Tipps & Tricks
Das kosten Dich die geplanten Änderungen bei der Familienversicherung
Den Partner kostenlos mitversichern: Das soll künftig nur in einigen Fällen möglich sein – und sonst extra kosten. So viel macht das für Dich aus.

Tipps & Tricks
Den Partner kostenlos mitversichern: Das soll künftig nur in einigen Fällen möglich sein – und sonst extra kosten. So viel macht das für Dich aus.


Familienversicherung: Soll künftig für Partner nicht immer kostenlos sein
Mehrkosten: Für einige Versicherte soll sie 2,5 % zusätzlich kosten
So viel macht das aus: Wir haben es für Dich durchgerechnet
Kostenlos Deine Partnerin oder Deinen Partner mitversichern – das ging bisher in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Bedingungen: Wenn Du sozialversicherungspflichtig arbeitest – also GKV-Beitrag vom Lohn weggeht – kannst Du Deinen Partner kostenlos mitversichern. Auch wenn Du freiwillig gesetzlich versichert bist, ist das möglich.
Und zwar dann, wenn Dein Partner nicht selbst versichert ist und gar nichts oder nur sehr wenig verdient, z. B. über einen Minijob.
Das soll künftig nur noch in bestimmten Fällen möglich sein. Trifft einer der folgenden Punkte auf Dich zu, kannst Du Deine Partnerin oder Deinen Partner weiterhin kostenlos mitversichern. Ihr habt:
Auch wenn Deine Partnerin oder Dein Partner die Regelaltersgrenze erreicht hat (also in Rente gehen kann), bleibt die kostenlose Mitversicherung bestehen.
Trifft nichts davon zu, musst Du künftig einen Beitragszuschlag bezahlen. Und zwar 2,5 Prozentpunkte. Wie viel das ausmacht, schauen wir uns an einem Beispiel an:
Wie wirkt sich jetzt der Beitragszuschlag aus? Dafür schauen wir uns zwei Szenarien an. Im ersten verdient Thomas im Jahr 45.000 € brutto:
Im zweiten Szenario verdient Thomas 69.750 € brutto im Jahr:
Thomas hätte also spürbar weniger Netto im Geldbeutel. Es gäbe aber einen Ausweg: Wenn seine Partnerin Julia einen Midijob antritt. Dabei werden Krankenkassenbeiträge fällig – und damit wäre sie selbst krankenversichert.
Nur: Lohnt sich das? Die Antwort ist ganz klar: Ja. Bei einem monatlichen Einkommen von 700 € durch den Midijob werden pro Jahr ca. 146 € Beitrag zur GKV fällig (Zusatzbeitrag 2,9 %).
Bei 700 € liegt Julia knapp über einem Minijob – und muss auch nur minimal mehr arbeiten. Bei Mindestlohn (13,90 € pro Stunde) muss sie dafür im Midijob ca. 13 Stunden die Woche arbeiten. Im Minijob sind max. 603 € möglich, das wären 11 Stunden pro Woche.
Bei 800 € im Monat kostet die GKV rund 300 € im Jahr. In diesem Muster geht es beim Midijob ungefähr weiter: 100 € brutto im Monat mehr bedeuten für Julia ca. 150 € mehr Jahresbeitrag zur GKV. Heißt also:
Heißt: Thomas und Julia zahlen insgesamt weniger für die GKV, wenn Julia mit einem Midijob bis zu 1.300 € im Monat verdient (Szenario 1) bzw. 1.700 € im Monat (Szenario 2). Dann zahlt Julia nämlich ca. 1.050 € bzw. 1.650 € im Jahr für die GKV.
Diese Rechnung gilt aber nur beim GKV-Beitrag, in jedem Fall kommt natürlich noch Julias Einkommen für die Familie dazu. Außerdem sammelt sie Beitragsjahre für die gesetzliche Rente – und bekommt bei einem längeren Ausfall Krankengeld.
Du siehst: Die Reform der Familienversicherung kann teuer werden. Rechnet deshalb gemeinsam durch, was für Euch möglich ist.
Und egal, ob Ihr weiterhin familienversichert seid oder nicht: Jeder gesparte Euro hilft. Wechselt deshalb zu einer günstigen Krankenkasse, deren Leistungen zu Euch passen.
Wir empfehlen HKK, TK, Audi BKK und DAK-Gesundheit. Alle Infos zu den Zusatzleistungen findest Du in unserem Krankenkassen-Vergleich.
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