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Risiko bei Photovoltaik: So planst Du jetzt richtig und günstig

Der Einspeisevergütung für neue Solaranlagen droht das Aus. Finanztip antwortet mit einem neuen Test: So bekommst Du jetzt noch das beste Angebot.

Benjamin_Weigl
Benjamin Weigl Energie
Solaranlage

Geld für Deinen Solarstrom: Kommt 2027 das Aus?
Jetzt handeln: 2026 alte Vergütung langfristig sichern
Noch besser: Mehr Solarstrom selbst nutzen

Schon zum zweiten Mal hat die Bundesregierung jetzt ihren Beschluss verschoben, ob Du noch Geld bekommen sollst, wenn Du ab 2027 eine neue Solaranlage installierst und Strom ins Netz leitest. CDU und SPD sind sich nicht einig. Nächste Woche soll es so weit sein.

Wird diese Einspeisevergütung abgeschafft, lohnt es sich für Dich in bestimmten Fällen kaum noch, Dir Photovoltaik (PV) zu holen. Zumindest wenn Dein Strombedarf nicht sehr groß ist und Du planst, einen Großteil des Solarstroms ins Netz zu leiten und dafür Geld zu bekommen.

Nachfolgemodell lohnt sich kaum

Es soll zwar ein Nachfolgemodell und eine kurze Übergangszeit geben. Beides würde Dir über die Jahre aber einige Tausend Euro weniger einbringen. Auf zwei Wegen kann sich PV für Dich trotzdem noch deutlich lohnen:

  1. Du bringst die Anlage noch 2026 ans Netz. Damit sicherst Du Dir garantierte Vergütung wie bisher für 20 Jahre. Zumindest ist das sehr wahrscheinlich. Fällt auch dieser Schutz für bestehende Anlagen, wäre der Aufschrei riesig.
  2. Du fokussierst Dich drauf, möglichst viel Strom selbst zu verbrauchen. Das lohnt sich schon heute mehr als die Einspeisevergütung: Denn jede Kilowattstunde (kWh), die Du Deinem Stromanbieter nicht bezahlen musst, spart Dir viel mehr, als Dir die Vergütung vom Staat bringt. Günstige Arbeitspreise im Finanztip-Stromvergleich (enthält Werbelinks) liegen aktuell um die 25 ct/kWh. Hier zum Vergleich, was Dir die Einspeisevergütung für aktuell angeschlossene Anlagen bringt: 

Voll oder teilweise einspeisen: Du kannst switchen

Ist Weg zwei bei Dir derzeit noch schwierig, weil Du erst irgendwann in Zukunft ein E-Auto, einen Stromspeicher oder eine Wärmepumpe planst, kannst Du auch einfach beide Wege kombinieren. Heißt: Du installierst jetzt erstmal eine PV-Anlage zur Volleinspeisung. Sobald Du dann z. B. ein E-Auto hast, stellst Du um auf Teileinspeisung.

Denn was Du vielleicht noch nicht weißt: Du kannst jährlich zwischen Voll- und Teileinspeisung wechseln. Gib dafür einfach bis zum 30. November Deinem Netzbetreiber Bescheid, dass Du im Folgejahr wechseln möchtest.

Der beste Startzeitpunkt ist jetzt

In jedem Fall gilt: Jetzt ist ein sehr guter Zeitpunkt, in die konkrete Planung einzusteigen. Denn ein paar Monate dauert der Prozess vom ersten Schlaumachen über Anbietervergleich und Vor-Ort-Termine bis hin zur Anmeldung und Installation fast immer. Starte also lieber jetzt, bevor es irgendwann mit dem Jahreswechsel knapp wird und die Einspeisevergütung für Neuanlagen ab 1. Januar fällt.

Und selbst wenn sie doch bleibt: Aktuell sind die PV- und Speicher-Preise bei vielen Fachbetrieben so niedrig, dass sie die Finanztip-Faustregeln, wie viel Du maximal zahlen solltest, locker erfüllen:

  • Faustregel für PV: Zahl max. 1.600 € pro Kilowatt-Peak (kWp)
  • Faustregel für Speicher: Zahl max. 600 € pro Kilowattstunde (kWh)

Beispiele aus der Finanztip-Community zeigen, dass zuletzt z. B. 1.500 €/kWp bei einer 7-kWp-Anlage in Kombi mit einem 5-kWh-Speicher für 500 €/kWh möglich waren. Bei größeren Anlagen und Speichern sinken diese Preise weiter, z. B. auf 1.200 €/kWp bei einer 12 kWp-Anlage in Kombi mit einem 10 kWh-Speicher für 400 €/kWh.

Lohnt sich ein Speicher?

Wenn Du unsere Preisregel einhältst, meistens ja. Es sollte aber ein intelligentes System zum Energiemanagement dabei sein – und alles mit Wallbox und Wärmepumpe kompatibel sein, falls Du die hast. Nur so profitierst Du ideal. Auch wichtig: Hol Dir keinen zu großen Speicher. Diese Grafik gibt Dir eine gute Orientierung:

Vergleich mehrere Angebote

Du kannst aktuell also einen guten Preis bekommen. Eine Sache solltest Du dafür unbedingt tun: mehrere Angebote einholen. Frag dazu in Deiner Region Solarfirmen an, auch Erfahrungen Deiner Nachbarn können Dir helfen. Zusätzlich solltest Du Dir ein noch breiteres Bild verschaffen. Das geht mit PV-Vermittlern, die Dich schnell in Kontakt mit mehreren Firmen bringen. Welche Portale am besten sind, haben wir gerade neu für Dich getestet:

Dein Ziel sollten mindestens drei, besser fünf Angebote sein, die Du vergleichen kannst. Am besten ist ein Vor-Ort-Termin enthalten. So kann die Firma die Kosten und Gegebenheiten am Haus besser einschätzen.

Achte bei den Angeboten auf diese 3 Dinge:

  1. Ist wirklich alles enthalten? Also die Kosten für Material, Montage, Anfahrt, Gerüst, Anmeldung beim Netzbetreiber, Anschluss und Inbetriebnahme
  2. Welche Produktgarantien gelten? Bei Solarmodulen sollten es 20 Jahre sein, bei Speicher und Wechselrichter 10 Jahre
  3. Wann musst Du zahlen? Hohe Anzahlungen können riskant sein, falls z. B. der Anbieter pleitegeht. Am besten ist eine Zahlung erst bei Inbetriebnahme – also wenn die Anlage am Netz hängt und Strom produziert

Ausführliche Infos zum Thema liest Du in unserem Photovoltaik-Ratgeber.

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