KfW 430

Fördergeld für energiesparendes Wohnen

Dirk Eilinghoff Stand: 09. Juni 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Durch eine energetische Sanierung eines Gebäudes sinken die Energiekosten. Du sparst also langfristig Geld und wirst ein Stück weit unabhängig von der Entwicklung der Energiepreise.
  • Für Maßnahmen, die den Energieverbrauch und die Energieverluste von Wohngebäuden senken, gibt es sehr zinsgünstige Kredite und Zuschüsse von der staatlichen Förderbank KfW.
  • Die wichtigsten Förderprogramme für die energetische Sanierung sind KfW 430 (Energieeffizient sanieren – Investitionszuschuss) und KfW 151/152 (Energieeffizient sanieren – Kredit).
  • Im Rahmen des Klimapakets der Bundesregierung wurden die Förderbeträge in den Programmen KfW 151/152 und KfW 430 zum Januar 2020 deutlich erhöht.

 

So gehst Du vor
  • Prüf bei einem Umbau frühzeitig, ob Du Dir dafür einen zinsgünstigen Kredit oder einen Investitionszuschuss von der KfW holen kannst.
  • Die KfW hat keine Filialen. KfW-Kredite für KfW 151/152 kannst Du überall dort beantragen, wo es auch normale Baukredite gibt, also etwa bei Banken, Sparkassen und Baukredit-Vermittlern. Wir empfehlen Dr. Klein, Interhyp und Planethome.
  • Einen Investitionszuschuss für eine energieeffiziente Sanierung (KfW 430) oder die Baubegleitung beantragst Du dagegen direkt bei der KfW.
  • Prüf, ob Du weitere Förderprogramme der KfW nutzen kannst, etwa, weil Du auch altersgerecht umbauen oder den Einbruchschutz verbesserst.

Eine energetische Sanierung eines Hauses kostet Geld. Bei der Finanzierung der Kosten helfen Kredite und Zuschüsse der staatlichen Förderbank KfW. Da die Zuschüsse ein staatliches Geldgeschenk für den Klimaschutz sind und die Kredite zinsgünstig, empfehlen wir bei jedem Umbau einen Blick auf die Programme der KfW.

So fördert die KfW eine energetische Sanierung

Wer für die energetische Sanierung gar nicht erst einen Kredit aufnehmen möchte, kann einen Investitionszuschuss der KfW-Bankengruppe beantragen. Den Zuschuss gibt es im Programm KfW 430 (Energieeffizient sanieren – Investitionszuschuss). Das Geld musst Du nicht zurückzahlen, der Zuschuss verringert also Deine Investitionskosten. Die KfW beteiligt sich mit bis zu 48.000 Euro je Wohnung. Diesen Höchstbetrag erhält allerdings nur, wer auch den höchsten Energiestandard erreicht (das sogenannte KfW-Energieeffizenzhaus 55). Außerdem darf der Investitionszuschuss höchstens 40 Prozent der förderfähigen Kosten abdecken. Wer also die maximale Förderung im Programm KfW 430 erreichen möchte, muss mindestens 120.000 Euro aufwenden, davon 72.000 Euro aus eigener Tasche.

Wer die energetische Sanierung nicht mit eigenem Geld finanziert, kann dafür in den Programmen KfW 151 oder KfW 152 Kredite beantragen. Beim Programm KfW 151 muss die Wohnung mit der Sanierung den umfassenden energetischen Standard eines KfW-Effizienzhauses erreichen. Je Wohneinheit kannst Du dann bis zu 120.000 Euro als Kredit beantragen.

Wer dagegen nur einzelne Maßnahmen (wie die Wärmedämmung von Wänden oder die Erneuerung von Fenstern) finanzieren möchte, kann unter der Programmnummer 152 bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit beantragen.

In den beiden Kreditprogrammen KfW 151 und KfW 152 gibt es zusätzlich zu günstigen Zinsen noch ein Geldgeschenk in Form eines Tilgungszuschusses. Du musst also weniger Geld zurückzahlen, als Du anfänglich bekommen hast. Wie hoch der Tilgungszuschuss ausfällt, hängt davon ab, welchen Energiestandard Du mit der Sanierung erreichst. Je weniger Energie das Gebäude nach der Sanierung verbraucht, umso höher fällt der Zuschuss aus.

Voraussetzung für die Förderung der energetischen Sanierung in allen drei genannten Programmen ist jeweils, dass der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 1. Februar 2002 gestellt wurde.

KfW
Förderprogramme
  • Förderkredite und Zuschüsse für energetische Sanierung
  • Förderung in den Programmen KfW 430 und KfW 151/152
  • Zuschüsse bei KfW 430 bis zu 48.000 € und 40 % der förderfähigen Kosten

Diese Arbeiten fördert die KfW

Mit den Programmen KfW 430 und KfW 151/152 fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau die folgenden Maßnahmen:

Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen - Mit dieser Bezeichnung legt die KfW einen technischen Standard für die Energieeffizienz eines Gebäudes fest. Je niedriger die Zahl desto niedriger der Energiebedarf. Zurzeit bezeichnet das KfW-Effizienzhaus 55 den höchsten energetischen Standard.

Einzelmaßnahmen energetische Sanierung - Bei den Einzelmaßnahmen geht es einerseits um die Wärmedämmung, andererseits um die Erneuerung bestehender Bauteile. Eine Förderung gibt es für die Dämmung von Wänden, Dachflächen und Geschossdecken und die Erneuerung von Fenstern und Außentüren. Auch den Einbau einer Lüftungsanlage honoriert die KfW.

Heizungsförderung für Einzelmaßnahmen sowie Heizungs- und Lüftungspakete - Diese Maßnahmen waren nur bis Ende 2019 Teil der Programme. Seit 1. Januar 2020 hat die Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle) die Heizungsförderung fast vollständig übernommen. Die Kfw-Förderung für Heizsysteme wie Öl-Brennwertheizung, Gas-Brennzwert-Heizungen und Maßnahmenpakete zu Heizung und Belüftung sind entfallen.

Die KfW fördert nicht nur die reinen Material- und Handwerkerkosten, sondern auch Kosten für Beratung, Planung, Messungen und vorbereitende Maßnahmen.

Die Einzelheiten des Zuschuss-Programms KfW 430 und des Kredit-Programms KfW 151/152 hat die Förderbank jeweils in eigenen Merkblättern zusammengefasst (für KfW 430 und für KfW 151/152). Da die technischen Vorgaben recht umfangreich sind, gibt es dafür Anlagen zu den Merkblättern, in denen die KfW die technischen Mindestanforderungen der Maßnahmen beschreibt.

Ein Energieeffizienz-Experte muss immer dabei sein

Ein bestehendes Gebäude so zu sanieren, dass es einen neuen energetischen Standard erreicht, der selbst keine neuen Probleme schafft, ist ein anspruchsvolles Vorhaben. Um sicherzustellen, dass das Vorhaben erfolgreich verläuft, verlangt die KfW, dass Bauherren einen Energieeffizienz-Experten in die Planung der energetischen Sanierung einbinden. Der Sachverständige bestätigt, dass die geplanten Maßnahmen nach den Regeln der KfW förderfähig sind. Erst mit dieser Bestätigung kannst Du den Antrag stellen.

Die Tätigkeit des Sachverständigen endet allerdings nicht mit der Planung: Er begleitet die Umsetzung der Bauarbeiten und prüft nach dem Ende der Sanierung, ob die Handwerker die Vorgaben der KfW eingehalten haben. Ist dies der Fall, bestätigt der Energieeffizienz-Experte der KfW gegenüber, dass das Vorhaben ordnungsgemäß verlaufen ist. Erst wenn diese Bestätigung vorliegt und der Bauherr die Kosten der Sanierung nachgewiesen hat, zahlt die KfW den Zuschuss aus.

Der Energieeffizienz-Experte hat also eine Reihe von Aufgaben bei der Planung, Baubegleitung und Prüfung der energetischen Sanierung. Dadurch entstehen Kosten, die bei größeren Vorhaben leicht mehrere Tausend Euro betragen können. Ein Bauherr, der auf die KfW-Förderung verzichtet und das Vorhaben allein mit einem Architekten oder Handwerkern umsetzt, spart sich dagegen diese Ausgaben, verzichtet aber gleichzeitig auf den unabhängigen Rat des Experten.

Die KfW hat dieses Problem offenbar erkannt, und zusätzlich zu dem Zuschussprogramm KfW 430 (und auch dem Kreditprogramm KfW 151/152) ein Programm aufgelegt, mit dem sie die energetische Fachplanung und Baubegleitung großzügig bezuschusst: KfW 431 Energieeffizient bauen und sanieren Zuschuss Baubegleitung. Bei KfW 431 übernimmt die Förderbank 50 Prozent der Kosten bis zu 4.000 Euro.

Bauherren, die bei der energetischen Sanierung auf die KfW setzen, haben also etwas höhere Beratungs- und Planungskosten als Bauherren, die die KfW-Förderung nicht nutzen. Dafür profitieren sie für das Gesamtprojekt von Investitions- und Tilgungszuschüssen von bis zu 40 Prozent.

Mit KfW 430 bezuschusst die Kreditanstalt die Investition

Für den Investitionszuschuss nach KfW 430 gibt es einige weitere Bedingungen: Den Zuschuss können etwa nur natürliche Personen beantragen, die Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäusern oder von Eigentumswohnungen sind. Es können sich auch mehrere Eigentümer von Eigentumswohnungen absprechen, um als Wohnungseigentümergemeinschaft einen Antrag zu stellen. Eine weitere Gruppe, die die Förderung nach KfW 430 beantragen kann, sind Käufer von energetisch saniertem Wohnraum oder Eigentumswohnungen, die die Immobilie innerhalb von 12 Monaten nach Bauabnahme erwerben.

Die genaue Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Maßnahme. Der Investitionszuschuss der KfW deckt zwischen 20 und 40 Prozent der Kosten. Für die einzelnen Maßnahmen gibt es Maximalbeträge.

KfW 430: Maximaler Investitionszuschuss pro Wohneinheit

 

Anteil der
förderfähigen Kosten (%)

höchstens pro
Wohneinheit (€)
Einzelmaßnahmen2010.000
KfW-Effizienzhaus 1152530.000
KfW-Effizienzhaus Denkmal2530.000
KfW-Effizienzhaus 10027,533.000
KfW-Effizienzhaus 853036.000
KfW-Effizienzhaus 703542.000
KfW-Effizienzhaus 554048.000

Quelle: KfW (Stand: 8. Juni 2020)

Bei Einzelmaßnahmen und Maßnahmenpaketen fördert die KfW also maximal Investitionen bis 50.000 Euro pro Wohneinheit, beim KfW-Effizienzhaus sind es 120.000 Euro. Liegt der errechnete Zuschussbetrag unter 300 Euro, gibt es allerdings kein Geld von der KfW. Wer also etwa einen Zuschuss für eine Einzelmaßnahme beantragen möchte, muss darauf achten, dass er mit 20 Prozent seiner Ausgaben den Mindestbetrag erreicht. Er muss also mindestens 1.500 Euro investieren.

Den Zuschuss gibt es direkt bei der KfW

Anders als bei den Kreditprogrammen beantragst Du den Investitionszuschuss direkt bei der KfW. Die Förderbank hat dafür ein Zuschussportal eingerichtet. Geld erhältst Du allerdings erst, wenn die Bauarbeiten bereits abgeschlossen sind. Erst dann kannst Du nachweisen, dass Du die Vorgaben des Programms eingehalten hast, und der KfW zeigen, welche Kosten entstanden sind. Erst wenn die KfW diese Unterlagen geprüft hat, zahlt sie den Zuschuss aus.

Für Bauherren bedeutet das: Zwischen Einreichung der letzten Unterlagen und der Auszahlung können einige Wochen vergehen. Du kannst also nicht davon ausgehen, dass Du mit dem Zuschuss der KfW unmittelbar die Handwerkerrechnungen bezahlen kannst. Wer unangenehme Gespräche mit Handwerkern vermeiden möchte, sollte deshalb lange Zahlungsfristen vereinbaren und im Zweifelsfall die Rechnungen zunächst mit eigenem Geld bezahlen.

Mit KfW 151 zum Kredit für energetische Sanierungen

Wer eine energetische Sanierung nicht aus eigener Tasche zahlen kann oder will, kann dafür auch einen zinsgünstigen Kredit von der KfW erhalten. Der Kreis möglicher Antragsteller ist deutlich breiter als bei KfW 430: Nicht nur natürliche Personen, sondern alle Träger von Investitionsmaßnahmen können die Förderung beantragen, also etwa auch Wohnungsunternehmen, Bauträger und sonstige Investoren.

Das Programm KfW 151/152 verringert die finanzielle Belastung für energetische Sanierungen gleich auf zwei Wegen: Der Zinssatz liegt für die ersten 10 Jahre deutlich unter dem Marktzins für normale Baukredite. Zusätzlich dazu erlässt die KfW einen Teil des Kreditbetrags, wenn der Bauherr die Maßnahmen wie geplant umgesetzt hat. Niedriger Kreditzins und Tilgungszuschuss ergeben rechnerisch sogar einen negativen Gesamtzins. Umgesetzt wird dies allerdings so, dass die KfW den Tilgungszuschuss dem Darlehenskonto gutschreibt, und dies bereits, wenn das Vorhaben abgeschlossen ist.

Den Kredit kannst Du übrigens auch als endfälliges Darlehen beantragen. Das bedeutet, dass Du während der Laufzeit erst einmal nur die Zinsen zahlst, und erst am Ende den Kredit in einer Summe zurückzahlst. Diese Variante kommt etwa in Frage, wenn Du zum Ende der Laufzeit den entsprechenden Geldbetrag aus anderen Quellen erhältst, etwa aus dem Verkauf einer Immobilie.

KfW 151/152: Zinssätze (Sollzins / Effektivzins)

Laufzeit
in Jahren
tilgungsfreie
Anlaufzeit
in Jahren
Zinsbindung
in Jahren
Sollzins
pro Jahr in %
Effektivzins
pro Jahr in %
4 bis 101 bis 2100,750,75
11 bis 201 bis 3100,750,75
21 bis 301 bis 5100,750,75

Quelle: KfW (Stand: 8. Juni 2020)

Zweiter Bestandteil der Förderung ist der Tilgungszuschuss. Die KfW erlässt also einen Teil der Restschuld. Je höher der erreichte energetische Standard nach der Sanierung ist, desto höher ist der Tilgungszuschuss.

KfW 151: Tilgungszuschuss für KfW-Effizienzhaus

nachgewiesener
KfW-Standard
Höhe des Tilgungszuschusses
KfW-Effizienzhaus 5540 % der Darlehenssumme,
bis zu 48.000 Euro für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 7035 % der Darlehenssumme,
bis zu 42.000 Euro für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 8530 % der Darlehenssumme,
bis zu 36.000 Euro für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 10027,5 % der Darlehenssumme,
bis zu 33.000 Euro für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 11525 % der Darlehenssumme,
bis zu 30.000 Euro für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus Denkmal25 % der Darlehenssumme,
bis zu 30.000 Euro für jede Wohneinheit
Einzelmaßnahmen20 % der Darlehenssumme,
bis zu 10.000 Euro für jede Wohneinheit

Quelle: KfW (Stand: 8. Juni 2020)

Besonderheiten bei Laufzeit, Zinsbindung und Sondertilgung

Die Laufzeiten kannst Du selbst festlegen. Wie die Tabelle zeigt, kannst Du Dich für Laufzeiten zwischen vier und 30 Jahren entscheiden. Je länger die gewählte Laufzeit, umso niedriger fallen die einzelnen Raten aus.

Eine Besonderheit der KfW-Kredite ist die tilgungsfreie Anlaufzeit am Anfang des Kredits. Während der Tilgungsfreijahre berechnet die KfW nur die Zinsen, verlangt aber noch keine Rückzahlung des Darlehens. Dadurch bist Du in den ersten Jahren des Kredits etwas flexibler. Gleichzeitig zahlst Du aber etwas mehr an Zinsen als bei einer Rate mit Tilgung, denn die Zinsen werden immer auf der Basis der Restschuld berechnet.

Bei KfW 151 liegt die Zinsbindungen immer bei maximal zehn Jahren. Die Zinssätze sind also für maximal zehn Jahre festgeschrieben. Danach musst Du eine neue Zinsvereinbarung mit der Bank schließen. Allerdings solltest Du auch bei dieser Zinsbindung die Anschlussfinanzierung im Blick behalten: Selbst wenn der Marktzins nicht steigt, wird das KfW-Darlehen nach Ende der Zinsbindungsfrist teurer, denn das Folgeangebot, das die KfW dann vorlegt, wird nicht mehr verbilligt. Wer kann, sollte das Darlehen also möglichst bis zum Ende der ersten Zinsbindungsfrist zurückzahlen.

Ein ehemals wichtiger Vorteil des KfW 151/152 im Vergleich zu normalen Bankdarlehen, die großzügigen Möglichkeit zu Sondertilgungen, ist inzwischen entfallen: Der Kredit kann nur noch kostenpflichtig vollständig zurückgezahlt werden. Als Kreditnehmer musst Du also eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Teilrückzahlungen sind ausgeschlossen.

Anträge über Vermittler stellen

Du kannst den Kredit für energieeffizientes Sanieren nicht direkt bei der KfW stellen, sondern musst Dich an einen Finanzierungspartner der Kreditanstalt wenden. Das kann eine Bank oder Sparkasse oder auch Vermittler von Baukrediten sein. Die Vermittler sind auch eine gute Anlaufstelle, wenn Du nach der ersten Zinsbindungsphase eine passende Anschlussfinanzierung suchst.

Bei der Heizung gibt es mehrere Fördertöpfe

Grundsätzlich kannst Du mehrere Fördertöpfe der KfW miteinander kombinieren. Auch eine Kombination mit anderen öffentlichen Fördertöpfen ist möglich, solange Du insgesamt nicht mehr Geld beantragst als Du tatsächlich ausgibst. Ähnlich selbstverständlich dürfte die Regel sein, dass Du nicht gleichzeitig den Investitionszuschuss nach KfW 430 und den Kredit mit Tilgungszuschuss nach KfW 151/152 beantragen darfst.

Besonders genau musst Du allerdings hinschauen, wenn Du überlegst, Deine alte Heizung auszutauschen: Wenn die Heizungsanlage erneuerbare Energien nutzt, kannst Du einerseits Fördermittel nach den Programmen KfW 430 und KfW 151/152 beantragen. Darüber hinaus gibt es aber ein weiteres KfW-Programm KfW 271 (Erneuerbare Energien – Premium) und als weiteren Fördertopf das Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Die beiden letztgenannten Programme darfst Du allerdings nicht nutzen, wenn Du bereits die KfW-Programme für die energetische Sanierung in Anspruch nimmst. Dies gilt auch für das Anreizprogramm Energieeffizienz der Bafa, bei dem das Bundesamt Zuschüsse vergibt für effiziente Heizungspumpen und den hydraulischen Abgleich.

Gleichzeitig hat die KfW ein weiteres Kreditprogramm aufgelegt, das gerade als Ergänzung zum Bafa-Zuschuss gedacht ist: KfW 167 (Energieeffizient sanieren – Ergänzungskredit).

Gerade wenn es um die Heizung geht, ist es also sinnvoll, nicht erst für die Planung einen Experten für Energieeffizienz zu kontaktieren, sondern als ersten Schritt einen Energieberater zu beauftragen. Der Energieberater ermittelt nicht nur den energetischen Zustand des Gebäudes, sondern er erstellt das passende Sanierungskonzept und berät Dich über die Fördermittel. Auch für die Energieberatung selbst gibt es wiederum Fördermittel der Bafa.

Autor
Dirk Eilinghoff

Stand: 09. Juni 2020


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