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Immobilienpreise überraschen: Das solltest Du jetzt wissen

Die Preise für Häuser und Wohnungen stehen teils unter Druck. Woran das liegen könnte und wie Du bei der Kaufen-oder-Mieten-Entscheidung vorgehen kannst.

Von Dirk Eilinghoff, Larissa Glas und Martha Falkenburger
Immobilienpreise überraschen: Das solltest Du jetzt wissen
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Die Immobilienpreise bewegen sich kaum: Zwischen April und Juni 2026 lagen sie 0,6 % höher als im Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 stiegen sie sogar nur um 0,3 %. So aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts.  

Zum Vergleich: Die allgemeine Inflationsrate lag zuletzt bei 2,9 %. Die Preise für Häuser und Wohnungen steigen also weniger stark als das allgemeine Preisniveau.

Woran könnte das liegen?

Ein wichtiger Grund sind die Finanzierungskosten. Im Frühjahr 2026 gab es bei den Bauzinsen einen kräftigen Sprung: von 3,5 % auf etwa 4 % bei zehnjähriger Zinsbindung. Wenn Du Dir eine bestimmte Monatsrate leisten kannst, z. B. 1.000 € oder 1.500 €, schrumpft Dein Budget. Das drückt die Immobilienpreise. 

Vielleicht wollten sich aber auch nur weniger Menschen mit dem Thema Immobilie beschäftigen, angesichts steigender Energiepreise und Unsicherheit um die Straße von Hormus.

Es gibt regionale Unterschiede

Innerhalb Deutschlands und je nach Immobilientyp unterscheiden sich die Entwicklungen nach wie vor deutlich:

  • In Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf sind die Preise für Eigentumswohnungen sogar leicht gesunken: im Schnitt um 0,4 % im Vergleich mit dem zweiten Quartal 2025. Dagegen kosten Ein- und Zweifamilienhäuser im Vergleich zu 2025 0,7 % mehr
  • In dicht besiedelten ländlichen Kreisen waren Eigentumswohnungen günstiger (1,8 % weniger als 2025), Ein- und Zweifamilienhäuser teurer (1 % mehr als 2025 und sogar 2,5 % mehr als im ersten Quartal 2026)

Wie sich die Immobilienpreise entwickeln, hängt also stark von der Region ab. Und dieser Unterschied könnte künftig noch größer werden: In manchen ländlichen Regionen könnten in den kommenden Jahren deutlich mehr Häuser auf den Markt kommen. Inwiefern das mit der Generation der “Babyboomer” zusammenhängt, liest Du hier.

Sprechen diese Zahlen jetzt für einen Kauf?

Niedrigere Immobilienpreise allein sind noch kein Grund zu kaufen. Entscheidend ist, ob ein Kauf zu Deinem Leben und Deinen Finanzen passt.  

  • Willst Du langfristig an einem Ort bleiben?  
  • Hast Du genug Eigenkapital?  
  • Und kannst Du Dir Kreditrate und laufende Kosten dauerhaft leisten?  

Diese Punkte solltest Du klären, bevor Du Dich für Kaufen oder Mieten entscheidest.

Mit Blick auf die Finanzierung kannst Du Dich an Deine Bank wenden. Zusätzlich solltest Du aber Unterstützung von einem Kreditvermittler heranziehen. Empfehlen können wir Dir Interhyp, Baufi24, Dr. Klein, Hüttig & Rompf und Hypofriend.

Der Finanztip Mieten-oder-Kaufen-Rechner hilft Dir Deine finanzielle Situation besser einzuschätzen. Zusätzlich kannst Du Dir diese Folge unseres Podcasts “Finanzen ganz einfach” mit Emil und Saidi anhören.

In diesem Academy-Kurs zum Thema Immobilien vererben & erben erfährst Du u. a. wie Du Angebote richtig vergleichen kannst. 

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