Tipps & Tricks
Lohnt sich gerade ... dieser Lohnzettel-Check?
Zahlst Du womöglich zu viel für Deine Pflegeversicherung? Ein Fehler könnte besonders für Patchworkfamilien Mehrkosten bedeuten.

Tipps & Tricks
Zahlst Du womöglich zu viel für Deine Pflegeversicherung? Ein Fehler könnte besonders für Patchworkfamilien Mehrkosten bedeuten.


Klickst Du auf eine Empfehlung mit *, unterstützt das unsere Arbeit. Finanztip bekommt dann eine Vergütung. Empfehlungen sind aufwändig recherchiert und basieren auf den strengen Kriterien der Finanztip-Expertenredaktion. Mehr Infos
Im Januar 2027 soll die gesetzliche Pflegeversicherung für Menschen ohne Kinder teurer werden. Gerade für Eltern lohnt es sich, ihre Gehaltsabrechnung zu prüfen: Sind Deine Kinder dort nicht richtig berücksichtigt, zahlst Du möglicherweise einen Zuschlag, der für Dich gar nicht gilt.
Hast Du keine Kinder, wird die Pflegeversicherung ab 2027 höchstwahrscheinlich für Dich teurer: Dann soll er laut aktuellem Gesetzentwurf von heute 0,6 auf 0,9 % Deines Bruttogehalts steigen. Das sieht der Entwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz vor.
Hast Du ein Bruttogehalt von 2.500 € wären das nochmal 7,50 € mehr im Monat, also 90 € brutto im Jahr. Verdienst Du mehr, fällt auch der Kinderlosenbeitrag höher aus.
Auch mit Kindern kann es sein, dass Du den höheren Zuschlag zahlen musst – obwohl Du davon befreit sein solltest. Eltern zahlen ab Januar nicht mehr. Aber Menschen ohne Kinder eben schon – und damit hast Du auch mehr Nachteil, wenn Du fälschlich als kinderlos geführt wirst.
Gerade bei Patchworkfamilien kann diese Angabe fehlen, weil Adoptiv- und Stiefkinder oft nicht automatisch erfasst werden.
Abrechnung rausholen
Such auf Deiner aktuellen Gehaltsabrechnung nach „Pflegeversicherung“ oder „PV“. Entscheidend ist der Arbeitnehmeranteil, der Dir vom Gehalt abgezogen wird.
Beitrag vergleichen
Berechne mit unserem Pflegebeitragsrechner, wie hoch Dein Beitrag sein sollte. Die steuerliche Angabe „Kinder“ auf der Gehaltsabrechnung zeigt nicht zuverlässig, ob Deine Kinder beim Pflegebeitrag berücksichtigt sind. Dafür gibt es ein eigenes Meldeverfahren.
Fehler melden
Zahlst Du mehr als der Rechner ausspuckt, teil den Fehler der Lohnbuchhaltung Deines Arbeitgebers mit.
Reich fehlende Nachweise ein – es kommen zum Beispiel eine Geburtsurkunde oder ein Kindergeldbescheid infrage. Das geht formlos oder mit unserem Musterschreiben (Word-Dokument).
Geld zurückholen
Bitte auch ausdrücklich darum, dass Dein Arbeitgeber die Beiträge prüft und Dir schon zu viel gezahlte Beiträge erstattet. In unserem Musterschreiben steht das schon mit drin.
Wichtig zu wissen: Den Kinderlosenzuschlag zahlst Du grundsätzlich komplett selbst. Dein Arbeitgeber beteiligt sich daran nicht wie bei den anderen Sozialabgaben. Die geplante Erhöhung müsstest Du deshalb vollständig allein tragen.
Willst Du diese Extrakosten wieder einsparen, sind vielleicht diese drei Optionen ein guter Ansatz:
Schon mit einem Kind entfällt der Kinderlosenzuschlag aber dauerhaft – auch wenn Dein Kind längst erwachsen ist. Hast Du mindestens zwei Kinder unter 25, sinkt Dein Beitrag zusätzlich: Für das zweite bis fünfte Kind unter 25 gibt es jeweils einen Abschlag von 0,25 Prozentpunkten. Grundsätzlich können beide Elternteile davon profitieren.
Prüf also unbedingt, ob Deine Familie richtig berücksichtigt ist.
Übrigens: Der Anstoß zu diesem Thema kam aus der Finanztip-Women-Community.

Deine Finanzen. Deine App.
Verpasse dank Push-Nachrichten keine News, Spartipps oder wichtigen To-Dos mehr, erhalte einen Überblick über Deine Finanzen mit dem Finanzcoach und speichere wichtige Inhalte für später.
Mit Deinem monatlichen Beitrag stärkst Du die Finanztip Stiftung und hilfst, unser Angebot auszubauen. Als Unterstützer erhältst Du zudem exklusiven Zugang zu Expertengesprächen und zur kompletten Finanztip Academy.
Unterstütze uns* Was der Stern bedeutet:
Finanztip ist kein gewöhnliches Unternehmen, sondern gehört zu 100 Prozent zur gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.
Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, eigenständig die für sie richtigen Finanzentscheidungen zu treffen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).
Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links jedoch anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion ausführlich analysiert und empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.
Für uns als gemeinwohlorientiertes Unternehmen hat es natürlich keinen Einfluss auf die Empfehlungen, ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Dich als Verbraucher ist.
Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.