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Sonnenfinsternis: So sparst Du heute beim E-Auto-Laden
Die Sonnenfinsternis treibt den Börsenstrompreis hoch. Mit dynamischem Tarif solltest Du Deine Wallbox heute Abend pausieren.
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Die Sonnenfinsternis treibt den Börsenstrompreis hoch. Mit dynamischem Tarif solltest Du Deine Wallbox heute Abend pausieren.

Heute Abend wird Solarstrom zeitweise knapper – und an der Strombörse wird es teuer. Hast Du einen dynamischen Stromtarif, solltest Du beim Laden Deines E-Autos deshalb auf die Uhr schauen.
Ab etwa 19 Uhr ist heute, am 12. August, über Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Bei wolkenlosem Himmel sinkt dadurch die Einspeisung von Photovoltaikanlagen früher als an einem normalen Sommerabend. Für die Stromversorgung ist das kein Problem: Sie bleibt sicher.
Für Deinen Geldbeutel kann der Effekt aber eine Rolle spielen. Und zwar dann, wenn Du einen dynamischen Stromtarif nutzt, der die Börsenpreise für jede Viertelstunde direkt an Dich weitergibt. Bei einem Festpreistarif ändert die Sonnenfinsternis heute nichts an Deiner Stromrechnung.
Besonders teuer wird Strom heute Abend zwischen 19:15 und 21:15 Uhr. In der teuersten Viertelstunde, zwischen 19:45 und 20:00 Uhr, kostet die Kilowattstunde an der Börse 46,12 ct netto. Zum Vergleich: Zwischen 13.45 und 14 Uhr lag der Börsenpreis noch bei 0 ct/kWh. Dazu kommen jeweils noch Netzentgelte, Umlagen und Steuern.
Was das praktisch bedeutet, zeigt ein Beispiel: Lädst Du ein E-Auto an Deiner Wallbox durchgehend mit 11 kW, verbrauchst Du in 15 Minuten 2,75 kWh. Gegenüber der Viertelstunde mit einem Börsenpreis von 0 ct/kWh kostet Dich das in der teuersten Viertelstunde rund 1,51 € mehr – inklusive Mehrwertsteuer.
Hast Du einen dynamischen Tarif, pausiere das Laden heute am besten zwischen 19:15 und 21:15 Uhr. Schau in der App Deines Stromanbieters nach, wann der günstigste noch verfügbare Zeitraum beginnt, und stelle in Deiner Auto- oder Wallbox-App einen entsprechenden Ladetimer ein. Noch einfacher geht es mit „Smart Charging“, also intelligentem Laden. Damit kann Deine Wallbox günstige Viertelstunden automatisch nutzen. Musst Du zu einer bestimmten Uhrzeit los, kannst Du je nach System zusätzlich Abfahrtszeit und gewünschten Mindestladestand hinterlegen.
Der Hintergrund: Der sogenannte Day-Ahead-Preis wird schon am Vortag für jede Viertelstunde ausgehandelt. Viel günstiger Strom aus Sonne und Wind drückt normalerweise den Börsenpreis. Fällt ein Teil davon weg, müssen eher teurere Kraftwerke einspringen. Abends zwischen 18 und 21 Uhr ist Strom allerdings ohnehin oft teuer: Die Nachfrage ist hoch und Solaranlagen produzieren weniger. Die Sonnenfinsternis verstärkt diesen Effekt heute, ist aber nicht allein für die hohen Preise verantwortlich. Weil sie vorhersehbar war, konnte sich der Strommarkt außerdem darauf einstellen.
Mit einem Festpreistarif musst Du heute nichts anders machen. Hast Du einen dynamischen Tarif und kannst flexibel laden, verschieb das Laden aus den teuren Abendstunden. Das spart Dir Geld – und mit einem Ladetimer oder Smart Charging musst Du dafür nicht einmal nachts neben Deiner Wallbox stehen.
Du willst wissen, ob sich ein dynamischer Stromtarif auch für Dich lohnt und worauf Du dabei achten solltest? In unserem Ratgeber zu dynamischen Stromtarifen erfährst Du, wie die Tarife funktionieren, für wen sie sich eignen und welche Anbieter wir empfehlen.
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