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Mogelpackung des Monats: Weniger Schokolade fürs gleiche Geld
Schon wieder Mondelez? Die „Marabou Mjölkchoklad“ ist Mogelpackung des Monats. Der Preis bleibt gleich, doch der Inhalt schrumpft deutlich.

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Schon wieder Mondelez? Die „Marabou Mjölkchoklad“ ist Mogelpackung des Monats. Der Preis bleibt gleich, doch der Inhalt schrumpft deutlich.


Bei Mogelpackungen zahlst Du meistens mehr, ohne es zu bemerken. Denn oft steigt nicht (nur) der Preis, sondern auch die Füllmenge schrumpft. Manchmal wird auch die Rezeptur oder Dosierungsempfehlung angepasst – das wirkt sich dann auf die Qualität aus. Unterm Strich bekommst Du weniger für Dein Geld.
Die Verbraucherzentrale Hamburg listet diese Fälle regelmäßig in ihrer Mogelpackungsliste auf. Im März hat es die „Marabou Mjölkchoklad“ von Mondelez “aufs Treppchen” geschafft.
Die Marabou-Milchschokolade von Mondelez enthält nur noch 170 statt 220 g, bei meist unverändertem Preis von 4,99 €. Für Dich ergibt sich damit eine versteckte Preiserhöhung von rund 30 %. Heißt konkret: Du zahlst fast ein Drittel mehr für die gleiche Tafel.
Die Verbraucherzentrale Hamburg geht davon aus, dass neben der Mjölkchoklad auch weitere Sorten betroffen sind, die bisher in 220 g Tafeln angeboten wurden. Dazu gehören die Sorten Nötchoklad (Nuss), Apfelsine Krokant, Mintkrokant, Salz-Mandel, Black Salzlakritz, Oreo und Daim. Mondelez äußerte sich laut Verbraucherzentrale nicht dazu.
Die aktuelle Mengenreduzierung ist nicht der erste Fall von Shrinkflation bei dieser Marke. Bereits 2024 ist die Füllmenge der großen Marabou-Tafeln geschrumpft.
Bis April 2024 wog sie noch 250 g und kostete 3,99 €. Dann stieg der Verkaufspreis auf 4,99 €. Nun schrumpft außerdem die Füllmenge um 50 g. Heißt: Für fast das gleiche Geld bekommst Du heute deutlich weniger Schokolade als noch vor zwei Jahren.
Unterm Strich ist der Preis pro Kilogramm seit April 2024 um rund 84 % gestiegen. Zum Vergleich: Laut Verbraucherzentrale ist der Kakaopreis im selben Zeitraum um rund 80 % gefallen.
Besonders ärgerlich: An der auffällig goldenen Verpackung hat sich optisch kaum etwas geändert. Die Krone ist geblieben – nur ohne die Angabe “Kingsize”. Die Tafel selbst wirkt weiterhin fast so groß wie vorher. Für Kundinnen und Kunden ist die Schrumpfung also nur schwer zu erkennen.
Mondelez begründet die kleinere Tafel laut Verbraucherzentrale mit gestiegenen Kosten – vor allem für Kakao, Energie und Transport. Man habe die Qualität beibehalten wollen und sich deshalb für eine geringere Füllmenge entschieden statt für eine sichtbare Preiserhöhung.
Aus Sicht der Verbraucherzentrale ist diese Argumentation schwer nachvollziehbar, da sich der Kakaopreis seit einem Jahr auf Talfahrt befindet. Bei anderen Handelsmarken habe das bereits zu niedrigeren Verkaufspreisen geführt.
Mondelez ist bei der Verbraucherzentrale kein Unbekannter. Der Konzern ist immer wieder wegen versteckter Preiserhöhungen aufgefallen. Auch andere Marken des Unternehmens standen bereits in der Kritik – so etwa die Milka-Tafeln, die letztes Jahr sowohl den “Goldenen Windbeutel 2025” gewonnen haben als auch zur Mogelpackung des Jahres gekürt wurden.
Ganz verhindern lassen sich solche Tricks leider nicht. Aber Du kannst Dich schützen, indem Du beim Einkaufen auf den Grundpreis achtest. Der steht klein gedruckt am Regal und zeigt Dir, was 100 g oder 1 kg kosten. So kannst Du Produkte besser vergleichen.
Außerdem lohnt es sich, hin und wieder die Rezeptur zu checken. Vor allem wenn Du siehst, dass sich z. B. die Verpackung geändert hat oder Hinweise wie „Verbesserter Geschmack“ oder “Neue Rezeptur” hinzugekommen sind.
Unser Tipp: Wenn Dir eine Mogelpackung auffällt, kannst Du sie hier der Verbraucherzentrale melden. So hilfst Du mit, solche Tricks öffentlich zu machen. Und schau Dir im Zweifel Alternativen an – oft gibt es günstigere Eigenmarken mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis.
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