In Baden-Württemberg werden PV-Anlagen und Batteriespeicher in den Städten Stuttgart und Tübingen gefördert. Außerdem gibt es ein Förderdarlehen von der landeseigenen L-Bank. Mehr dazu in unserer Übersicht:
Baden-Württemberg bietet Förderdarlehen für PV
Über die Staatsbank für Baden-Württemberg, die L-Bank, kannst Du ein Förderdarlehen zur Finanzierung einer PV-Anlage beantragen. Das Programm heißt “Wohnen mit Zukunft: Photovoltaik” und steht allen offen, die in Baden-Württemberg wohnen und bei ihrer selbstgenutzten Immobilie eine PV-Anlage, gegebenenfalls mit Speicher, einbauen lassen möchten.
Prüfe die Konditionen am besten tagesaktuell bei der L-Bank. Sie können zinsgünstiger sein als bei einer Finanzierung über den KfW-Kredit 270 für Photovoltaik. Allgemein gilt: Aus finanzieller Sicht lohnt sich eine Finanzierung einer Photovoltaikanlage oft nicht, weil die Kreditzinsen die Rendite der Anlage auffressen - mehr dazu liest Du in unserem Ratgeber PV-Anlage finanzieren.
Freiburg: Solaranlagen-Förderung ist ausgeschöpft
Die Stadt Freiburg hat über das Programm „Klimafreundlich wohnen“ besonders große PV-Anlagen gefördert. Die Mittel sind für dieses Jahr jedoch ausgeschöpft. Laut der Stadtverwaltung können Anträge voraussichtlich wieder ab dem 1. Januar 2027 gestellt werden. Für 2026 galten noch folgende Bedingungen:
- Grundvoraussetzung für die Förderung war dass die Photovoltaikanlage größer als 0,06 Kilowatt-Peak je Quadratmeter der überbauten Grundstücksfläche wird. Beispiel: Bei einem Einfamilienhaus ohne Garage beträgt die überbaute Grundstücksfläche 100 Quadratmeter. Dann musste die PV-Anlage größer als sechs Kilowatt-Peak gebaut werden (100 m² x 0,06 kWp/m² = 6 kWp).
- Gefördert wurde nur der Anlagenteil, der über die Mindestgröße hinausging. Von einer Anlage mit zehn Kilowatt-Peak wurden in diesem Beispiel also vier Kilowatt-Peak gefördert.
- Die Förderung betrug 150 Euro pro Kilowatt-Peak und maximal 1.500 Euro. Für besondere Anlagentypen, etwa an der Fassade oder auf einem Gründach, konnte sich die Förderhöhe verdoppeln.
Darüber hinaus bot Freiburg eine kostenlose Beratung für alle, die sich für den Betrieb einer PV-Anlage interessieren. Online findest Du weitere Informationen zur Freiburger PV-Förderung.
Stuttgart fördert PV-Anlagen und Speicher
In der Stadt Stuttgart gibt es über das Förderprogramm „Solaroffensive“ Zuschüsse für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher.
- Bei Photovoltaikanlagen werden nicht die Kosten für die Solarmodule oder den Wechselrichter bezuschusst, sondern nur Installationskosten wie zum Beispiel der Gerüstbau, ein neuer Zählerschrank, Blitzschutz oder die Ertüchtigung des Daches, damit es die PV-Anlage sicher trägt. Insgesamt werden 50 Prozent der förderfähigen Installationskosten übernommen, bis zu den folgenden Grenzen: Bei Dachanlagen gibt es maximal 300 Euro pro Kilowatt-Peak als Zuschuss, bei PV-Anlagen an Fassaden oder über Dachbegrünung maximal 450 Euro pro Kilowatt-Peak. Die maximale Fördersumme liegt bei 30.000 Euro.
- Die Installation eines Batteriespeichers zu einer neuen PV-Anlage wird mit 100 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität gefördert. Pro Kilowatt-Peak Solarleistung wird höchstens eine Kilowattstunde Speicherkapazität gefördert.
Details findest Du in der Förderrichtlinie
Tübingen hat die Photovoltaik-Förderung wieder gestartet
In der Stadt Tübingen ist das Förderprogramm „Tübingen macht blau“ für PV-Anlagen und Batteriespeicher seit dem 15. Juli wieder aktiv. Folgende Zuschüsse können bis 31. Dezember 2026 beantragt werden:
- Für die Vollbelegung aller geeigneten Dachflächen mit Photovoltaik gibt es ab 2 kWp 500 Euro, ab 8 kWp 600 Euro und von 15 bis 25 kWp 700 Euro Förderung.
- Du kannst einen Norddach-Bonus von 400 Euro erhalten.
- Batteriespeicher ab 2 kWh werden mit 250 Euro gefördert.
- Die Höchstförderung beträgt 3.000 Euro für Privatpersonen.
- Die Anlage und der Speicher müssen 2026 in Betrieb genommen werden.
Der Förderantrag kann entweder erst nach Inbetriebnahme der PV-Anlage gestellt werden oder alternativ vor Beginn Deines PV-Projekts, um die Fördermittel zu reservieren. Dieses zweistufige Verfahren ist aber komplizierter. Die Details findest Du direkt bei der Stadt Tübingen.
Du kennst ein PV-Förderprogramm in Baden-Württemberg, das hier nicht auftaucht? Dann schreib uns gerne eine E-Mail an redaktion@finanztip.de.