Hausratvertrag prüfen: Passt der Versicherungsschutz bei Extremwetter

Starkregen und Hochwasser können Möbel, Kleidung und andere Wertsachen zerstören. Welche Hausratversicherung zahlt, wann Elementarschutz sinnvoll ist und worauf Du beim Tarif achten solltest.

Henriette Neubert
Von Henriette Neubert
baum kracht auf hausdach

Bild: KI-generiert

Durch den Klimawandel treten extreme Wetterereignisse wie Starkregen und Hochwasser häufiger und intensiver auf. Darauf weisen unter anderem Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes hin. Sie können nicht nur Gebäude, sondern auch Dein Hab und Gut in der Wohnung oder im Haus beschädigen oder zerstören.

Welchen Schutz Dein Hausrat braucht

Greift ein Brand auf Dein Haus über oder steigt Regenwasser so hoch, dass es in Keller und Wohnräume läuft, ist auch Dein Hausrat bedroht. Die Hausratversicherung zahlt aber nur, wenn das konkrete Ereignis in Deinem Vertrag versichert ist. Schäden durch Brand gehören grundsätzlich zu den typischen versicherten Gefahren. Überschwemmungen, Hochwasser und andere Naturgefahren sind dagegen nicht automatisch abgedeckt – dafür brauchst Du den Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung.

Prüfe jetzt Deinen Hausratvertrag. Schau zunächst nach, ob Schäden durch Feuer, Brand, Blitzschlag sowie Rauch und Ruß ausreichend versichert sind. Wichtig ist außerdem, ob Dein Hausrat im Keller, in der Garage oder in anderen Nebenräumen mitversichert ist. Diese Räume musst Du beim Abschluss meist angeben.

Wie hoch ist Dein Risiko?

Danach solltest Du Dein persönliches Risiko einschätzen: Wohnst Du im Erdgeschoss oder anderen überflutungsgefährdeten Räumen oder steht bei Dir teurer Hausrat im Keller? Dann kann sich eine Elementarschadenabsicherung für Deinen Hausrat lohnen. Sie schützt unter anderem vor Überschwemmung durch Hochwasser oder Starkregen, Erdrutsch, Erdbeben und Schneedruck.  Wer dagegen in einem höheren Stockwerk wohnt und keine wertvollen Gegenstände in gefährdeten Kellerräumen lagert, benötigt den Zusatzschutz für den Hausrat wahrscheinlich nicht.

Wenn Du Deinen Hausrat auch gegen Elementargefahren absichern möchtest, frag Deinen Hausratversicherer, was der Zusatzschutz kostet, und welche Bedingungen gelten.  Achte besonders darauf, dass Rückstauschäden ausdrücklich mitversichert sind – dieser Schutz ist in vielen Tarifen nicht automatisch enthalten. 

Vor dem Abschluss kommt der Vergleich

Vergleiche anschließend verschiedene Angebote miteinander. Das geht besonders gut auf Vergleichsportalen. Finanztip empfiehlt Mr Money, versicherung-online.net (Fairfekt) oder Check24.

So kannst Du einen passenden Schutz finden und vermeiden, zu viel zu zahlen. Deine Versicherungssumme solltest Du ebenfalls überprüfen: Sie muss dem aktuellen Neuwert Deines Hausrats entsprechen, sonst droht eine Unterversicherung.

Die Hausratversicherung schützt bewegliche Gegenstände wie Möbel, Kleidung, Bücher und Fahrräder. Fest eingebaute Bestandteile des Gebäudes sind in der Regel über die Wohngebäudeversicherung abgesichert. In der Hausratversicherung ist es nur versichert, wenn es Dir als Mieter gehört. Der Elementarschutz ist keine eigene Versicherung, sondern ein Zusatz zur Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung. Ob Du ihn brauchst, hängt vom Wohnort, dem Wert und Aufbewahrungsort Deines Hausrats ab.

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