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Noch besser als der ACWI IMI? Ein ETF streut noch breiter

In einem Index stecken nochmal 1.000 bis 2.000 Positionen mehr als im ACWI IMI. Und es gibt sogar einen ETF darauf. Was dahinter steckt und warum wir ihn trotzdem nicht empfehlen.

Timo Halbe
Timo Halbe Geldanlage
Noch besser als der ACWI IMI? Ein ETF streut noch breiter

Bei Finanztip empfehlen wir Dir seit jeher, in einen breit gestreuten Aktien-ETF zu investieren. Je mehr Unternehmen drinstecken, desto besser. Unserer Top-Empfehlung, bildet den Index MSCI ACWI IMI nach, der aus 8.000 bis 9.000 Unternehmen besteht.

Ein ETF streut noch breiter

Der Vanguard Total World Stock ETF (ISIN: US9220427424) bildet den FTSE Global All Cap Index nach und verteilt Dein Geld so auf insgesamt 10.035 Unternehmen aus Schwellen- und Industrieländern inkl. Small Caps. Damit ist er der ETF auf den Index mit der breitesten Marktabdeckung weltweit.

Die Top 10 Positionen im Vanguard-ETF:

  1. Nvidia – 4,15 %
  2. Apple – 3,47 %
  3. Microsoft – 2,69 %
  4. Amazon – 2,26 %
  5. Alphabet A – 2,01 %
  6. Broadcom – 1,71 %
  7. Alphabet C – 1,58 %
  8. TSMC – 1,50 %
  9. Meta – 1,19 %
  10. Tesla – 0,96 %

Die Top 10 sind die gleichen wie beim MSCI ACWI IMI. Nur hat der Vanguard-ETF eine etwas geringere Gewichtung als der IMI. Insgesamt machen im IMI die Top 10 rund 22 % des gesamten Index aus. Im Vanguard sind es 20 %.

Mit 0,06 % Kosten (TER) pro Jahr und einem Fondsvolumen von 57 Mrd. $ kann er durchaus mit einem ETF auf den MSCI ACWI IMI mithalten: Eine unserer konkreten ETF-Empfehlungen, der SPDR MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66), hat sogar höhere Kosten (0,17 %) und ein kleineres Fondsvolumen von rund 5,5 Mrd. $.

Der große Haken: Du kannst ihn nicht kaufen 

Für Dich ist der ETF leider trotz seiner super Streuung nichts. Denn: Der Fonds sitzt in den USA und hat keine UCITS-Zulassung. Damit bringt er zwei Probleme mit sich:

  1. In der Regel kannst Du gar nicht investieren: ETFs, die keine EU-Zulassung haben, sind für alle europäischen Anlegerinnen und Anleger gesperrt – dementsprechend können wir ihn Dir auch nicht empfehlen
  2. Solltest Du es dennoch irgendwie schaffen, in den ETF zu investieren, musst Du mit einer komplizierteren Versteuerung rechnen: In den USA musst Du bei Dividenden erst mal 30 % Quellensteuer zahlen. Einen Teil davon kannst Du Dir zwar zurückholen, dafür musst Du Dich aber mit den US-Steuerbehörden herumschlagen

Keine Sorge: Der ACWI IMI reicht völlig

Ja, der Vanguard-ETF enthält nochmal mehr Aktien als der IMI. Für Dein Risiko und Deine Rendite macht das aber kaum einen Unterschied. Denn: Am Ende landet der Großteil Deines Geldes in denselben Ländern und Unternehmen wie beim IMI. 

So machst Du’s richtig

Um in ETFs investieren zu können, brauchst Du erstmal ein gutes Depot. Wir empfehlen Dir hier: Traders Place. Aber auch Smartbroker+, Finanzen.net Zero, Scalable Capital (Free Broker), Comdirect Pure Depot und Trade Republic. Weitere günstige Depots gibt’s bei: Comdirect Depot, S Broker, Consorsbank und ING.

Am besten investierst Du dann in einen möglichst breiten, weltweit gestreuten Aktien-ETF, der natürlich in Deutschland zugelassen sein muss. Dafür empfehlen wir Dir Alle-Länder-ETFs wie den SPDR MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66) oder SPDR MSCI ACWI IMI (IE000DD75KQ5). 

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Von Giulia Tita
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