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Wer häufig seinen Strom- oder Gasanbieter wechselt, dem haben wir vor drei Wochen einen Tipp gegeben: Fordern Sie Ihre bisherigen Versorger auf, Ihre persönlichen Daten zu löschen, damit die Anbieter Sie beim nächsten Kontakt nicht ablehnen. Wir haben da offenbar einen Nervgetroffen: Schon 40 Leser schrieben uns, wie ihre Versorger auf den Löschaufruf reagierten. Herzlichen Dank dafür!

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) schreibt vor, dass eine Firma Ihre persönlichen Daten nicht mehr nutzen darf, sobald der Vertrag beendet ist und keine Forderungen mehr bestehen. Bestimmte Abrechnungsdaten müssen die Anbieter zwar aus steuerlichen Gründen bis zu elf Jahre speichern. Andere Abteilungen als die Buchhaltung dürfen aber keinen Zugang dazu haben, wenn Sie um Löschung gebeten haben.

So bestätigt beispielsweise Stromio einem Leser, „dass die von Ihnen gespeicherten personenbezogenen Daten derzeit für jegliche Verwendung gesperrt sind“. Oder Mainova: „Zugriff zu den Daten haben nur noch autorisierte Mitarbeiter.“ Nutzen Sie gerne unseren Musterbrief (Word-Dokument), wenn Sie Ihre Daten gelöscht haben wollen.

Einige Anbieter nutzen allerdings weitere Methoden, um wechselfreudige Kunden herauszufiltern: Sie analysieren dazu alle bestehenden Kundendaten. So könnte es sein, dass Sie abgelehnt werden, weil Sie zufällig eine Postleitzahl und einen Verbrauch haben, der bei wechselfreudigen Kunden häufig vorkommt.


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Ines Rutschmann
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Stand:

Ines Rutschmann ist unsere Energie-Expertin und widmet sich allen Fragen, die sich Verbraucher rund um Strom und Heizen stellen. Über den Strommarkt berichtete sie erstmals 2005 für die Leipziger Volkszeitung. Danach war sie für den Deutschlandfunk und das Solarstrom-Magazin Photon tätig. Ines ist Diplom-Ingenieurin (FH) und hat einen Masterabschluss in Energiemanagement.

3 Kommentare

  1. Hallo,

    ich habe den Musterbrief von Stiftung Warentest genutzt (https://www.test.de/Energieversorger-wechseln-Wenn-der-Versorger-Sie-als-Kunde-ablehnt-5493684-5493820/) und erhielt folgende Antwort von der Energie.Manufaktur aus Dresden:

    „Soweit wir Ihre personenbezogenen Daten im Rahmen unseres berechtigten Interesses gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. f) DSGVO verarbeiten, z.B.
    um gegebenenfalls rechtliche Ansprüche geltend machen zu können, erfolgt dies unter
    besonderer Abwägung Ihrer schutzwürdigen Interessen. Gegen diese Abwägung steht Ihnen
    das Widerspruchsrecht nach Art. 21 Abs. 1 DSGVO zu, welches jedoch voraussetzt, dass
    besondere Gründe vorliegen. Wir bitten Sie deshalb, Gründe darzulegen, die sich aus Ihrer
    besonderen Situation ergeben und gegen die Verarbeitung im Rahmen unseres berechtigten
    Interesses sprechen.“

    Was antworte ich denn da?

    Freue mich über einen Tipp.

    Gruß,
    Erkan

  2. Ich habe Ihren Musterbrief für einen Löschauftrag bei Mainova verwendet und eine Antwort mit dem im Artikel zitierten Schlusssatz erhalten.

    „Zugriff zu den Daten haben, nur noch autorisierte Mitarbeiter des Unternehmens.“

    Das klingt für mich sehr unspezifisch weil nicht klar daraus hervorgeht das nur die Buchhaltung autorisiert ist. Halten Sie diese Antwort/Beschränkung für ausreichend?

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