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Trade Republic: Das ändert sich beim Neobroker

Trade Republic hat ein größeres Update für seine App veröffentlicht. Wir haben uns angeschaut, welche Vorteile Du ab jetzt hast.

Timo Halbe
Von Timo Halbe und Larissa Glas
Trade Republic: von einem zu 30 Handelsplätzen

Bisher liefen bei Trade Republic alle Käufe und Verkäufe über den Handelsplatz Lang & Schwarz. Ab heute vergleicht der Neobroker verschiedene Börsen, wenn Du einen Auftrag gibst, und führt ihn dann bestmöglich für Dich aus. 

Bestpreis-Order an verschiedenen Börsen

Trade Republic nennt das “Bestpreis-Order” – und will per Algorithmus beim Kauf den niedrigsten und beim Verkauf den höchsten Preis für Dich finden. Handelspartner bei der Bestpreis-Order ist dann nicht die jeweilige Börse, sondern Trade Republic selbst. Das kostet Dich wie bisher auch 1 € pro Auftrag (Sparplan-Ausführungen sind bei Trade Republic hingegen kostenlos).

Falls Du diese und die folgenden neuen Funktionen in der App noch nicht sehen kannst: Trade Republic rollt sie nach und nach aus.

Handelsplatz selbst auswählen

Neben der Bestpreis-Order kannst Du ab jetzt auch selbst aus 30 verschiedenen Börsen aussuchen, an welcher Du Wertpapiere (z. B. ETF-Anteile) kaufen bzw. verkaufen willst. Dann bist Du selbst dafür verantwortlich, einen möglichst guten Kurs zu finden. Zur Auswahl steht z. B. die deutsche Referenzbörse Xetra oder die US-Technologiebörse Nasdaq. Bestimmst Du die Börse selbst, zahlst Du pro Transaktion 2 € Ordergebühr. Gerade für internationale Börsen und Xetra ist das relativ günstig.

Diese Börsenplätze kannst Du auswählen:

  • Xetra
  • Euronext Paris
  • Euronext Amsterdam
  • Euronext Brussels
  • Euronext Lisbon
  • Borsa Italiana
  • Bolsa de Madrid
  • SIX Swiss Exchange
  • Nasdaq Stockholm
  • Nasdaq Helsinki
  • Nasdaq Copenhagen
  • Oslo Børs
  • Vienna Stock Exchange
  • Toronto Stock Exchange
  • TSX Venture Exchange
  • Nasdaq
  • NYSE
  • Lang & Schwarz Exchange
  • Tradegate BSX

In der nächsten Zeit sollen folgen:

  • London Stock Exchange
  • Singapore Exchange
  • Börse Tokyo
  • Australian Securities Exchange (ASX)
  • Börse Hongkong
  • Börse Frankfurt Parketthandel
  • Canadian Securities Exchange

Und wo findest Du die Auswahlmöglichkeit? In dem Du in Deiner App bei einem beliebigen Wertpapier unten rechts auf “Kaufen” drückst, dann auf die “…”-Schaltfläche und dann links unten auf “Market”. Dort findest Du dann ganz unten die Option “Direktpreis” und Du kannst im folgenden Screen die Voreinstellung “Bestpreis” auf eine spezifische Börse ändern.

Wichtig für Deine Geldanlage

Mit den Neuerungen stellt Trade Republic die Abwicklung von Wertpapierkäufen und -verkäufen neu auf – und reagiert damit vermutlich auch auf das Verbot von Payment for Order Flow. Diese EU-Regel erlaubt es seit 1. Juli nicht mehr, dass ein Broker wie Trade Republic Provisionen dafür erhält, Kundenaufträge zu nur einem Handelsplatz zu leiten. Durch das Verbot fällt für Trade Republic nun ein guter Grund weg, den Anlegern nur einen Handelsplatz anzubieten. 

Wichtig bleibt unabhängig davon: Handel immer tagsüber, wenn die großen Börsen geöffnet haben, also in der Regel zwischen 9 und 17:30 Uhr. So schützt Du Dich am besten vor schlechten Kursen. Unser Test-&-Analyse-Team arbeitet gerade an einem Update unseres Depot-Vergleichs. Darin werden wir die Änderungen von Trade Republic berücksichtigen.

Web-Ansicht bekommt mehr Funktionen

Außerdem hat Trade Republic ein neues Web-Terminal gestartet: Es richtet sich vor allem an aktive Anleger. Dort findest Du unter anderem ausführliche Kurscharts, Suchfunktionen für Aktien und Derivate, Portfolio-Analysen sowie Live-Kurse wichtiger Börsen. Zusätzliche Gebühren fallen dafür nicht an. 

Finanztip-Depot-Empfehlungen

Neben Trade Republic empfehlen wir Dir noch weitere Depot-Anbieter. Darunter unseren aktuellen Preis-Leistungs-Sieger Traders Place. Besonders günstig sind auch Smartbroker+, Finanzen.net Zero, der Free Broker von Scalable Capital, das Comdirect Pure Depot und Flatex. Gleichzeitig besonders leistungsstark: Comdirect, S Broker, Consorsbank, ING und Merkur Privatbank.

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