Tipps & Tricks

Heizungs-Check: Diese 10 Dinge solltest Du jetzt erledigen

Im Oktober startet die Heizperiode. Mit diesen 10 Checks bereitest Du Dich gut drauf vor.

Sandra Duy, Redakteurin für den Bereich Energetische Sanierung
Von Sandra Duy und Joanna Chmielecki
Heizungs-Check: Diese 10 Dinge solltest Du jetzt erledigen
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Diese Woche werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt – und die Heizperiode läuft an. Ein guter Moment, um Deine Heizung zu prüfen: Falsch eingestellte Heizzeiten, Luft im Heizkörper oder unnötig hohe Temperaturen können Energie und damit Geld kosten.

Mit diesen zehn Checks bereitest Du Deine Heizung auf den Winter vor. Vieles kannst Du selbst erledigen, auch als Mieterin oder Mieter.

Die 10-Punkte-Checkliste

  1. Heizungsuhr auf Winterzeit prüfen
    Kontrolliere die Uhrzeit an der Heizungssteuerung und an programmierbaren Thermostaten. Ältere Modelle stellen sich nicht immer automatisch um. Sonst startet die Heizung womöglich eine Stunde zu früh oder zu spät. Bei einer zentralen Anlage im Mehrfamilienhaus ist dafür die Hausverwaltung zuständig.
  2. Heizzeiten an Deinen Alltag anpassen
    Muss die Heizung morgens wirklich so früh starten? Wird geheizt, obwohl niemand zu Hause ist? Passe die Heizprogramme an Deinen Tagesablauf an und nutze, wenn möglich, unterschiedliche Einstellungen für Werktage und Wochenende. Lass Räume aber nicht vollständig auskühlen. Bei Wärmepumpen und Fußbodenheizungen ist eine möglichst gleichmäßige Temperatur oft sinnvoller als eine starke Nachtabsenkung.
  3. Heizkörper testen und bei Bedarf entlüften
    Werden alle Heizkörper gleichmäßig warm? Gluckert es oder bleibt ein Heizkörper oben kalt, kann Luft im System sein. Drehe den Heizkörper voll auf und öffne das Ventil vorsichtig mit einem Entlüftungsschlüssel. Halte Lappen und ein Gefäß bereit und schließe es, sobald Wasser austritt. Achtung: Das Wasser kann heiß sein. Bleibt der Heizkörper kalt, kann auch eine andere Ursache dahinterstecken.
  4. Thermostate prüfen und passend einstellen
    Drehen sich die Thermostate leicht und reagieren die Heizkörper auf Änderungen? Bei programmierbaren Thermostaten solltest Du auch Uhrzeit, Heizplan und Batterien kontrollieren. Die Stufen stehen für Zieltemperaturen: Stufe 3 entspricht meist etwa 20 Grad. Stufe 5 heizt den Raum nicht schneller auf, sondern auf eine höhere Temperatur.
  5. Wasserdruck kontrollieren – wenn Du eine eigene Anlage hast
    Eigentümerinnen und Eigentümer können den Druck am Manometer oder auf dem Display der Heizung ablesen. Welcher Wert richtig ist, hängt unter anderem vom Gebäude und der Anlage ab. Fülle Heizungswasser nicht einfach auf eigene Faust nach. Bei Unsicherheit oder regelmäßig sinkendem Druck solltest Du einen Fachbetrieb fragen.
  6. Heizkörper freiräumen und reinigen
    Möbel, lange Vorhänge und Verkleidungen können die Wärmeabgabe behindern. Halte Heizkörper möglichst frei; als Orientierung empfiehlt die Verbraucherzentrale mindestens 30 Zentimeter Abstand zu Möbeln. Auch Thermostate sollten nicht verdeckt sein. Entferne Staub und Schmutz, damit die Wärme gut in den Raum gelangt.
  7. Heizkurve und Vorlauftemperatur prüfen – bei eigener Heizung
    Bei den meisten modernen Heizungen bestimmt die Heizkurve, wie warm das Heizungswasser je nach Außentemperatur sein soll. Eine unnötig hohe Vorlauftemperatur kann den Energieverbrauch steigern. Ziel ist eine möglichst niedrige Einstellung, bei der alle Räume noch ausreichend warm werden. Das ist besonders bei Wärmepumpen wichtig. Verändere die Werte schrittweise oder lass Dich von einem Fachbetrieb beraten.
  8. Nachsehen, ob eine Wartung ansteht
    Prüfe, wann Deine Heizungsanlage zuletzt gewartet wurde. Bei einer Wartung kontrolliert ein Fachbetrieb unter anderem Zustand und Funktion wichtiger Bauteile und kann ungünstige Einstellungen oder beginnende Defekte erkennen. Als Mieterin oder Mieter kannst Du bei der Hausverwaltung nachfragen, wann die letzte Wartung war.
  9. Raumtemperaturen und Heizverhalten prüfen
    Ein Raumthermometer zeigt, wie warm es tatsächlich ist. Als Orientierung nennt das Umweltbundesamt etwa 20 Grad für Wohnräume, 18 Grad für Küchen und 17 Grad für Schlafzimmer. Ein Grad weniger kann den Heizenergieverbrauch grob um sechs Prozent senken – wie viel Du tatsächlich sparst, hängt vom Gebäude und Deinem Heizverhalten ab. Achte aber darauf, dass Räume nicht zu stark auskühlen, da sonst bei hoher Luftfeuchtigkeit Schimmel entstehen kann. Lüfte regelmäßig kurz und kräftig statt dauerhaft mit gekipptem Fenster; dreh dabei die Thermostate herunter. Weitere praktische Tipps findest Du in unserem Ratgeber zum Heizkosten sparen.
  10. Fenster und Türen auf Zugluft prüfen
    Kontrolliere Dichtungen auf Risse und poröse Stellen. Beim Papiertest klemmst Du ein Blatt zwischen Fensterflügel und Rahmen und schließt das Fenster. Lässt es sich leicht herausziehen, kann das auf eine undichte Stelle hindeuten. Beschädigte Fensterdichtungen lassen sich oft einfach austauschen; Wohnst Du zur Miete, solltest Du dich dafür an Deinen Vermieter wenden. Auch bei dichten Fenstern ist regelmäßiges Lüften wichtig, um Feuchtigkeit und Schimmel vorzubeugen.

Schon ein paar kleine Anpassungen können helfen, Deine Heizkosten im Blick zu behalten. Wenn Deine Heizkostenabrechnung kommt, kannst Du sie mit unserem Ratgeber zur Heizkostenabrechnung auf mögliche Fehler prüfen. 

Wenn Du über eine neue Heizung nachdenkst, prüfe vorher, ob Du eine Förderung erhalten kannst – so senkst Du die Kosten für den Heizungstausch. In unserem Ratgeber zur Heizungsförderung erfährst Du, welche Voraussetzungen gelten und wie hoch der Zuschuss ausfallen kann.

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