Auf Geldreise - Podcast #61

Anlageklassen: Das gehört ins Depot – Teil eins

18. März 2021

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Wie hoch später einmal die gesetzliche Rente ausfallen wird – wer weiß das schon. Aber Fakt ist, ohne private Altersvorsorge geht es nicht. Tagegeld, Festgeld und Co. werfen aktuell zu wenig bis keine Zinsen ab. Daher kommst Du um Aktien nicht herum. Das Wichtigste dabei: breit streuen. Investiere lieber in einen großen, bunten Strauß an Aktien, bestehend aus vielen Titeln aus unterschiedlichen Branchen, Ländern und Währungen, anstatt auf Einzelaktien zu setzen. Besonders einfach und kostengünstig geht das mit ETFs (Exchange Traded Funds), auch Indexfonds genannt.

ETFs empfinden die Wertentwicklung börsengehandelter Indizes wie DAX oder MSCI World nach. Im einfachsten Fall kaufen die Aktienfonds die im Index enthaltenen Wertpapiere eins zu eins nach. Besitzt Du beispielsweise einen ETF auf den MSCI World, besteht Dein Blumenstrauß aus über 1.600 Wertpapieren, die aus 23 Industrieländern und mehr als zehn unterschiedlichen Branchen stammen.

Eine breite Streuung, auch Diversifikation genannt, bedeutet aber auch, nicht nur auf eine einzelne Anlageklasse zu setzen. Zwar bieten Aktien aktuell langfristig bessere Renditechancen als andere Produkte. Mehr Rendite bedeutet häufig aber auch ein größeres Verlustrisiko. Mischst Du Deinem Portfolio neben Aktien weitere Anlageklassen wie Tagesgeld oder Festgeld hinzu, kannst Du mögliche Verluste in der einen Anlageklasse durch Gewinne in den anderen besser abfedern. 

Doch welche Anlageklassen gibt es eigentlich und bringen wirklich alle Ruhe ins Depot? Über diese Punkte und weitere sprechen wir in der aktuellen Podcastfolge. Als Unterstützung haben wir uns die langjährige Börsenexpertin und ehemalige Chefkorrespondentin des Handelsblatts Jessica Schwarzer mit an Bord geholt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Du möchtest mehr über Jessica Schwarzer erfahren? Dann folge ihr auf Instagram.
  • Wie Du Dein Geld sicher auf mehrere Anlageklassen aufteilst, hat unser Finanztip-Kollege Hendrik Buhrs hier aufgeschrieben.
  • Bevor Du damit loslegst, solltest Du alte Kredite ablösen oder Deinen Dispokredit ausgleichen. Schulden zurückzahlen ist nämlich die beste Form der Geldanlage.
  • Die richtige Geldanlage ist sehr individuell. Bevor Du Dein Geld auf die unterschiedlichen Anlageklassen aufteilst, Fachleute sprechen auch von Asset Allocation, solltest Du Dich Folgendes fragen: Wie viel Geld hast Du zur Verfügung? Wie lange kannst Du darauf verzichten? Was ist Dein eigentliches Sparziel? Wie schätzt Du Deine Risikobereitschaft ein? Und wie sehen Deine persönlichen Umstände aus – Familie, befristeter Arbeitsplatz oder Hauskredit?
  • Du kannst zwischen verschiedenen Anlageklassen wählen wie Immobilien, Gold oder auch Optionsscheinen. Nicht alle sichern Dein Depot zusätzlich vor Schwankungen ab. Viele von ihnen sind häufig auch undurchsichtig und risikobehaftet. Finanztip empfiehlt daher, sich auf die einfachsten und transparentesten Anlageklasse zu beschränken: Tagesgeld, Festgeld und kostengünstige Aktienfonds.
  • Tagesgeld kommt zwar mit sehr geringen Zinsen daher, bietet aber die sicherste Form der Geldanlage. Bei Bedarf kommst Du täglich und unkompliziert an Dein Geld. Gleichzeitig sind Summen bis zu 100.000 Euro über die Einlagensicherung gesetzlich abgesichert.
  • Die besten Tagegeldkonten für Neu- und Bestandskunden bieten aktuell die TF Bank (0,25 Prozent pro Jahr), die Advanzia Bank (0,25 Prozent pro Jahr, ab 5.000 Euro), die Nordax Bank über Weltsparen (0,23 Prozent pro Jahr) und Cosmosdirekt (0,21 Prozent pro Jahr, bis 25.000 Euro).
  • Wenn Du für ein bis drei Jahre auf einen bestimmten Geldbetrag verzichten kannst, ist Festgeld eine gute und sichere Ergänzung in Deinem Portfolio. Um gute Angebote zu finden, kannst Du unseren Finanztip-Festgeldrechner nutzen. Alternativ kannst Du Dich aber auch an unseren Empfehlungen orientieren.
  • Für mehr Rendite empfehlen wir Dir ETFs. Falls Du Dein Wissen diesbezüglich noch einmal auffrischen möchtest, höre gern in die Podcastfolgen 5 und 41 rein. Da erklären wir genau, was Aktienindexfonds sind und was Du bei der Auswahl Deines ETFs beachten solltest.

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