KfW 461 & KfW 261,262

Fördergeld für energiesparendes Wohnen

Dirk Eilinghoff
Experte für Bank und Börse
01. Juli 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Bei der staatlichen Förderbank KfW kannst Du zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für Maßnahmen erhalten, mit denen Du die Energieeffizienz Deiner Immobilie erhöhst.
  • Die wichtigsten Förderprogramme für die energetische Sanierung waren bis 1. Juli KfW 430 und KfW 151,152, seit dem 1. Juli 2021 sind es die Programme KfW 261, 262 (Wohngebäude Kredit) und KfW 461 (Wohngebäude Zuschuss).
  • Die neue Förderung heißt Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Bereits seit dem 1. Januar 2021 laufen die Zuschüsse für Einzelmaßnahmen über die BEG.
So gehst Du vor
  • Prüfe frühzeitig vor einem Umbau, ob sich die Programme der KfW für Dich lohnen.
  • KfW-Kredite für KfW 261, 262 kannst Du bei Banken, Sparkassen und Baukredit-Vermittlern beantragen. Wir empfehlen Dr. Klein, Interhyp und Planethome.
  • Einen Investitionszuschuss für eine energetische Sanierung (jetzt KfW 461) beantragst Du dagegen direkt bei der KfW.
  • Prüfe auch, ob Du weitere Förderprogramme der KfW nutzen kannst, etwa weil Du altersgerecht umbaust oder den Einbruchschutz verbesserst.

Eine energetische Sanierung eines Hauses kostet Geld. Bei der Finanzierung der Kosten helfen Kredite und Zuschüsse der staatlichen Förderbank KfW. Da die Zuschüsse ein staatliches Geldgeschenk für den Klimaschutz sind und die Kredite zinsgünstig, empfehlen wir Dir bei jedem Umbau einen Blick auf die Programme der KfW.

Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude

Mit dem Klimaschutzprogramm 2030 will die Bundesregierung klimaschädliche CO2-Emmissionen in Deutschland stark reduzieren. Dabei legt sie ihren Schwerpunkt auch auf den Energieverbrauch von Gebäuden. Im Jahr 2021 ändert sich schrittweise die Fördersystematik – und soll dadurch vor allem einfacher werden.

Am 1. Januar 2021 ist Stufe 1 des neuen Systems gestartet: die Bundesförderung für effiziente Gebäude Einzelmaßnahmen (BEG EM). Mit diesem Programm gibt es Zuschüsse für einzelne Sanierungsmaßnahmen wie die Dämmung von Wänden oder den Austausch von Fenstern (bisher Programm KfW 430) beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Ebenfalls im BEG EM enthalten sind die Zuschüsse für den Umstieg aufs Heizen mit erneuerbaren Energien.

Am 1. Juli 2021 startete Stufe 2: Die Kreditvariante der Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen löst das Programm KfW 152 ab. Damit geht auch der Ergänzungskredit für eine umweltfreundliche Heizung (Programm 167) im neuen System auf. Die Kreditvergabe läuft weiterhin über die KfW.

Die alten KfW-Programme 430 und 151 für Umbauten zum KfW-Effizienzhaus, die Du vielleicht noch kennst, sind zum 30. Juni 2021 ausgelaufen. Zuschüsse und Kredite gibt es jedoch weiterhin bei der KfW – im Rahmen des Programms Bundesförderung für effiziente Gebäude Wohngebäude (BEG WG).

Am 1. Januar 2023 tritt übrigens die Stufe 3 in Kraft. Dann laufen alle Zuschüsse über das Bafa – sowohl für Einzelmaßnahmen als auch für Komplettsanierungen. Die KfW hingegen kümmert sich ab dem Zeitpunkt nur noch um Kredite.

Das sind die wichtigsten Änderungen

Der bisher niedrigste Sanierungsstandard für das KfW-Effizienzhaus 115 fällt in der BEG weg. Dafür gibt es mit der Bezeichnung Effizienzhaus 40 einen neuen Höchststandard (vorher 55). Außerdem erhältst Du einen Bonus von 5 Prozent, wenn Du mit der Sanierung eines Gebäudes eine sogenannte EE-Klasse erreichst. Vorrausetzung dafür ist, dass erneuerbare Energien mindestens 55 Prozent des Energiebedarfs für die Wärme- und Kälteversorgung erbringen.

Setzt Du mit den Maßnahmen einen individuellen Sanierungsfahrplan um, steigt der Fördersatz übrigens nochmals um 5 Prozent.

Eine weitere Änderung betrifft die Förderung von Fachplanung und Baubegleitung. Die Förderung erhöht sich in der BEG etwas. Für einzelne Maßnahmen fördert das neue Programm etwa 50 Prozent von maximal 5.000 Euro. Hat das Gebäude drei oder mehr Wohneinheiten, gibt es 50 Prozent von bis zu 2.000 Euro pro Wohnung, insgesamt aber nicht mehr als 20.000 Euro. Für Sanierungen zum Effizienzhaus ist jeweils die doppelte Summe zu 50 Prozent förderfähig.

Was den Kreis der Anspruchsberechtigten betrifft, so können in Zukunft auch Unternehmen und andere juristische Personen alle Fördervarianten der BEG beantragen.

Wichtig: Als Vorhabenbeginn gilt in der BEG der Abschluss der Verträge mit den ausführenden Unternehmen – nicht mehr der Baubeginn.

Zuletzt sind im Rahmen der BEG auch Sanierungen von deutlich jüngeren Gebäuden als bisher förderfähig. Der Bauantrag oder die Bauanzeige muss nur noch fünf Jahre vor der Antragsstellung für die Förderung erfolgt sein. In den auslaufenden Programmen hat die KfW nur Maßnahmen an Gebäuden gefördert, bei denen der Bauantrag oder die Bauanzeige vor dem 1. Februar 2002 gestellt wurde.

Wie fördert die KfW energetische Sanierungen?

Möchtest Du für die energetische Sanierung keinen Kredit aufnehmen, kannst Du einen Investitionszuschuss der KfW-Bankengruppe beantragen. Sinnvoll kann das etwa sein, wenn Du selbst genug Geld auf dem Konto hast, trotzdem aber die staatliche Förderung nutzen willst. Das Geld musst Du nicht zurückzahlen, der Zuschuss verringert also Deine Investitionskosten.

Den Zuschuss gibt es seit 1. Juli 2021 im Programm KfW 461.

Wenn Du Dein Haus oder Deine Wohnung energieeffizient sanierst (und zwar komplett!), beteiligt sich die KfW mit bis zu 75.000 Euro je Wohneinheit an den Kosten. Die Förderung nennt sich Sanierungszuschuss. Außerdem gibt es noch einen sogenannten Bauzuschuss. Er beträgt allerdings nur 37.500 Euro je Wohneinheit.

Komplettsanierung zum Effizienzhaus - Die Sanierung muss die Wohnung auf einen technischen Standard heben, den die KfW festlegt, die sogenannte Effizienzhaus-Stufe. Den Zuschuss kannst Du nicht nur für die Bauleistungen im engeren Sinne beantragen, sondern auch für Baunebenkosten wie etwa Architekten- oder Ingenieursleistungen.

Wichtige Voraussetzung für diese Förderung: Der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Gebäude liegt mindestens fünf Jahre zurück. Da Bauherren und Käufer wahrscheinlich in den ersten fünf Jahren nach dem Bau nicht gleich wieder über eine komplette Sanierung des Gebäudes nachdenken, dürftest Du diese Voraussetzung in der Regel erfüllen.

Den Höchstbetrag von 75.000 Euro für dieses Programm erhältst Du nur, wenn Du auch den höchsten Energiestandard des Programms erreichst (das sogenannte KfW-Energieeffizienzhaus 40, erneuerbare Energien-Klasse). Außerdem darf der Sanierungszuschuss höchstens 50 Prozent der förderfähigen Kosten abdecken. Möchtest Du also die maximale Förderung im Programm KfW 461 erreichen, musst Du mindestens 150.000 Euro aufwenden, davon 75.000 Euro aus eigener Tasche.

Am unteren Ende der Förderbeträge steht dagegen das Effizienzhaus 100. Erreichst Du diesen Standard, so kannst Du maximal 27,5 Prozent von maximal 120.000 Euro erhalten, das sind also 33.000 Euro.

Die Fördertabelle findest Du unter „Konditionen“ auf der Programmseite zu KfW 461.

Kreditprogramm KfW 261, 262 - Willst oder kannst Du die energetische Sanierung nicht mit eigenem Geld finanzieren, kannst Du dafür in den Programmen KfW 261, 262 Kredite beantragen. Beim Programm KfW 261 muss Dein Gebäude mit der Sanierung den umfassenden energetischen Standard eines KfW-Effizienzhauses erreichen. Je Wohneinheit kannst Du dann bis zu 150.000 Euro als Kredit beantragen.

Planst Du dagegen nur einzelne Maßnahmen (wie die Wärmedämmung von Wänden oder die Erneuerung von Fenstern), kannst Du unter der Programmnummer 261 bis zu 60.000 Euro je Wohneinheit beantragen.

In den beiden Kreditprogrammen KfW 261 und KfW 262 gibt es zusätzlich zu günstigen Zinsen noch ein Geldgeschenk in Form eines Tilgungszuschusses. Du musst also weniger Geld zurückzahlen, als Du bekommen hast. Wie hoch der Tilgungszuschuss ausfällt, hängt davon ab, welchen Energiestandard Du mit der Sanierung erreichst. Je weniger Energie das Gebäude nach der Sanierung verbraucht, umso höher fällt der Zuschuss aus.

Voraussetzung für die Förderung der energetischen Sanierung in allen drei Programmen ist wie beim Zuschussprogramm 461, dass der Bauantrag oder die Bauanzeige zum Zeitpunkt des Antrags mindestens fünf Jahre zurückliegt.

Welche energetische Sanierung fördert die KfW?

Mit dem Programm KfW 461 bezuschusst die KfW Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen. Ein Effizienzhaus zeichnet sich durch einen geringen Energiebedarf sowie einen niedrigen Wärmeverlust aus. Zurzeit bezeichnet das KfW-Effizienzhaus 40 den höchsten und 100 den niedrigsten energetischen Standard für Wohngebäude. Je niedriger die Zahl, desto geringer der Energiebedarf.

Im Programm KfW 261, 262 vergibt die KfW neben Krediten für Sanierungen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen, auch Kredite für Einzelmaßnahmen, etwa die Dämmung von Wänden oder den Austausch von Fenstern.

Die KfW fördert über die reinen Material- und Handwerkerkosten hinaus auch Kosten für Beratung, Planung, Messungen und vorbereitende Maßnahmen.

Die Einzelheiten des Zuschuss-Programms KfW 461 und des Kredit-Programms KfW 261, 262 findest Du in den Infoblättern der KfW. Dort erfährst Du auch die Einzelheiten zur Antragstellung und zu den technischen Mindestanforderungen. Die Infoblätter sind auf den Programmseiten der KfW unter „Formulare und Downloads“ (für KfW 461 und für KfW 261, 262) bereitgestellt.

Beachte die geänderte Fördersystematik bei erneuerbaren Energien

Mit dem BEG EM fördert das Bafa auch den Umstieg auf erneuerbare Energien beim Heizen sowie die Optimierung bestehender Anlagen. Bis Ende 2020 lief die Förderung des Bafa unter der Bezeichnung Marktanreizprogramm (MAP) „Heizen mit erneuerbaren Energien“. Mehr zum Thema Umstieg auf erneuerbare Energien erfährst Du in unserem Ratgeber Bafa-Förderung für Heizungen.

Wie hoch sind die Zuschüsse im Programm KfW 461?

Die Höhe des Zuschusses ist abhängig vom Effizienzhaus-Standard, den das Gebäude mit der Sanierung erreicht. Der Investitionszuschuss der KfW deckt zwischen 25 und 40 Prozent der Kosten. Die KfW fördert Umbauten bis maximal 120.000 Euro pro Wohneinheit. Bei mehreren, separat zugänglichen Wohnungen in einem Gebäude ist die Förderung demnach entsprechend höher.

KfW 461: Maximaler Sanierungszuschuss pro Wohneinheit

 

Anteil der förderfähigen 

Kosten in %

höchstens pro
Wohneinheit in €
KfW-Effizienzhaus Denkmal2530.000
KfW-Effizienzhaus 10027,533.000
KfW-Effizienzhaus 853036.000
KfW-Effizienzhaus 703542.000
KfW-Effizienzhaus 554048.000
KfW-Effizienzhaus 404554.000

Quelle: KfW (Stand: 26. Juni 2021)

Den Zuschuss gibt es direkt bei der KfW

Anders als bei den Kreditprogrammen, die Du bei Banken oder Vermittlern von Baukrediten bekommst, beantragst Du den Investitionszuschuss direkt bei der KfW. Die Förderbank hat dafür ein Zuschussportal eingerichtet. Geld erhältst Du allerdings erst, wenn die Bauarbeiten bereits abgeschlossen sind. Erst dann kannst Du nachweisen, dass Du die Vorgaben des Programms eingehalten hast, und der KfW zeigen, welche Kosten entstanden sind. Wenn die KfW diese Unterlagen geprüft hat, zahlt sie den Zuschuss aus.

Für Dich als Bauherren bedeutet das: Zwischen Einreichung der letzten Unterlagen und der Auszahlung können einige Wochen vergehen. Du kannst also nicht davon ausgehen, dass Du mit dem Zuschuss der KfW die Handwerkerrechnungen bezahlen kannst. Möchtest Du unangenehme Gespräche mit den Handwerkern vermeiden, solltest Du lange Zahlungsfristen vereinbaren und im Zweifelsfall die Rechnungen zunächst mit eigenem Geld begleichen.

Wie viel Förderung gibt es im Programm KfW 261/262?

Willst oder kannst Du eine energetische Sanierung nicht aus eigener Tasche zahlen, kannst Du dafür einen zinsgünstigen Kredit von der KfW erhalten.

Das Programm KfW 261, 262 verringert die finanzielle Belastung für energetische Sanierungen gleich auf zwei Wegen: Der Zinssatz liegt für die ersten zehn Jahre (der Zeit der Zinsbindung) unter dem Marktzins für normale Baukredite. Darüber hinaus erlässt die KfW einen Teil des Kreditbetrags, wenn der Bauherr die Maßnahmen wie geplant umgesetzt hat. Niedriger Kreditzins und Tilgungszuschuss ergeben rechnerisch sogar einen negativen Gesamtzins. Umgesetzt wird dies allerdings so, dass die KfW den Tilgungszuschuss dem Darlehenskonto gutschreibt, und dies bereits, wenn das Vorhaben abgeschlossen ist.

Den Kredit kannst Du übrigens auch als endfälliges Darlehen beantragen. Dann zahlst Du während der Laufzeit nur die Zinsen. Am Ende musst Du den Kredit in einer Summe zurückzahlen. Diese Variante kommt etwa in Frage, wenn Du zum Ende der Laufzeit den entsprechenden Geldbetrag aus anderen Quellen erhältst, etwa aus dem Verkauf einer Immobilie.

KfW 261, 262: Konditionen KfW-Kredite Energieeffizient Sanieren

Laufzeit
in Jahren
tilgungsfreie
Anlaufzeit
in Jahren
Zinsbindung
in Jahren
Sollzins
pro Jahr in %
Effektivzins
pro Jahr in %
4 bis 101 bis 2100,66 %0,66 %
11 bis 201 bis 3100,82 %0,82 %
21 bis 301 bis 5100,87 %0,87 %
4 bis 10endfälligwie Laufzeit0,89 %0,89 %

Quelle: KfW (Stand: 1. Juli 2021)

Zweiter Bestandteil der Förderung ist der Tilgungszuschuss. Die KfW erlässt Dir dabei einen Teil der Restschuld. Je höher der erreichte energetische Standard nach der Sanierung ist, desto höher ist der Tilgungszuschuss.

KfW 261: Tilgungszuschuss für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus

nachgewiesener
KfW-Standard
Höhe des Tilgungszuschusses
KfW-Effizienzhaus 40

45 % der Darlehenssumme,

bis zu 54.000 € für jede Wohneinheit

KfW-Effizienzhaus 5540 % der Darlehenssumme,
bis zu 48.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 7035 % der Darlehenssumme,
bis zu 42.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 8530 % der Darlehenssumme,
bis zu 36.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 10027,5 % der Darlehenssumme,
bis zu 33.000 € für jede Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus Denkmal25 % der Darlehenssumme,
bis zu 30.000 € für jede Wohneinheit

Quelle: KfW (Stand: 26. Juni 2021)

Zu den Effizienzhaus-Klassen gibt es jeweils noch sogenannte Erneuerbare-Energien-Varianten, bei denen der Prozentsatz um jeweils 5 Prozenzt steigt, und der maximale Kreditbetrag von 120.000 Euro auf 150.000 Euro, also etwa beim Effizienzhaus 100 von 27,5 Prozent auf 32,5 Prozent. In diesem Fall steigt die insgesamt mögliche Förderung von 33.000 Euro in der „normalen“ Variante auf 48.750 Euro beim Effizienzhaus 100 mit Erneuerbare-Energien-Klasse.

Eine wichtige Neuerung beim Tilgungszuschuss ist der Extra-Tilgungszuschuss von 5 Prozent. Diese zusätzliche Förderung erhältst Du, wenn die Effzienzhaus-Stufe im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans erreichst. Einzelheiten dazu erfährst Du auf den Programmseiten der KfW.

KfW fördert auch die Baubegleitung

Eine energetische Sanierung nach den Vorgaben der KfW ist ein anspruchsvolles Projekt. Um einen Anreiz für eine vernünftige Baubegleitung zu schaffen, vergibt die KfW für diese Leistung zusätzliche Kreditbeträge und Tilgungszuschüsse. Sie liegen beim Ein- und Zweifamlienhaus bei 10.000 Euro je Vorhaben für den Kredit, und bei 50 Prozent und maximal 5.000 Euro beim Tilgungszuschuss.

Für die Sanierung einer Eigentumswohnung kannst Du 4.000 Euro zusätzlich als Kredit erhalten, und 50 Prozent bis zu 2.000 Euro beim Tilgungszuschuss.

Das bedeutet: Gibst Du für die Baubegleitung Deiner Eigentumswohnung 4.000 Euro aus, kannst Du 2.000 Euro als Zuschuss erhalten. Aber auch wenn die Baubegleitung teurer wird (etwa 5.000 Euro), kannst Du maximal 2.000 Euro erhalten.

Besonderheiten bei Laufzeit, Zinsbindung und Sondertilgung

Die Laufzeiten kannst Du selbst festlegen. Wie die Tabelle zeigt, kannst Du Dich für Laufzeiten zwischen vier und 30 Jahren entscheiden. Je länger die gewählte Laufzeit, umso niedriger fallen natürlich die einzelnen Raten aus.

Eine Besonderheit der KfW-Kredite ist die tilgungsfreie Anlaufzeit am Anfang des Kredits. Während der Tilgungsfreijahre berechnet die KfW nur die Zinsen, verlangt aber noch keine Rückzahlung des Darlehens. Dadurch bist Du in den ersten Jahren des Kredits etwas flexibler. Gleichzeitig zahlst Du aber etwas mehr an Zinsen als bei einer Rate mit Tilgung, denn die Zinsen werden immer auf der Basis der Restschuld berechnet.

Bei KfW 261 liegt die Zinsbindung immer bei maximal zehn Jahren. Die Zinssätze sind also für maximal zehn Jahre festgeschrieben. Danach musst Du eine neue Zinsvereinbarung mit der Bank schließen. Allerdings solltest Du auch bei dieser Zinsbindung die An­schluss­fi­nan­zie­rung im Blick behalten: Selbst wenn der Marktzins nicht steigt, wird das KfW-Darlehen nach Ende der Zinsbindungsfrist teurer, denn das Folgeangebot, das die KfW dann vorlegt, wird nicht mehr verbilligt. Wenn Du kannst, solltest Du das Darlehen also möglichst bis zum Ende der ersten Zinsbindungsfrist zurückzahlen.

Anträge über Vermittler stellen

Du kannst den Kredit für energieeffizientes Sanieren nicht direkt bei der KfW stellen, sondern musst Dich an einen Finanzierungspartner der Kreditanstalt wenden. Das kann eine Bank oder Sparkasse oder auch ein Vermittler von Baukrediten sein. Die Vermittler sind auch eine gute Anlaufstelle, wenn Du nach der ersten Zinsbindungsphase eine passende An­schluss­fi­nan­zie­rung suchst.

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