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Heizungsförderung wird komplett umgebaut: Jetzt schnell sein?

Das neue Heizungsgesetz kommt durch letzte Änderungen vermutlich erst im Herbst. Aber: Bei der Förderung geht’s schon jetzt los – und zwar deutlich. Was sich alles ändert und wer jetzt schnell handeln sollte.

Sandra Duy, Redakteurin für den Bereich Energetische Sanierung
Von Sandra Duy und Jonas Fehling
Heizungsförderung

Nach größerer Kritik will die Regierung ihren Entwurf fürs neue „Heizungsgesetz“ jetzt nochmal leicht überarbeiten und z. B. Energieanbieter verpflichten, bis 2045 schrittweise auf 100 % grüne Brennstoffe umzusteigen. Die Reform geht deshalb evtl. erst nach der Sommerpause durch den Bundestag.  

Unabhängig davon geht’s an anderer Stelle jetzt offenbar viel schneller: bei der Förderung, wenn Du eine neue, klimafreundliche Heizung einbaust (KfW 458). Hier plant die Regierung umfangreiche und ziemlich komplexe Änderungen:

  • Förderbare Kosten: Werden von max. 30.000 auf 28.000 € gesenkt und sinken dann ab 2027 alle sechs Monate um weitere 750 €
  • Grundförderung: 15 statt bisher 30 % der förderbaren Kosten, wenn Du Dich für eine Wärmepumpe entscheidest, die nicht Made in Europe ist. Sonst weiter 30 %
  • Einkommensbonus: Bisher gibt’s 30 % extra, wenn Dein Haushalt ein zu versteuerndes Jahreseinkommen (zvE) von max. 40.000 € hat. Das soll jetzt gestaffelt werden:

    - 40 % für zvE bis 30.000 €
    - 30 % für zVE von 30.000 bis 40.000 €
    - 10 % für zvE bis 50.000 €
    - Leben Kinder im Haushalt, kannst Du 10.000 € vom zVE abziehen

  • Klimageschwindigkeitsbonus: Aktuell gibt’s 20 %, wenn Du bis Ende 2028 eine alte, aber funktionierende Gas- oder Ölheizung ersetzt. Danach sinkt der Bonus alle zwei Jahre um 3 %-Punkte. Das soll künftig schneller gehen und einmal sofort und dann alle sechs Monate um 4 %-Punkte sinken
  • 5 % Effizienzbonus für Wärmepumpen & 2.500 € Emissionsminderungszuschlag für Pelletheizungen: entfallen
  • Max. mögliche Förderung: Liegt im Einfamilienhaus bisher bei 70 %, also 21.000 €. Künftig sollen vrstl. bis zu 80 % möglich sein, also anfangs 22.400 €. Bekommst Du keinen Einkommensbonus, verlierst Du aber in der neuen Förderwelt über 3.600 €

Das alles gilt für Einfamilienhäuser und könnte vielleicht schon in wenigen Wochen starten, wann genau ist noch unklar. U. a. in unserem Ratgeber zur Heizungsförderung halten wir Dich auch zu anderen Haustypen auf dem Laufenden, sobald es Details gibt.

Was Du jetzt schnell checken solltest

Wichtig: Ist Deine neue Heizung bereits geplant und kurz vor dem Einbau, solltest Du jetzt schnell prüfen, ob die alte oder die geplante neue Förderwelt für Dich besser sind. Meistens wird es die alte sein, dann solltest Du Dich also beeilen, jetzt alles schnell zu finalisieren.  

Wann die neue Welt besser ist? Nur wenn Dein zVE unter 30.000 € oder unter 40.000 € mit Kind liegt und Du den neuen, hohen 40-%-Bonus dafür kassieren kannst.

Wer jetzt nichts überhasten sollte

Stehst Du dagegen noch am Anfang der Planung, gilt: Sorgfalt geht vor Tempo. Denn eine schlecht geplante Wärmepumpe kann im schlimmsten Fall zu dauerhaft hohen Betriebskosten führen.

Auch diese Förderprogramme ändern sich

Parallel gibt’s auch Änderungen bei Förderprogrammen zur energetischen Sanierung: Im Programm KfW 261 sollen die Tilgungszuschüsse um 10 %-Punkte sinken. Bei den Bafa-Einzelmaßnahmen sind vor allem Mehrfamilienhäuser betroffen. Die Details bauen wir schnellstmöglich in unsere verlinkten Ratgeber ein. 

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