Fast jeder dritte neue Pkw ist inzwischen ein Stromer: Im Juli 2026 wurden laut Kraftfahrbundesamt (KBA) 78.609 reine E-Autos neu zugelassen – 61,7 % mehr als vor einem Jahr. Ihr Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag damit bei 29,3 %.
Auch privat nimmt der Umstieg Fahrt auf: Im zweiten Quartal 2026 wurde laut HUK-E-Barometer bei jedem achten Fahrzeugwechsel im HUK-Bestand, also in zwölf Prozent der Fälle, von einem Verbrenner auf ein reines E-Auto gewechselt.
Die Versicherung kann den Preisunterschied machen
Wenn Du jetzt über ein E-Auto nachdenkst, schau nicht nur auf Kaufpreis, Förderung, Reichweite und Ladekosten. Prüfe vor allem auch, was die Versicherung für Dein Wunschauto kostet. Eine wichtige Rolle spielt die Typklasse – vereinfacht gesagt die Schadenbilanz des jeweiligen Modells.
Wie stark die Typklasse den Preis treiben kann, zeigt eine Finanztip-Abfrage: Für einen fünf Jahre alten Fiat 500 mit niedrigen Typklassen kostete das günstigste passende Vollkasko-Angebot bei Verti 490 € im Jahr. Für einen gleich alten Audi Q7 mit deutlich höheren Typklassen waren es bei InShared 1.616 € – bei ansonsten identischen Angaben.
Vergleiche die Versicherung schon vor dem Autokauf
Rechne die Versicherung deshalb durch, bevor Du Dich für ein Modell entscheidest. Hast Du Hersteller- und Typschlüsselnummer, kurz HSN und TSN, schon zur Hand, kannst Du damit Dein Fahrzeug eindeutig angeben. Ansonsten kannst Du den Wagen im Versicherungsrechner über die Fahrzeugauswahl bestimmen.
Mach anschließend den doppelten Vergleich: Gib Deine Daten zuerst bei Verivox oder Check24 ein und hol Dir danach zusätzlich ein Angebot bei Huk24. Kein Vergleichsweg deckt den Markt vollständig ab; mit der Kombination senkst Du das Risiko, bei einem teuren Ausreißer zu landen.
Bei der E-Auto-Versicherung zählt außerdem nicht nur der Preis. Achte für den Kasko-Teil Deiner Auto-Versicherung besonders auf gute Leistungen rund um Akkuschutz. Sie sollte bei Tierbiss-Folgeschäden, bei Schäden wegen Kurzschluss oder Überspannung sowie Tiefentladung einspringen, Ladekabel absichern und auch für Zustandsdiagnostik zahlen.
Warum das konkrete Modell so wichtig ist
Die Typklasse ist ein wichtiger Preisfaktor in der Kfz-Versicherung: Modelle, bei denen statistisch mehr oder teurere Schäden entstehen, werden tendenziell höher eingestuft. Das gilt für Stromer wie für Verbrenner. Ein E-Auto ist deshalb nicht automatisch teurer zu versichern – entscheidend sind das konkrete Modell, Deine persönlichen Tarifmerkmale und der gewählte Tarif.
Noch mehr Sparpotenzial findest Du in unserem Ratgeber – dort erfährst Du, wie Du einen günstigen Tarif findest.