Das Wichtigste in Kürze
- Das Deutschlandticket kostet ab 2026 jeden Monat 63 Euro.
- Mit dem Ticket kannst Du bundesweit alle Regional- und Nahverkehrszüge sowie Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen nutzen. Teils sogar Fähren und Schwebebahnen.
- Bequem ist es wohl für viele. Finanziell am meisten profitiert vom Deutschlandticket aber eine Gruppe: Pendler im Nahverkehr.
- Je nachdem, in welchem Bundesland Du wohnst, kannst Du das Deutschlandticket auch günstiger bekommen. Schau für die Ermäßigungen in unsere Tabelle.
So gehst Du vor
- Du kannst das Deutschlandticket über viele Webseiten und Apps von regionalen Anbietern und auch über bahn.de buchen. Du bekommst es als Chipkarte oder als digitales Ticket.
- Das Deutschlandticket gibt es nur im Abonnement: Möchtest Du das Abo kündigen, musst Du das bei den meisten Anbietern bis zum zehnten Tag des Nutzungsmonats für den Folgemonat tun.
- Vor allem, wenn Du Dein Deutschlandticket nur für den Urlaub nutzen willst, achte auf die Kündigungsfristen.
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Inhalt
- Was kostet das Deutschlandticket?
- Für wen lohnt ein Deutschlandticket besonders?
- Wer bekommt das Deutschlandticket zum ermäßigten Preis?
- Wie viel kostet das Deutschlandticket als Jobticket?
- Kann ich mein Fahrrad mit dem Deutschlandticket mitnehmen?
- Wo darf ich mit meinem Deutschlandticket meinen Hund kostenlos mitreisen lassen?
- Wo gilt das Deutschlandticket?
- Wo kann ich mit meinem Deutschlandticket IC oder sogar ICE fahren?
- Welche Rechte hast Du bei Verspätungen mit einem Deutschlandticket?
- Wie wird das Deutschlandticket finanziert und sind Preiserhöhungen geplant?
Wie günstig es mit dem aktuellen Deutschlandticket für Dich ist, unterwegs zu sein und welche Regeln Du unbedingt kennen solltest, nehmen wir in diesem Ratgeber unter die Lupe und beantworten die wichtigsten Fragen.
Was kostet das Deutschlandticket?
Für 756 Euro im Jahr oder 63 Euro im Monat bekommst Du ab Januar 2026 das Deutschlandticket. Und zwar nur im Abo – monatlich als Einzelticket kannst Du es nicht kaufen. Das Deutschlandticket gilt dabei nur für den jeweiligen Kalendermonat, auch wenn der bereits angelaufen ist. Kaufst Du Dein Ticket zum Beispiel erst für den 12. September, gilt es nicht etwa bis zum 12. Oktober, also einen Monat nach dem Kauf, sondern nur noch bis Ende September.
Wann kann ich ein Deutschlandticket kündigen?
Die Kündigungsfrist ist meist recht kurz: Bei den meisten Verkehrsunternehmen kannst Du bis zum zehnten Tag des laufenden Monats für den nächsten Monat kündigen. Tipp: Hab das auf dem Schirm, wenn Du das Ticket nicht brauchst, etwa weil Du mehrere Wochen im Urlaub bist.
Apropos Urlaub: Wie Du bei Deiner Urlaubsreise mit dem Deutschlandticket sparen kannst und welche Geheimtipps Du dafür unbedingt kennen solltest, verraten wir Dir in unserem Ratgeber Urlaub mit dem Deutschlandticket.
Zu den Kündigungsfristen musst Du überprüfen, was bei Deinem Aussteller der Tickets gilt: Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ebenso wie bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) oder der Deutschen Bahn beispielsweise kannst Du das Ticket bis zum zehnten Tag des Monats für den Folgemonat kündigen. Sonst verlängern die BVG, MVG und auch die Bahn Dein Abo automatisch um einen weiteren Monat.
Was sind die wichtigsten Regeln für Reisen mit dem Deutschlandticket?
- Das Deutschlandticket gilt für nur eine Person.
- Es gilt für Fahrten in der 2. Klasse.
- Du kannst es in ganz Deutschland verwenden.
- Es gilt in allen Nahverkehrszügen, also Regionalbahnen (RB), Regionalexpress-Zügen (RE), Stadt-Bahnen (S-Bahn).
- Es gilt auch in sonstigen öffentlichen Verkehrsmitteln, darunter Bus, Straßenbahn, U-Bahn und, wenn öffentliches Verkehrsmittel, auch Fähren und Schwebebahnen.
- Es ist nicht übertragbar.
Wichtig! Das Deutschlandticket gilt nicht …
- in Fernverkehrszügen der Deutschen Bahn wie ICE, IC oder EC,
- in Fernverkehrszügen anderer Anbieter wie FlixTrain und
- in Fernbussen wie FlixBus.
Gibt es das Deutschlandticket auch als Online-Ticket?
Ja. Wenn Du Dir das Deutschlandticket holst, hast Du meist die Wahl, ob Du es als Chipkarte haben willst oder als Online-Ticket. Meist, aber nicht immer: Bei der Bahn etwa gibt’s das Deutschlandticket nur noch als Online-Ticket. Für eine Chipkarte musst Du also zu einem der vielen Verkehrsverbünde, die die Plastikkarte fürs Portemonnaie anbieten. Darunter zum Beispiel die Berliner Verkehrsbetriebe BVG, die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG, oder auch der Rhein-Main-Verkehrsverbund RMV.
Ob die Karte im Portemonnaie oder der Nachweis in der App besser für Dich ist, hängt vor allem von Deinem Nutzungsverhalten ab. Denk dran, dass Du das Deutschlandticket regelmäßig vorzeigen musst – wenn Du es auch für spontane Reisen nutzen willst, solltest Du es möglichst immer dabeihaben.
Für wen lohnt ein Deutschlandticket besonders?
Finanziell besonders lohnt das Deutschlandticket für Pendler im Nahverkehr. Denn im Vergleich zu vielen regionalen Monatskarten ist es auch mit 63 Euro günstiger – und gilt obendrauf bundesweit.
Vielnutzer des öffentlichen Personennahverkehrs sparen ebenfalls. Sie ersetzen mit dem festen Monatspreis viele Einzel- oder Tagestickets. Reisende, die häufig innerhalb Deutschlands unterwegs sind, profitieren vor allem von der deutschlandweiten Gültigkeit. Für Studierende und Azubis kann ein Deutschlandticket vor allem dann attraktiv sein, wenn ihr Bundesland ermäßigte Varianten anbietet. Welche teils noch günstigere Alternativen es zum Deutschlandticket gibt, liest du in den folgenden Absätzen.
Wann sind Monatskarten günstiger als ein Deutschlandticket?
Hast Du ein Monatsabo für den Nahverkehr, lohnt es sich rein preislich in der Regel, auf das Deutschlandticket umzusteigen: Die meisten Monatstickets der regionalen Verkehrsverbünde kosten mehr als 63 Euro.
Allerdings musst Du bedenken, dass übliche Monatskarten einige geldwerte Vorteile gegenüber den Deutschlandtickets haben. Vorteile: Monatstickets können übertragbar sein und die Mitnahme anderer Personen erlauben – das alles ist mit dem Deutschlandticket nicht möglich.
Denk gerne nochmal an die oben genannten Spielregeln zurück: Das Deutschlandticket gilt für nur eine Person für Fahrten in der 2. Klasse in allen Verkehrsmitteln des ÖPNV in ganz Deutschland und ist nicht übertragbar.
Für wen sind andere Tickets als das Deutschlandticket günstiger?
Fernpendlern bringt das Ticket finanziell kaum Vorteile, außer, um mit dem Regionalverkehr zu einem Bahnhof zu fahren. Du kannst aber darüber nachdenken, Dir eine Bahncard zuzulegen. Ab wann sich welche Bahncard für Dich rechnet, haben wir für Dich ausgerechnet. Lies alles dazu im Ratgeber zur Bahncard.
Für Fernpendler überwiegen häufig die Nachteile des Deutschlandtickets. Etwa die uneinheitliche Regelung zur Fahrradmitnahme, dazu liest Du ein paar Absätze weiter unten noch etwas mehr. Sowie zur Mitnahme von Hunden. Dass das Ticket nicht übertragbar ist, kann das Deutschlandticket für manche Familien unattraktiv machen.
Wer bekommt das Deutschlandticket zum ermäßigten Preis?
Von Ermäßigungen fürs Deutschlandticket profitieren in der Regel Menschen …
- ab dem 65. Lebensjahr
- oder bis zum 21. Lebensjahr,
- sowie Auszubildende, Schülerinnen und Schüler und alle, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) machen und nicht älter als 27 Jahre sind.
Auch für vergleichbare deutschlandweit gültige Fahrscheine gibt es für junge Leute, für Studierende, für Senioren und für Menschen mit geringerem Einkommen in vielen Bundesländern und Regionen Tickets zu einem ermäßigten Preis.
Senioren bekommen in vielen Bundesländern ermäßigte Tarife im regionalen Nahverkehr – mit denen dürfen sie dann allerdings nicht deutschlandweit unterwegs sein, sondern nur im jeweiligen Verkehrsverbund. Bist Du älter als 65 und interessierst Dich für ein solches Angebot, solltest Du das Deutschlandticket mit in die Abwägung einbeziehen. Denn teils sind die rein regionale Angebote teurer als das bundesweit gültige Deutschlandticket.
Es gibt Ermäßigungen fürs Deutschlandticket sowie Rabattvarianten für Senioren, Studierende und Azubis, je nach Bundesland. Darüber hinaus existieren regionale Sondermodelle wie das Sozialticket und Ländertickets, die für bestimmte Gruppen oder Strecken günstiger sind als das reguläre Deutschlandticket. Für welche Gruppe das Deutschlandticket oder ein anderer deutschlandweit gültiger Fahrschein günstiger ist, hat Finanztip Dir im folgenden Überblick zu Tickets und Preisen zusammengestellt.
Günstige deutschlandweite Tickets in den Bundesländern
| Land | Ermäßigungen für Senioren | Ermäßigungen für junge Leute |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | nein | Ticket JugendBW für 45 Euro |
| Bayern | nein | Bayerisches Ermäßigungsticket für 43 Euro |
| Berlin | nein | nein |
| Brandenburg | nein | nein |
| Bremen | nein | nein |
| Hamburg | nein | Kostenloses hvv Deutschlandticket für Schülerinnen und Schüler hvv Deutschlandticket für Azubis und Freiwilligendienstleistende: 37,80 Euro |
| Hessen | nein | nein |
| Mecklenburg-Vorpommern | Deutschlandticket für Senioren aus Mecklenburg-Vorpommern: 43 Euro | Deutschlandticket für Azubis und Freiwilligendienstleistende sowie Berufsschüler: 43 Euro |
| Niedersachsen | nein | nein |
| Nordrhein-Westfalen | nein | Deutschlandticket-Schule, für Schüler teilnehmender Schulen: 43 Euro |
| Rheinland-Pfalz | nein | nein |
| Saarland | nein | Junge-Leute-Ticket: 44,40 Euro |
| Sachsen-Anhalt | nein | nein |
| Sachsen | nein | nein |
| Schleswig-Holstein | nein | Deutschland-Schulticket: 43 Euro für Schülerinnen, Azubis, Berufsschülerinnen |
| Thüringen | nein | nein |
Quelle: Angaben der Verkehrsverbünde auf ihren Websites, Finanztip-Recherche (Stand: Dezember 2025)
Schleswig-Holstein: Wann steigt der Preis des Deutschland-Schultickets?
- Stadt Kiel ab April 2026: 43 Euro pro Monat Stadt
- Lübeck ab Januar 2026: 43 Euro pro Monat Stadt
- Flensburg ab August 2026: 43 Euro pro Monat Stadt
- Neumünster ab August 2026: 43 Euro pro Monat
- Kreis Schleswig-Flensburg ab August 2026: 26,50 Euro pro Monat
- Kreis Nordfriesland ab August 2026: 43 Euro pro Monat
- Kreis Dithmarschen ab August 2026: 43 Euro pro Monat
- Kreis Rendsburg-Eckernförde ab Januar 2026: 43 Euro pro Monat
- Kreis Plön ab Januar 2026: 43 Euro pro Monat
- Kreis Ostholstein ab August 2026: 43 Euro pro Monat
- Kreis Steinburg ab August 2026: 43 Euro pro Monat
- Kreis Pinneberg ab August 2026: 43 Euro pro Monat
- Kreis Segeberg ab August 2026: 43 Euro pro Monat
- Kreis Stormarn ab August 2026: 43 Euro pro Monat
- Kreis Herzogtum Lauenburg ab August 2026: 43 Euro pro Monat
Welche Ermäßigungen fürs Deutschlandticket gibt es für Studierende?
Es existieren mehrere Modelle: Einmal ein Deutschlandsemesterticket mit bundesweitem Rahmenvertrag. Und zusätzlich Verbund- oder Landeslösungen für Studierende. Das Deutschlandsemesterticket nach bundesweit geregeltem Rahmenvertrag kostet einheitlich 60 Prozent des Deutschlandtickets.
Wie viel kostet eine Deutschlandsemesterticket?
Der Preis für ein Deutschlandsemesterticket nach bundesweit geregeltem Rahmenvertrag beträgt monatlich 34,80 Euro. Die allgemeine Preiserhöhung gilt ab dem 1. Juli auch für das Semesterticket. Auswirken wird sich das aber wahrscheinlich frühestens zum Wintersemester 2026/2027. Damit bleibt der Semesterticketbeitrag bis einschließlich des Sommersemesters 2026 an allen teilnehmenden Hochschulen unverändert.Ab dem Wintersemester 2026/2027 soll sich der Preis des Deutschland-Semestertickets um drei Euro pro Monat erhöhen.
Das Ticket kostet einheitlich 60 Prozent des Deutschlandtickets. Bei einem Deutschlandticket-Preis von 58 Euro (2024/2025) ergeben sich: 58 Euro × 0,60 = 34,80 Euro pro Monat.
Bei einem Deutschlandticketpreis von 63 Euro (2026) ergeben sich: 63 Euro × 0,60 = 37,80 Euro pro Monat.
Im Folgenden einige Beispiele zu den Regelungen des bundesweit geregelten Deutschlandsemestertickets (60-Prozent-Modell) in einzelnen Bundesländern:
In Berlin und Brandenburg haben sich mittlerweile alle Hochschulen und Universitäten dazu entschieden, ihren Studierenden ein Semester-Deutschlandticket anzubieten.
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit ein Deutschlandsemesterticket für Studierende an folgenden Hochschulen: Universität Rostock, Hochschule für Musik und Theater Rostock, Hochschule Wismar (Fachbereich Warnemünde), CBS International Business School am Standort Rostock sowie der Europäischen Fachhochschule Rostock.
In Niedersachsen und Bremen existieren sowohl vollständige Deutschlandsemestertickets als auch Lösungen mit einem Semester-Ticket-Upgrade, abhängig von Hochschule und bestehendem Semesterticketvertrag. Eine Übersicht über alle teilnehmenden Hochschulen und Universitäten dort findest Du etwa auf den Seiten des Niedersachsentarifs.
Im Saarland haben Studierende Anspruch auf ein Deutschlandsemesterticket, es ersetzt vorherige Semestertickets.
Dieses Modell gilt dort, wo Hochschulen bereits einen entsprechenden Rahmenvertrag abgeschlossen haben. Manche Regionen bieten eigene studentische Deutschlandticket-Versionen, die nicht an die 60-Prozent-Regel gebunden sind.
Wie viel kostet eine Verbund- oder Landeslösung für Studierende?
In Bayern kostet das Studi-Deutschland-Ticket beispielsweise rund 43 Euro. Studierende können durch 29 Euro Zuzahlung zum normalen Semesterticket auf ein Deutschlandticket upgraden.
In Nordrhein-Westfalen (NRW) bekommen Studierende ein Deutschlandsemesterticket zum Solidarmodellpreis. Das bedeutet, dass alle Studierende den deutschlandweiten Fahrschein beziehen müssen – und es nicht nur die Option auf ein Upgrade gibt. Preis: derzeit 34,80 Euro pro Monat, er zieht ab Wintersemester 2026/27 auf 37,80 Euro pro Monat an, entsprechend der Erhöhung des allgemeinen Deutschlandticket-Preises.
Der Preis wird hier allerdings vom jeweiligen Verkehrsverbund festgelegt, nicht von einem bundesweiten Semesterticket-Vertrag. Einige Regionen bieten eigene studentische Deutschlandticket-Versionen, die nicht an die 60-Prozent-Regel gebunden sind.
Bekommen Studierende ein Deutschlandsemesterticket?
Nicht unbedingt. Ob und wann das Deutschlandsemesterticket an Deiner Hochschule eingeführt wird, hängt davon ab, wie weit die Verhandlungen zwischen Deiner Hochschule, der Studierendenvertretung und den Verkehrsunternehmen und Verkehrsverbünden sind. Gibt es das Ticket an Deiner Hochschule noch nicht und Du hast ein Interesse daran, werde laut und gib das der Studierendenvertretung, etwa dem allgemeinen Studierendenausschuss (Asta), zu verstehen.
Bund und Länder haben den Rahmen dafür vorgegeben, dass es das Deutschlandticket in allen Bundesländern in rabattierter Form auch als Deutschlandsemesterticket gibt.
Was kostet das ermäßigte Deutschlandticket für Menschen mit geringem Einkommen?
Ab 2026 kostet das vergünstigte „Deutschlandticket Sozial“ in vielen Regionen rund 53 Euro. Es gilt für Menschen mit geringem Einkommen oder bestimmten Sozialleistungsansprüchen. Der Preis ist jedoch kein bundesweit einheitlicher Preis, sondern ein regional angebotener Sozialtarif. Je nach Verkehrsverbund kann er unterschiedlich ausfallen. Ein bundeseinheitlicher Sozialtarif für alle Sozialleistungsberechtigten, beispielsweise für rund 29 Euro, wird politisch diskutiert, ist aber bisher nicht gesetzlich eingeführt worden.
Wem steht ein ermäßigtes Deutschlandticket Sozial zu?
Eine Berechtigung für ein Deutschlandticket Sozial dazu hast Du unter anderem, wenn Du …
- Bürgergeld beziehst,
- Sozialgeld nach Sozialgesetzbuch 2 (SGB 2) oder Sozialhilfe nach SGB 12 bekommst oder leistungsberechtigt nach SGB 8 bist,
- wenn Dir Wohngeld zusteht
- oder Du leistungsberechtigt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bist.
Achte darauf, welche formellen Voraussetzungen Du in Deinem regionalen Verkehrsverbund erfüllen musst. In Hessen etwa brauchst Du den Hessenpass mobil – den Du aber unter den oben genannten Bedingungen erhältst. Dann bezuschusst das Land Hessen das Deutschlandticket, sodass Du den ermäßigten Preis von 44 Euro zahlen musst. Günstiger fahren kannst Du ebenfalls als Bürgergeld-Empfänger oder -Empfängerin in Hamburg. Für das Deutschlandticket zum Sozialtarif zahlst Du in Hamburg ab 2026 27,50 Euro pro Monat.
In Nordrhein-Westfalen gibt es das Deutschlandticket Sozial für 53 Euro.
Du kannst auch günstigere ermäßigte Fahrscheine im Abo bekommen, die sind dann aber in der Regel nicht deutschlandweit gültig. Das Saarland beispielsweise bietet Personen mit geringem Einkommen das Fair-Ticket für 35,60 Euro im Monat an. Das gilt allerdings nur im Bundesland Saarland. Auch Bremen hat ein solches regionales Sozial-Angebot: Für Fahrten in der Hansestadt kostet ein ermäßigtes Nahverkehrsticket für Dich als Bürgergeld-Empfängerin 35,20 Euro.
Wie viel kostet das Deutschlandticket als Jobticket?
Für ein Deutschlandticket als Jobticket zahlst Du ab 2026 maximal 45 Euro im Monat. Wenn Dein Chef Dir mehr als den Mindestzuschuss von 25 Prozent des Ticketpreises zuschießt, sinkt der effektive Betrag für Dich entsprechend weiter.
Wie kommt der Preis für das Deutschlandticket als Jobticket zustande?
Auf ein Deutschlandticket, das als Jobticket angeboten wird, geben die Verkehrsunternehmen fünf Prozent Rabatt, wenn der Arbeitgeber mindestens 25 Prozent Zuschuss zahlt. Zahlt der Arbeitgeber weniger als 25 Prozent, entfällt dieser verpflichtende Rabatt.
Dazu ein Rechenbeispiel:
- regulärer Preis Deutschlandticket ab Januar 2026: 63 Euro
- Rabatt auf das Deutschlandticket bei einem Job-Ticket: 5 Prozent → 63,00 Euro × 0,95 = 59,85 Euro Preis nach Rabatt
- Beispiel Arbeitgeberzuschuss: 25 Prozent → 59,85 Euro × 0,75 = 44,89 Euro
Welche Steuervorteile bringt das Deutschlandticket?
Wenn Du damit zur Arbeit pendelst, gilt die Pendler- oder auch Entfernungspauschale (§ 9 Abs. 1 bis 4 EStG). Genau wie bei Monats- oder anderen Karten. Für 2025 kannst Du 30 Cent pro Kilometer für die ersten 20 Kilometer und 38 Cent pro Kilometer ab dem 21. Kilometer von der Steuer absetzen. Ab 2026 gibt es die 38 Cent schon ab dem ersten Kilometer. Über die Mobilitätsprämie (§§ 101 ff. EStG) wird die Entlastung auch auf Geringverdienende übertragen.
Vorsicht, wenn Du ein Jobticket hast: Dadurch wird die Pauschale gekürzt. Alles rund um Fahrtkosten, Arbeitsweg, Steuern und Pendlerpauschale liest Du in unserem Ratgeber zur Entfernungspauschale.
Kann ich mein Fahrrad mit dem Deutschlandticket mitnehmen?
Das kommt darauf an, wo Du unterwegs bist. Einige Verkehrsverbünde erlauben die kostenlose Mitnahme eines Fahrrads. Allerdings nicht alle. Abhängig ist das von den Tarifen der regionalen Verkehrsverbünde.
Wo darf ich mein Fahrrad kostenlos mit dem Deutschlandticket in die Bahn nehmen?
In Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland, aber auch Thüringen und Hessen. Auch der Hamburger Verkehrsverbund erlaubt eine kostenlose Fahrradmitnahme in U- und S-Bahnen, auf speziellen Linien, die in die Hamburger Vororte fahren, sowie auf einigen Buslinien außerhalb der Hauptverkehrszeiten morgens und abends. In Berlin und Brandenburg hingegen brauchst Du ein Fahrradticket, wenn Du Dein Rad mitnehmen möchtest.
Einige Bundesländer bieten die Fahrradmitnahme in ihren Tarifbestimmungen ohnehin kostenlos an, zumindest weitgehend. Dort brauchst Du daher auch mit Deinem Deutschlandticket dann meist kein Zusatzticket fürs Fahrrad.
Wie erkenne ich, ob ich mein Fahrrad auf mein Deutschlandticket mitnehmen darf?
Es gilt: Wenn Du sonst eine Fahrradkarte kaufen müsstest, gilt dies auch für Fahrten mit dem Deutschlandticket. Nur wenn die gewählte Strecke oder das Tarifgebiet die kostenlose Fahrradmitnahme erlaubt, musst Du auch mit Deinem Deutschlandticket nichts zuzahlen.
Wo darf ich mit meinem Deutschlandticket meinen Hund kostenlos mitreisen lassen?
In Nordrhein-Westfalen oder Berlin etwa musst Du kein Zusatzticket für Hunde kaufen. Doch das gilt nicht überall. Auch in diesem Punkt bestimmen die Verkehrsverbünde vor Ort, was geht. Im Zweifel gilt der Grundsatz: Außer Kindern unter sechs Jahren darfst Du beim Deutschlandticket niemanden mitfahren lassen – auch keine Hunde.
Überprüfe bei Deinem lokalen Verkehrsunternehmen, was für Dich gilt. Beachte dabei unbedingt die gesetzlichen Bestimmungen für Hundehaltung in Deinem Bundesland: In Hamburg und Brandenburg besteht zum Beispiel eine allgemeine Leinenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. Ein Maulkorb für Deinen Vierbeiner kann ebenfalls verpflichtend sein. Bei längeren Fahrten solltest Du außerdem ausreichend Wasser für Dich und auch Deinen Hund dabeihaben – verlass Dich nicht darauf, dass Klimaanlage oder Zugpersonal jederzeit für Abkühlung oder Wassernachschub sorgen.
Wo gilt das Deutschlandticket?
Mit dem Deutschlandticket kannst Du deutschlandweit in allen Regionalbahnen (RB), Regionalexpresszügen (RE), S-Bahnen und anderen Nahverkehrszügen fahren. Außerdem in den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Straßenbahnen, U-Bahnen oder Fähren – in Wuppertal ist sogar die Schwebebahn mit dabei.
Es gilt in manchen Grenzregionen auch im Ausland – etwa Polen, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden. Lies dazu wichtige Tipps auch in unserem Ratgeber Urlaub mit dem Deutschlandticket.
Wo kann ich mit meinem Deutschlandticket IC oder sogar ICE fahren?
In Fernbussen und Fernverkehrszügen wie ICE, IC oder EC, in RE-Linien der DB Fernverkehr AG sowie in Fernverkehrsverbindungen anderer Anbieter wie FlixBus und FlixTrain gilt das Deutschlandticket grundsätzlich nicht. Es gibt jedoch in einigen Regionen wenige Ausnahmen, auf denen Fernverkehrszüge Nahverkehrstickets anerkennen.
Seit der jüngsten Fahrplanänderung im Dezember 2025 wurde die Zahl dieser Ausnahmen weiter reduziert. In Berlin und Brandenburg sind keine IC- oder ICE-Fahrten mit dem Deutschlandticket mehr möglich.
Fahren kannst Du mit Deinem Deutschlandticket aber weiterhin einige Strecken in anderen Bundesländern. Dazu gehört zum Beispiel:
- der IC zwischen Stuttgart – Horb – Singen – Konstanz
- der ICE auf der Strecke Rostock – Stralsund
Eine vollständige und aktuelle Übersicht aller Strecken, auf denen Fernverkehr als Nahverkehr gilt, stellt die Deutsche Bahn in einem Überblick bereit.
Außerdem gilt: Regionalersatzverkehre, also SEV oder NV-Ersatz durch Fernzüge kannst Du häufig nutzen, wenn der IC oder ICE temporär als Ersatzverkehr für eine ausgefallene RB oder einen RE fährt.
Welche Rechte hast Du bei Verspätungen mit einem Deutschlandticket?
Es gibt zwei mögliche Entschädigungen:
- Ein klein wenig Geld zurück
- Umstieg auf einen ICE, IC oder EC – das ist nur im Ausnahmefall möglich
Wenn Du mit dem Deutschlandticket unterwegs bist und Deine Bahnen haben Verspätung, gibt’s als Entschädigung ein bisschen Geld zurück. Bei mindestens 60 Minuten später am Zielort bekommst Du 1,50 Euro. Da Beträge unter vier Euro nicht ausgezahlt werden, musst Du mehrere Verspätungsfälle im Monat sammeln. Das geht – ist aber natürlich mühselig. Diese gesammelten Fälle musst Du dann beim Servicecenter-Fahrgastrechte oder der Fahrgastrechte-Abteilung des Bahn-Unternehmens einreichen, das Du genutzt hast. Maximal bekommst Du aber 25 Prozent des Wertes Deines Deutschlandtickets zurück, also 14,50 Euro pro Monat.
Reisende, die mit normalem Ticket in Regional- oder S-Bahn unterwegs sind, dürfen bereits bei 20 Minuten Verspätung auf den Fernverkehr umsteigen. Das ist beim Deutschlandticket nicht so. Weil das Deutschlandticket, ebenso wie Ländertickets oder auch das Quer-durchs-Land-Ticket, als „erheblich ermäßigte“ Fahrkarte gilt, ist Dir der Umstieg auf ICE und Co. nur unter besonders strengen Voraussetzungen erlaubt. Dazu kommt, wie bei allen Umstiegen auf den Fernverkehr, dass Du dennoch einen Teil des Tickets für den Fernzug selbst zahlen musst. Also Achtung!
In Ausnahmefällen kannst Du aber bei Verspätung auf einen Fernzug umsteigen.
Wann darfst Du bei Verspätung mit dem Deutschlandticket einen Fernzug nutzen?
Du kannst erst dann auf einen ICE oder IC oder EC umsteigen, wenn Du
- entweder mit der letzten Verbindung im Nah- und Regionalverkehr Dein Ziel nicht vor Mitternacht erreichen würdest.
- Oder wenn Du erst zwischen null und fünf Uhr morgens mit einer Verspätung von mindestens 60 Minuten ankommen würdest.
Wie ist die Höhe der Erstattung beim Deutschlandticket für das Fernzug-Ticket?- Zunächst einmal: Auch wenn Deine ursprüngliche Verbindung verspätet ist und Du auf einen ICE, IC oder EC umsteigen darfst, musst Du dafür eine Fahrkarte kaufen. Der Fahrpreis wird dann im Nachhinein erstattet – allerdings nur im Rahmen der Regulierung fahrgastrechtlicher Ansprüche. Und die zieht eine Grenze bei den oben genannten 174 Euro im Jahr.
Hintergrund dieser Regelung ist die Eisenbahnverkehrs-Verordnung (EVO) vom 4. August 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 208), die gemäß der EU-Verordnung über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr vom 29. April 2021 (Verordnung (EU) 2021/782) verabschiedet wurde.
Wie wird das Deutschlandticket finanziert und sind Preiserhöhungen geplant?
Das Deutschlandticket ist seit seiner Einführung mehrfach teurer geworden: Aus dem ursprünglichen 49-Euro-Ticket wurde 2024 das 58-Euro-Ticket, und 2026 steigt der Preis weiter auf 63 Euro. Preiserhöhungen sind damit grundsätzlich nicht ausgeschlossen.
Die Finanzierung des Deutschlandtickets erfolgt gemeinsam durch Bund und Länder. Grundlage dafür ist das novellierte Regionalisierungsgesetz (9. RegGÄndG). Bund und Länder stellen jeweils rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr bereit, um die Mindereinnahmen der Verkehrsunternehmen auszugleichen. Grundsätzlich gilt diese Einigung bis 2030. Das Deutschlandticket soll ab 2027 anhand eines Index festgelegt werden, die Einzelheiten sind aber noch nicht bekannt.
Die Gesetzesnovelle aus dem Dezember 2024 hat zudem ermöglicht, nicht verteilte Bundesmittel aus dem ersten Jahr des Deutschlandtickets zur Unterstützung solcher Länder einzusetzen, die finanziell schwächer aufgestellt sind. Damit sollen regionale Unterschiede bei der Finanzierung abgefedert werden.
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