Tipps & Tricks

Sparen – aber nicht beim Lippenstift? Darum ist das so

Je schlechter die Wirtschaft, desto besser verkauft sich Lippenstift. Was es mit diesem Effekt auf sich hat und was es über Dein Kaufverhalten aussagt.

Timo Halbe
Von Timo Halbe und Larissa Glas
Krise – und plötzlich boomt Lippenstift

L’Oréal hat im zweiten Quartal mehr Umsatz gemacht als erwartet: Bis Ende Juni 2026 ist er um fast 7 % gestiegen. Besonders gefragt waren Mascara und Haarpflege.

Warum ist das so? In der Eurozone lagen die Verbraucherpreise im Juni 2026 im Schnitt 2,8 % höher als ein Jahr zuvor. Im Mai waren es sogar noch 3,2 %. Obwohl viele Menschen bei höheren Preisen genauer aufs Geld schauen, gönnen sie sich oft weiterhin kleinere Luxusprodukte. Das wird als Lippenstift-Effekt bezeichnet.

Wie ändert sich Dein Kaufverhalten in Krisenzeiten?

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten verzichten Menschen zwar eher auf große Anschaffungen, gönnen sich aber weiterhin kleinen Luxus. Das war auch bei vergangenen Krisen so: Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 etwa stiegen die Lippenstiftverkäufe laut Estée Lauder um 11 %. Auch während der Corona-Pandemie gönnten sich die Menschen trotz Krise weiterhin kleine, vergleichsweise günstige Luxusprodukte.

Steigende Lippenstift- oder Kosmetikverkäufe sind aber kein sicheres Zeichen für eine drohende Rezession. Denn auch Trends, Preise oder neue Produkte beeinflussen, wie viel Kosmetik gekauft wird.

Verschieben sich Deine Ausgaben?

Deshalb lohnt sich ein Blick auf Deine Ausgaben: Gönnst Du Dir gerade häufiger kleine Luxusartikel, die sich in Summe bemerkbar machen? Verzichten musst Du darauf nicht – wichtig ist vor allem, dass genug Geld für Deine Sparziele und Deinen langfristigen Vermögensaufbau übrigbleibt. 

Wie viel Du jeden Monat tatsächlich übrig hast, findest Du am besten mit einem Haushaltsbuch heraus. Wie viel davon Du regelmäßig sparen solltest, kannst Du anschließend mit unserem Sparplan-Rechner prüfen.

Was Du für Deine Geldanlage mitnehmen kannst: 

  • Als Faustregel kannst Du Dich an unserer 50-30-20-Regel orientieren: 50 % Deines Einkommens für Lebenshaltungskosten, 30 % für Freizeit und Luxus und 20 % fürs Sparen
  • Leg regelmäßig Geld zurück und investiere langfristig, zum Beispiel mit einem breit gestreuten ETF
  • Lass Dich von schlechten Wirtschaftsnachrichten nicht aus Deinem Plan bringen

Mit unseren ETF- und Depot-Vergleichen findest Du Produkte, die wir Dir empfehlen und mit denen Du einfach und schnell loslegen kannst. Wir empfehlen Dir wiederanlegende Alle-Länder-ETFs, zum Beispiel den SPDR MSCI ACWI IMI (IE00B3YLTY66), Vanguard FTSE All-World (IE00BK5BQT80), iShares MSCI ACWI (IE00B6R52259) und SPDR MSCI ACWI (IE00B44Z5B48). Bei den Depots überzeugt uns aktuell das Depot von Traders Place, die beste Leistung bekommst Du bei Comdirect.  

Deine Finanzen. Deine App.

Verpasse dank Push-Nachrichten keine News, Spartipps oder wichtigen To-Dos mehr, erhalte einen Überblick über Deine Finanzen mit dem Finanzcoach und speichere wichtige Inhalte für später.

Hol Dir die App

Werde jetzt Teil unserer Mission für mehr Finanzbildung!

Mit Deinem monatlichen Beitrag stärkst Du die Finanztip Stiftung und hilfst, unser Angebot auszubauen. Als Unterstützer erhältst Du zudem exklusiven Zugang zu Expertengesprächen und zur kompletten Finanztip Academy.

Unterstütze uns

* Was der Stern bedeutet:

Finanztip ist kein gewöhnliches Unternehmen, sondern gehört zu 100 Prozent zur gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, eigenständig die für sie richtigen Finanzentscheidungen zu treffen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links jedoch anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion ausführlich analysiert und empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Für uns als gemeinwohlorientiertes Unternehmen hat es natürlich keinen Einfluss auf die Empfehlungen, ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Dich als Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.