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Inhalt
Wie teuer Deine Autoversicherung ist, hängt von vielen Faktoren ab. Wichtig unter anderem: Deine Fahrerfahrung und Dein Alter. Wir erklären Dir, wie beides den Beitrag für Deine Autoversicherung beeinflusst. Und was Du tun kannst, damit er möglichst niedrig bleibt. Denn im Alter steigen die Preise. Spätestens ab 60 Jahren solltest Du wirklich alle Möglichkeiten kennen, Deine Autoversicherung günstig zu halten.
Kathrin Gotthold-Hildebrandt
Expertin für
Vorsorge und Versicherung
Ab 55 Jahren bekommst Du keinen hohen Altersrabatt mehr auf Deinen Kfz-Versicherungsbeitrag. Im Vergleich zum Vorjahr kann die Versicherung daher teurer werden. Und mit 65 Jahren kann die Autoversicherung deutlich kostspieliger sein. Das zeigen Zahlen des Versicherungsverbands GDV.
Der GDV empfiehlt Altersaufschläge ab 68 Jahren, und 75-Jährige zahlen im Schnitt 48 Prozent mehr als 55-Jährige. An der folgenden Finanztip-Grafik kannst Du ablesen, wie hoch die Aufschläge im Schnitt sind.
Man könnte denken, Ältere zahlten weniger für ihre Autoversicherung. Denn Fahrerfahrung spiegelt sich in der Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) wider: Dein Versicherer lässt Dich mit jedem unfallfrei gefahrenen Jahr eine Klasse aufsteigen. Und gibt Dir entsprechend mehr Rabatt auf Deinen Kfz-Versicherungsbeitrag.
Zu Deiner Fahrerfahrung kommt jedoch ein weiterer wichtiger Faktor hinzu. Dein Alter. Und an dem kannst Du nichts ändern. Du bist so alt, wie Du bist. Und das beeinflusst die Höhe Deines Beitrags ebenfalls – deutlich.
Versicherer begründen höhere Beiträge für ältere Fahrer mit einem statistisch höheren Schadenrisiko. Nach Berechnungen des GDV verursachen über 80-Jährige im Durchschnitt rund 50 Prozent höhere Kosten als ein durchschnittlicher Fahrer. Entsprechend sehen viele Tarife Alterszuschläge vor.
Gleichzeitig zeigen die Daten, dass die Schadenshäufigkeit erst ab etwa 75 Jahren deutlich steigt. Dennoch setzen viele Versicherer Zuschläge bereits früher an. Grundsätzlich gelten sowohl junge als auch ältere Fahrer häufiger als Hauptverursacher von Unfällen als Fahrer mittleren Alters.
Der GDV wertet aus, wie oft Fahrer einzelner Altersgruppen an Unfällen beteiligt sind und wie häufig sie als Hauptverursacher gelten. Berücksichtigt werden dabei ausschließlich Unfälle mit Personenschaden, da diese zuverlässiger polizeilich erfasst werden als reine Sachschäden.
Diese Methode liefert zwar belastbare Trends, bildet das tatsächliche Unfallgeschehen jedoch nur eingeschränkt ab, da leichtere, nicht gemeldete Unfälle fehlen. Auch insgesamt lässt sich statistisch nur schwer eindeutig bestimmen, welche Altersgruppen besonders häufig „schuld“ an Unfällen sind.
Für Rentner heißt das: Höhere Beiträge sind nicht automatisch. Alterszuschläge beruhen auf Durchschnittswerten und sagen wenig über das individuelle Fahrverhalten aus. Zudem steigt das Unfallrisiko laut GDV erst im höheren Alter deutlich.
Entscheidend bleibt, dass das Alter nur ein Tarifmerkmal unter vielen ist. Eine hohe Schadenfreiheitsklasse, geringe Fahrleistung oder ein Anbieterwechsel können Alterszuschläge teilweise oder ganz ausgleichen.
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Rentner müssen Alterszuschläge zunächst überhaupt erkennen. Und dann einen Tarif finden, der mit geringeren oder ohne Zuschläge auskommt. Das geht durch einen Tarif-Vergleich auf einem Vergleichsportal. Finanztip empfiehlt in der Kfz-Versicherung den doppelten Vergleich: zunächst bei Verivox oder Check24 Angebote einholen. Dann den Gegencheck beim Online-Versicherer Huk24 machen.
Regelmäßige Finanztip-Untersuchungen zeigen, dass Altersaufschläge je nach Versicherer deutlich variieren können.
Insbesondere ihre Höhe ist eben nur ein Vorschlag des Verbands – kein Autoversicherer muss sich nach diesem richten. Rentner und Senioren allgemein sollten daher regelmäßig, am besten jährlich, den Preis für ihre Kfz-Versicherung prüfen.
Wir bei Finanztip haben den Aufschlag wegen Alters bei der Kfz-Versicherung analysiert.
Zwei wichtige Ergebnisse der Finanztip-Analyse zu diesen Altersaufschlägen:
Wie Du genau vorgehen solltest, erklären wir Dir im jetzt folgenden Kapitel.
Prüf spätestens ab Deinem 60. Geburtstag jährlich Deine Autoversicherung. Mach dafür den doppelten Vergleich, geh also erst zu Verivox oder Check24, mach dann den Gegencheck bei der Huk24. Und pass bei Bedarf Kilometerleistung und Fahrerkreis an.
Alle Details zum Wechsel der Kfz-Versicherung findest Du in unserem Ratgeber Kfz-Versicherung wechseln.
Der Wechsel kann Dir mehrere Hundert Euro sparen, weil Autoversicherer Altersaufschläge unterschiedlich früh und hoch verlangen.
Du willst trotzdem nicht wechseln? Etwa, weil Du mit Deiner Versicherung sehr zufrieden bist? Dann überprüf, ob Du Deine Kilometerleistung runterschrauben kannst – also die im Versicherungsvertrag angegebene Wegstrecke, die Du pro Jahr fahren darfst. Mit Hilfe dieser Stellschraube lassen sich häufig schon ein paar Euro sparen. Oder Du kannst den Fahrerkreis einschränken, wenn weniger Leute mittlerweile hinters Steuer dürfen. In unserem Ratgeber zu Tarifmerkmalen findest Du weitere Punkte, die sich auf Deinen Beitrag auswirken und auf die Du Einfluss hast. Denn an Deinem Alter kannst Du nicht drehen.
Ein Punkt, der sich preislich ebenfalls auswirkt, ist, ob Du im öffentlichen Dienst angestellt bist oder warst. Denn für Beamte und Beschäftigte im öffentlichen Dienst halten einige Versicherer besondere Konditionen bereit. Wenn Du Dein Häkchen entsprechend setzt, zeigen Dir unsere Empfehlungen Verivox, Check24 und auch Huk24 die bei ihnen günstigsten Autoversicherungstarife für Ruheständler und Senioren im öffentlichen Dienst an.
Alterszuschläge kannst Du zumindest zum Teil mit einem steigenden Schadenfreiheitsrabatt ausgleichen. Indem Du unfallfrei fährst und so jedes Jahr in eine höhere SF-Klassen aufsteigst, klettert auch Dein SF-Rabatt.
Beachte: SF-Klassen gibt es in Haftpflicht und Vollkasko. Du kannst in Haftpflicht und Vollkasko auch in jeweils unterschiedlichen Klassen sein. Hast Du beispielsweise nur Deine Vollkaskoversicherung in Anspruch nehmen müssen, etwa weil Du Dir beim Ausparken aus Deiner Garage eine Delle eingefahren hattest, bleibt Deine SF-Klasse in der Haftpflicht unberührt.
Du siehst: wenn Du über längere Zeit unfallfrei bleibst, schont das nicht nur Deine Gesundheit, sondern auch Deinen Geldbeutel. Denn dann profitierst Du vom Rabatt in einer höheren Schadenfreiheitsklasse, der den Beitrag drückt.
Das folgende Diagramm soll Dir zeigen, welchen Rabatt Versicherer in der jeweiligen SF-Klasse vergeben können. Die Angaben sind als Orientierung für Dich gemeint – wie hoch Dein Rabatt auf Grund Deiner SF-Klasse tatsächlich ist, hängt von Deinem Versicherer ab.
Laut Finanzaufsicht Bafin ist die altersabhängige Tarifierung gesetzeskonform. Das geht aus einer Bafin-Untersuchung aus dem Jahr 2020 hervor. Doch vor allem für langjährige Autofahrer gilt: Achtung! Indem Du regelmäßig in höhere SF-Klassen steigst, merkst Du vielleicht gar nicht, dass Dein Grundbeitrag wegen Deines Alters steigt.
Finanztip hat zehn Fahrerprofile erstellt, auf dem Portal Nafi-Auto Preise abgefragt und nur das Alter (55/65/75) variiert. Alle anderen Merkmale des Fahrers hingegen blieben gleich. Je Profil haben wir die ersten 30 Ergebnisse ausgewertet und daraus Durchschnittsabweichungen sowie Anbieter-Aufschläge berechnet.
Wir überprüfen regelmäßig, wie sich einzelne Parameter auf den Beitrag in der Kfz-Versicherung auswirken. Die Ergebnisse und wie genau unsere Studie dazu aufgebaut ist, kannst Du im Ratgeber Tarifmerkmale nachlesen.
Zuletzt haben wir explizit das Merkmal Alter im Herbst 2020 überprüft.
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