Zahlreiche Mythen, vor allem auf Social Media, schüren Zweifel an (weltweiten) Aktien-ETFs. Gleichzeitig sind sie wichtiger Rendite-Booster für Deine private Altersvorsorge. Nicht ohne Grund empfehlen wir globale Aktien-ETFs wie den MSCI ACWI IMI zu besparen. Drei typische Zweifel an ETFs – und was gegen die Argumente spricht:
1. „Nur weil ETFs in der Vergangenheit gut gelaufen sind, heißt das nicht, dass es so weitergeht"
Tatsächlich analysieren wir die Vergangenheit, um eine Aktie oder einen Fonds zu bewerten. Die Datenlage ist aber relativ robust. Den Kurs des MSCI World können wir z. B. über 55 Jahre verfolgen. Aber: Auch wir können die Zukunft nicht vorhersehen.
Warum wir dennoch von Wachstum ausgehen
In einem weltweiten Aktien-ETF stecken die weltweit größten Unternehmen, gemessen am Börsenwert. Deren Aktienwerte steigen, weil die Unternehmen investieren, wettbewerbsfähig bleiben wollen und ihre Anlegerinnen und Anleger Rendite erwarten. Ein Unternehmen, das nicht mithalten kann, fliegt langfristig aus dem Index und ein stärkeres rückt nach.
Damit ein weltweiter ETF dauerhaft schlecht läuft, müsste die gesamte Weltwirtschaft dauerhaft schrumpfen. Das ist sehr unwahrscheinlich.
Wichtig für Dich: Um Schwankungen auszuhalten, empfehlen wir Dir einen Sicherheitsbaustein im Portfolio, wie ein Tagesgeldkonto. Für starke Aktionszinsen empfehlen wir z. B. Raisin Startzins oder ING. Für dauerhaft gute Zinsen empfehlen wir z. B. die Ayvens Bank.
2. „Der MSCI World ist nicht gut gestreut. Die vielen US-Aktien sind ein großes Risiko“
Tatsächlich machen US-Aktien im MSCI World etwa 70 % aus. Viele zweifeln: Das ist doch ein Klumpenrisiko – was, wenn der US-Markt crasht?
Viele starke Konzerne sitzen zwar in den USA, verdienen ihr Geld aber weltweit. So machen Apple und Meta 2024 jeweils fast 64 % des Umsatzes außerhalb der USA. Die Streuung ist also besser, als sie erscheint. Umgekehrt: Sollte die US-Wirtschaft einen Crash erleiden, leiden alle darunter – auch europäische Unternehmen und Indizes.
Wir empfehlen deshalb Alle-Länder-ETFS wie den MSCI ACWI IMI oder den FTSE All-World, damit Du so breit wie möglichst gestreut investierst. Um so einen ETF-Sparplan anzulegen, eignen sich unsere Depot-Empfehlungen, wie Traders Place oder Smartbroker.
3. „Ein guter Fondsmanager KANN den Markt schlagen“
Bei aktiv gemanagten Fonds schätzen Fondsmanagerinnen oder -manager, welche Aktien steigen und fallen werden. So entscheiden sie, welche Unternehmen zu welchen Anteilen im Fonds landen. Klingt erstmal gut: Ein Profi entscheidet für Dich.
In der Praxis funktioniert aktives Fondsmanagement selten besser als ein weltweit gestreuter Aktien-ETF: Nach zehn Jahren schlägt der Markt-Index meist weit über 90 % der aktiv gemanagten Fonds (SPIVA Europe Year-End 2025 Report). Gleichzeitig verdient das Fondsmanagement mit und schmälert Deine Rendite.
So gravierend ist der Unterschied
Du investierst 15.000 € bei 6 % Rendite p. a. über fünf Jahre. Das sind etwa 5.000 € Ertrag. Die Kosten Deines ETF senken die Rendite um z. B. 0,3 % p. a. , Dir bleiben rund 4.800 €. Bei 1,5 % Kosten im aktiv gemanagten Fonds bleiben Dir nur rund 3.700 €.
Heißt für Dich: Du musst nicht darauf setzen, dass jemand den Markt schlägt. Mit einem ETF investierst Du einfach in den gesamten Markt – und fährst damit meist besser.
Aktien-ETFs für Deine Altersvorsorge
Lass Dich nicht von ETF-Zweiflern verunsichern. Es ist wichtig, dass Du die Risiken verstehst, aber auch die Argumente für einen globalen Aktien-ETF als Altersvorsorge. Das größere Risiko ist, dass Deine Altersvorsorge nicht ausreicht.
Alles Wichtige zu ETFs findest Du in unserem Ratgeber. In unserem ETF-Vergleich findest Du außerdem alle unabhängige ETF-Empfehlungen unseres Expertenteams.