Deine Solaranlage sollte sich spätestens nach 20 Jahren abbezahlt haben. Denn 20 Jahre lang bekommst Du die Einspeisevergütung für ins Netz geleiteten Strom und auch die Herstellergarantie auf Solarmodule läuft in der Regel mindestens 20 Jahre.
Bei einem Kaufpreis von 1.600 Euro pro kWp rentiert sich eine Photovoltaikanlage sehr wahrscheinlich in weniger als 20 Jahren, oft schon nach zehn bis 15 Jahren. Viele PV-Anlagen laufen aber deutlich länger – 30 Jahre sind realistisch.
Für unsere Analyse rechnen wir verschiedene Szenarien durch. Wir gehen von einer sonnigen Dachfläche mit Süd- oder Ost-West-Ausrichtung aus. Vorsichtshalber rechnen wir mit einem dauerhaft niedrigen Preis für Strom aus dem Netz von 30 Cent pro kWh – auch dann sollte sich die PV-Anlage lohnen. Denn ob die Strompreise langfristig steigen, ist alles andere als sicher.
Ab welchem Stromverbrauch lohnt sich PV?
Dein Haushalt sollte jährlich mindestens rund 3.000 kWh Strom benötigen, damit sich eine Photovoltaikanlage zur Eigenversorgung lohnt. Grundregel: Je höher Dein Strombedarf, desto mehr selbst erzeugten Strom kannst Du nutzen und desto mehr lohnt sich eine PV-Anlage.
Du willst in den nächsten Jahren auf ein E-Auto oder bei der Heizung auf eine Wärmepumpe umsteigen? Dann wird Dein Stromverbrauch in Zukunft auf jeden Fall über diese Marke steigen – planst Du jetzt eine PV-Anlage, dann berücksichtige das unbedingt und lass sie entsprechend größer auslegen.
Bleibt Dein Strombedarf voraussichtlich deutlich unter 3.000 kWh, könntest Du nur wenig Solarstrom selbst verbrauchen und die Ersparnis bei den Stromkosten ist gering. Oft zu gering, um den hohen Kaufpreis für eine PV-Anlage wieder hereinzuholen. Dann gibt es zwei Alternativen:
- Ein Balkonkraftwerk kannst Du selbst installieren. Es lohnt sich schon bei niedrigem Stromverbrauch.
- Eine PV-Anlage zur Volleinspeisung kann sich lohnen, wenn Du zwar kaum Stromverbrauch, dafür aber ein großes, sonniges Dach hast.
Welche Rendite bringt eine 10 kWp PV-Anlage mit Speicher?
In unserer Beispielrechnung erzielt eine 10 kWp PV-Anlage mit 10 kWh Batteriespeicher über 20 Jahre eine Jahresrendite von 3,6 Prozent. Danach fällt die Vergütung für eingespeisten Strom weg. Läuft die Anlage 30 Jahre lang, steigt die Rendite dank hoher Stromkostenersparnis dennoch auf 5,3 Prozent pro Jahr. Die Anlage amortisiert sich nach 14 Jahren – dann ist sie abbezahlt und macht Gewinn.
Für dieses Beispiel rechnen wir mit einem Haushalt mit jährlichem Strombedarf von 6.500 kWh. Davon entfallen 3.000 kWh auf ein E-Auto, was rund 15.000 Kilometer Jahresfahrleistung entspricht, oder auf eine Wärmepumpe, was einem Verbrauch in einem energieeffizienten Einfamilienhaus entspricht.
Für PV-Anlage und Speicher haben wir einen Kaufpreis von 20.000 Euro angesetzt. Das entspricht ungefähr 1.500 Euro pro kWp Solarleistung und 500 Euro pro kWh Speicherkapazität. Zusammengenommen liegen wir für Photovoltaikanlage mit Speicher also bei 2.000 Euro pro kWp, was knapp unter unserer Preisempfehlung von höchstens 2.200 Euro liegt.