Tipps & Tricks

Inflation in Sicht: So handelst Du richtig

Steigende Preise für Sprit und Heizöl, und auch Nahrungsmittel könnten teurer werden. Was kannst Du tun? Und was solltest Du lassen?

Timo Halbe
Timo Halbe Geldanlage
Inflation in Sicht

Inflation: Du bekommst fürs gleiche Geld weniger
Spritpreise: Sind bereits gestiegen, mehr könnte folgen
Wichtig: Nicht in Panik verfallen und ein paar Sachen beachten

An Tankstellen hast Du es schon gemerkt: Die Preise für Benzin und Diesel sind deutlich gestiegen. Auch Heizöl ist teurer geworden. Bei anderen Waren, z. B. Gas, Strom oder auch Lebensmitteln ist die Entwicklung aber noch nicht so klar.

Trotzdem bleibt die Sorge: Kommt die Inflation zurück? Wir haben ein paar schnelle Tipps, mit denen Du zumindest etwas auf steigende Preise reagieren kannst:

1. Nutz gute Preise – vor allem im Auto

Ums Tanken kommst Du wahrscheinlich nicht herum. Verschaff Dir mit Tank-Apps einen Überblick über Preise. Dabei hilft Dir bald die neue Regel, dass Preise nur noch einmal am Tag, um 12 Uhr steigen dürfen. Und wenn Du gute Preise siehst, nutz sie – auch wenn Du z. B. nur für 20 € tankst. Mehr Tipps findest Du in unserem Ratgeber.

2. Denk beim Strom über eine Preisgarantie nach

Wohin die Preise beim Strom gehen, ist noch nicht klar. Hier wirken sich die steigenden Preise für Gas zwar schon aus, erneuerbare Energien dämpfen diesen Effekt aber.  

Dadurch werden Frühling und Sommer wahrscheinlich die Börsenstrompreise drücken. Steht bei Dir ein Wechsel an oder Deine Preisgarantie ist schon abgelaufen? Wenn Du Dir jetzt einen neuen Vertrag mit Preisgarantie sicherst, machst Du wahrscheinlich nichts falsch.

Achte aber darauf, einen seriösen Anbieter zu wählen. Dabei hilft Dir der Finanztip Stromvergleich (enthält Werbelinks).

3. Wie teuer wird Heizen?

Gas und Heizöl werden teurer. Beim Heizöl solltest Du mit einem Kauf warten und die Situation aussitzen. Im Herbst sieht es hoffentlich besser aus – und immerhin kommt jetzt erstmal die warme Jahreshälfte. Vergleich beim Heizöl außerdem immer die Preise. Wir empfehlen Esyoil und Heizoel24.

Beim Gas ist es komplizierter: Hier pendeln sich die Preise auf einem höheren Niveau ein. Denn die deutschen Gasspeicher sind ziemlich leer, eine Befüllung bis zum nächsten Winter wird in der jetzigen Lage teurer und schwieriger.

Finanztip-Strompreis- und Gaspreis-Barometer

Für eine ganz grobe Kalkulation könntest Du mit 2,5 ct mehr pro Kilowattstunde (kWh) Gas rechnen. Das wären dann statt 9 ct/kWh künftig 11,5 ct/kWh. Das wäre zumindest der Fall, wenn der TTF, Europas wichtigster Gas-Index, längerfristig auf dem Niveau der letzten Wochen bleibt.

Preiserhöhung? Mach das unbedingt

Wichtig: Falls Dir Dein Gasanbieter jetzt eine Preiserhöhung schickt, lies den Zähler ab und melde den Stand. So ist sichergestellt, dass der zurückliegende Winter zum bisherigen, günstigeren Preis abgerechnet wird.

Ist Dir Preissicherheit sehr wichtig, kannst Du jetzt auch einen Tarif mit 24 Monaten Preisgarantie abschließen. Das ist bei Gas und Strom aktuell kaum teurer als 12 Monate Preisgarantie. Falls sich der Konflikt im Iran auflöst, könnte diese Option aber etwas teurer sein. Und: Bei vielen Anbietern kannst Du Dir die heutigen Konditionen auch für einen Lieferbeginn in bis zu zwölf Monaten sichern.

Passende Tarife seriöser Anbieter findest Du im Finanztip Gasvergleich (enthält Werbelinks).

4. Mach nicht diesen Fehler im Supermarkt

Höhere Energie- und Spritpreise spürst Du früher oder später auch im Supermarkt. Denn Herstellung und Transport werden teurer – und das wird an Dich weitergegeben.

So sind z. B. zu Beginn des Krieges in der Ukraine Tiefkühlwaren wegen der steigenden Strompreise teurer geworden. Generell haben Lebensmittel besonders stark auf die höheren Energiepreise reagiert:

Verbraucherpreisindex (VPI)

Gleichzeitig könnten auch Dünger oder Weizen durch den Konflikt im Iran und der Straße von Hormus teurer werden. Das wirkt sich ebenfalls auf die Lebensmittelpreise im Supermarkt aus.

Hier solltest Du aber einen Fehler vermeiden: Hamsterkäufe. Versuch nicht, steigenden Preisen vorzugreifen und mehr zu kaufen. Dadurch kaufst Du nur Dinge, die Du wahrscheinlich sowieso nicht brauchst.

Setz stattdessen auf ein paar erprobte Maßnahmen, um die Inflation etwas abzumildern:

  • Vergleich Kilo- bzw. Literpreise im Supermarkt. Die müssen auf Preisschildern angegeben werden
  • Kauf verstärkt günstigere Eigenmarken
  • Und sei besonders wachsam, wenn Hersteller neue Verpackungen, Größen oder Rezepturen einführen und bewerben. Dahinter verstecken sich oft Preissteigerungen

Und was ist mit der Geldanlage?

An den Märkten wird eine steigende Inflation erwartet – und das lässt die langfristigen Zinsen steigen. Bei Festgeld kannst Du Dir jetzt schon bessere Zinsen sichern, z. B. 3 % p. a. für 12 Monate bei der Bank of Scotland oder 2,86 % p. a. über 24 Monate bei HoistSpar.

Aber denk dran: Du kommst bei Festgeld bis Ende der Laufzeit nicht an Dein Geld. Park hier nur Geld, das Du nicht unmittelbar brauchst. Und schließ maximal für 36 Monate ab. Darüber hinaus lohnt sich der Zinsbonus in der Regel nicht mehr – und Du gibst Flexibilität auf.

Bei Deinem Aktien-ETF bleibt alles wie immer: Bleib ruhig und investier weiter. Wir helfen Dir dabei – mit News und Einordnungen in der Finanztip App. Und mit konkreten Tipps für turbulente Marktphasen, z. B. in der Folge 201 von “Finanzen ganz einfach”

Deine Finanzen. Deine App.

Verpasse dank Push-Nachrichten keine News, Spartipps oder wichtigen To-Dos mehr, erhalte einen Überblick über Deine Finanzen mit dem Finanztip Check-Up und speichere wichtige Inhalte für später.

Hol Dir die App

Werde jetzt Teil unserer Mission für mehr Finanzbildung!

Mit Deinem monatlichen Beitrag stärkst Du die Finanztip Stiftung und hilfst, unser Angebot auszubauen. Als Unterstützer erhältst Du zudem exklusiven Zugang zu Expertengesprächen und zur kompletten Finanztip Academy.

Unterstütze uns

* Was der Stern bedeutet:

Finanztip ist kein gewöhnliches Unternehmen, sondern gehört zu 100 Prozent zur gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, eigenständig die für sie richtigen Finanzentscheidungen zu treffen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links jedoch anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion ausführlich analysiert und empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Für uns als gemeinwohlorientiertes Unternehmen hat es natürlich keinen Einfluss auf die Empfehlungen, ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Dich als Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.