Ein gutes Festgeldkonto finden - Podcast #33

So einfach geht’s!

Shownotes

Du willst Geld für eine Weile auf die hohe Kante legen, bist aber mit den mickrigen Zinsen von Tagesgeldkonten unzufrieden? Dann ist womöglich ein Festgeldkonto das richtige für Dich. Dort parkst Du Dein Geld für einen festen Zeitraum, beispielsweise drei Jahre, und bekommst höhere Zinsen als beim Tagesgeld. Welche Unterschiede oder Gemeinsamkeiten es außerdem gibt, wann ein Festgeldkonto lohnt und wie Du ein wirklich gutes findest, erfährst Du in der aktuellen Folge.

Das Konzept hinter Festgeld: eine bestimmte Summe bei einer Bank anlegen für eine bestimmte Zeit zu einem vorab festgelegten Zins. Es gehört zu den risikoarmen Formen der Geldanlage und ist damit eine gute Möglichkeit, Dein Portfolio um einen sicheren Baustein zu ergänzen.

Wann Festgeld in Dein Depot gehört und wann nicht

Mit Festgeld bist Du weniger flexibel als mit einem Tagesgeldkonto. In der Regel kommst Du nicht vor Ablauf der Laufzeit an Dein Geld. Daher solltest Du nur den Betrag fest anlegen, auf den Du auch wirklich längerfristig verzichten kannst. 

Erst den Notgroschen aufbauen ...

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass Du zwei bis drei Nettogehälter für schlechte Zeiten auf einem Tagesgeldkonto angespart haben solltest. Denn: Nichts wäre schlimmer, wenn Du einen Kredit aufnehmen müsstest, weil Du die dringend nötige Autoreparatur nicht bezahlen kannst, nur weil Du keinen Notgroschen hast.

... und Schulden tilgen

Bist Du noch dabei, einen hohen Kredit abzuzahlen, solltest Du auch erstmal auf Festgeld verzichten. Die Zinsen, die Du für den Kredit zahlst, kosten Dich regelmäßig mehr als das, was Du an Zinsen auf dem Festgeldkonto gutgeschrieben bekommst.

Mit Festgeld für die eigenen Wünsche sparen

Wenn Notgroschen und Kredit kein Thema mehr sind und Du eine größere Summe zur Verfügung hast, auf die Du eine Weile gut verzichten kannst, dann ist das Festgeldkonto der richtige Ort dafür. Es eignet sich beispielsweise, um das nötige Eigenkapital anzusparen für eine Immobilie.

Festgeld ist auch dann praktisch, wenn Du dir in naher Zukunft einen größeren Wunsch erfüllen möchtest – zum Beispiel das neue Auto, die Weltreise oder Deine berufliche Selbstverwirklichung.

Bevor Du für Deine Wünsche sparst, steht allerdings noch die Suche nach einem guten Festgeldkonto an. Auch hier gibt es einiges zu berücksichtigen, unter anderem die Besteuerung der Zinserträge, Prolongation oder Sicherheit vor Zinsen. Was genau damit gemeint ist, erfährst Du in unserer Podcast-Folge.

  1. Wie Du das beste Festgeldkonto findest, hat Finanztip im Ratgeber aufgeschrieben. 
  2. Auf unserem Finanztip-Youtube-Kanal erklärt Dir Geld-Experte Saidi unter anderem, wo der Unterschied zum Sparbuch ist.
  3. Der Festgeldrechner hilft Dir dabei, Dein neues Festgeldkonto schnell und einfach zu finden
  4. Wie Du Dir die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge sparst, hat unser Steuer-Experte Udo Reuß für Dich hier aufgeschrieben. 
  5. Wie es um die Bonität einzelner Länder bestellt ist, hat tagesgeldvergleich.net  aufgelistet. 

Kurz für Dich zusammengefasst:

  • Mithilfe des Festgeldrechners von Finanztip kannst Du verschiedene Angebote unterschiedlicher Banken gut miteinander vergleichen.
  • Achte bei Deiner Auswahl darauf, dass die Bank aus einem finanziell stabilen Land kommt. Erst danach kommt der Blick auf die Zinsen.
  • Je länger Du Dein Geld anlegst, umso höhere Zinsen bekommst Du. Länger als 36 Monate solltest Du Dein Geld trotzdem nicht anlegen. Sonst entgehen Dir gegebenenfalls besser verzinste Angebote.
  • Durch die gesetzlich festgeschriebene Einlagensicherung sind Ersparnisse bis 100.000 Euro geschützt – je Konto und Kunde.  
  • Bei Paaren mit Gemeinschaftskonto sind 200.000 Euro abgesichert.
  • Mehr Geld als in Höhe der Einlagensicherung sollte sich trotzdem nicht auf Deinem Festgeldkonto befinden. 
  • Ein Blick in die allgemeinen Geschäftsbedingungen verrät Dir, ob die Bank Dein Festgeldkonto nach Laufzeitende automatisch weiterlaufen lässt. Unbedingt vor der Kontoeröffnung abklären!
  • Sofern die Bank die Abgeltungssteuer nicht automatisch abführt, bist Du verpflichtet, das zu übernehmen – und zwar über die Steuererklärung. 
  • Sofern Du ein Konto bei einer deutschen Bank eröffnet hast, kannst Du den Sparerpauschbetrag von 801 Euro voll ausnutzen und zahlst erst darüber hinaus Steuern auf Kapitalerträge. Allerdings musst Du dafür vorab einen Freistellungsauftrag bei Deiner Bank eingerichtet haben.

 

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Auf Geldreise - Ein gutes Festgeldkonto finden (#33)