • Über Gold-ETCs – das sind an der Börse gehandelte Gold-Wertpapiere – kannst Du indirekt an der Wertentwicklung teilhaben
  • Möchtest Du nicht auf “echtes” Gold verzichten, kauf bei seriösen Händlern. Mehr dazu in unserem Ratgeber “Gold kaufen” 

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Von Timo Halbe, und Larissa Glas
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