Tipps & Tricks

Warum Du mit der Steuererklärung noch warten kannst – oder sogar solltest

Theoretisch kannst Du die Steuererklärung für 2025 schon machen. Hier liest Du, warum Du trotzdem ruhig noch etwas warten kannst und wann Du es sogar besser solltest.

Jörg Leine Steuern
Warum Du mit der Steuererklärung noch zwei Monate warten kannst

Frühe Steuererklärung: Aufs Geld wartest Du trotzdem
Besser warten: Wenn Unterlagen fehlen oder für E-Auto-Förderung
Jetzt abgeben: Eventuell mehr Aufwand, aber kein Steuernachteil

Grundsätzlich kannst Du Deine Steuererklärung fürs Vorjahr direkt am Anfang des neuen Jahres abgeben, also z. B. jetzt. So schnell brauchst Du aber gar nicht zu sein: Die Finanzämter fangen sowieso erst ca. Mitte März mit der Bearbeitung an.

Deinen Bescheid und eine mögliche Steuererstattung bekommst Du also nicht sehr viel früher, wenn Du schon jetzt abgibst. Du landest nur weiter vorne auf der Liste, wenn ab Mitte März dann abgearbeitet wird.

Wann Du sogar warten solltest

Vielleicht fehlen Dir jetzt aber sowieso noch wichtige Dokumente wie z. B. die Lohnsteuerbescheinigung für 2025 oder die Jahressteuerbescheinigungen von Deinen Banken.

Letztere erleichtern Dir die Arbeit und sind relevant, wenn Du Deinen Freistellungsauftrag nicht oder nicht voll ausgenutzt hast. Oder wenn Du z. B. unserem Tagesgeld- und Festgeld-Empfehlungen Kapitalerträge im Ausland erzielt hast, die noch versteuert werden müssen.

Hohes Einkommen und E-Auto-Interesse? Warte ab

Warte auch dann noch etwas länger mit Deiner Steuererklärung, wenn Du die bald neue E-Auto-Förderung haben willst und 2025 ein höheres Einkommen hattest als in den Vorjahren.

Denn für die Förderung gelten bestimmte Einkommensgrenzen – und es zählt der Schnitt der letzten zwei Steuerbescheide, wenn es darum geht ob und wie viel Förderung Du bekommst.

Wer früh abgibt, hat eventuell mehr Arbeit

Wenn Du davon nicht betroffen bist und schon alle relevanten Unterlagen hast, spricht aber nichts dagegen, Deine Steuererklärung schon jetzt abzugeben. Außer vielleicht, dass bei der vorausgefüllten Steuerbescheinigung elektronisch gemeldete Daten eventuell noch nicht vorliegen. 

Nur deshalb warten auch die Finanzämter noch bis Mitte März. Legst Du jetzt schon los, musst Du die Daten also selbst eintragen und hast mehr Arbeit. Einen steuerlichen Nachteil hast Du deshalb aber nicht. 

Auch dass manche gesetzliche Änderungen jetzt ebenfalls noch nicht unbedingt in Elster oder Deine Steuersoftware eingearbeitet sind, ist kein Problem: Die Steuersoftware zeigt Dir deshalb höchstens ein Ergebnis an, das leicht von der späteren Steuerberechnung abweicht. 

Nutz eine Steuersoftware

Damit es generell schneller und einfacher geht, empfehlen wir Dir eine Steuersoftware.  

An unserem Test für 2025 arbeiten wir noch, auch darauf könntest Du also noch kurz warten. Unbedingt nötig ist das aber nicht. Denn die Anbieter unserer Empfehlungen aus dem Vorjahr konnten in den vergangenen Jahren aber immer wieder überzeugen.

Das sind: Wiso Steuer 2024, SteuerSparErklärung (Steuerjahr 2024), Tax 2025, Check24 Steuer, Steuerbot, Taxfix, Smartsteuer, SteuerGo, Lohnsteuer kompakt.  

Welcher Anbieter am besten zu Dir passt, findest Du mir unserem Steuerprogrammvergleich heraus. 

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Von Jörg Leine, Jonas Fehling, und Amelie Junk
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