Tipps & Tricks
Top 5 im MSCI World: So stark sind Nvidia, Apple und Co.
Mehr als 1.300 Unternehmen stecken im MSCI World – doch fast ein Fünftel des Index hängt an nur fünf Konzernen. Wie riskant ist diese Konzentration?

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Mehr als 1.300 Unternehmen stecken im MSCI World – doch fast ein Fünftel des Index hängt an nur fünf Konzernen. Wie riskant ist diese Konzentration?


Im MSCI World stecken mehr als 1.300 Unternehmen aus allen Industrieländern (u. a. aus Nordamerika, Europa und Teilen Asiens). Sie sind aber nicht gleich stark gewichtet, sondern nach ihrem Börsenwert – an der Spitze gibt es dadurch eine gewisse Konzentration:
Quelle: MSCI, Stand: 27. Februar 2026
Diese fünf Unternehmen machen nicht nur 17,4 % des Index aus, sondern kommen auch alle aus dem Tech-Sektor. Fast ein Fünftel Deines ETFs hängt also an diesen fünf Unternehmen. Wenn Du 10.000 € investiert hast, stecken davon rund 1.740 € allein in Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon und Alphabet.
Für die übrigen rund 1.300 Unternehmen bleiben damit etwa 82 % übrig. Das zeigt, wie stark die Spitze ins Gewicht fällt. Für Dein Depot bedeutet das: Wenn sich diese wenigen Tech-Konzerne schwächer entwickeln, kann Dein ETF trotz breiter Streuung spürbar an Wert verlieren – teilweise auch recht schnell.
Genau deshalb ist die entscheidende Frage: Was passiert, wenn Tech-Werte crashen?
Vorweg: Der MSCI World hatte immer wieder starke Einbrüche erlebt, sich langfristig aber jedes Mal wieder erholt. Je nach Krise lag das Minus zwischen 13 und 54 %, die Erholung dauerte teils viele Jahre.
Besonders hart hat es die Kurse ab September 2000 getroffen: Über 54 % Verlust und mehr als 13 Jahre, bis er wieder ausgeglichen war. Beim Corona-Crash 2020 ging es deutlich schneller: Rund 33 % Minus waren nach einem Jahr wieder drin.
Wichtig für Dich: Ein Verlust entsteht erst, wenn Du verkaufst. Wer mindestens 15 Jahre investiert bleibt, erhöht die Chance deutlich, Krisen auszusitzen und Einbrüche wieder aufzuholen.
Auch wenn die Tech-Riesen viel Gewicht haben, federt die breite Streuung im MSCI World einen Teil der Verluste ab. Kurzfristige Rückgänge musst Du einkalkulieren – langfristig hat sich Geduld bislang immer ausgezahlt.
Ein weltweiter Aktien-ETF bleibt deshalb die beste Basis für Deinen Vermögensaufbau. Die starke Gewichtung einzelner Tech-Riesen ist kein Grund zur Panik – sondern einfach Teil der aktuellen Marktstruktur. Entscheidend ist, dass Du langfristig investiert bleibst und nicht auf kurzfristige Schwankungen reagierst.
Und mach Dir auch klar: Gerade der starke Anstieg der Tech-Unternehmen hat in den vergangenen Jahren zu den guten Renditen des MSCI World geführt. In unserem Ratgeber zum MSCI World haben wir uns ausführlich mit diesem Effekt beschäftigt.
Wenn Du die Konzentration und das “Tech-Risiko” etwas senken möchtest, kannst Du auch auf noch breiter gestreute ETFs setzen:
Du solltest Deinen MSCI World deswegen aber nicht verkaufen und komplett in einen solchen Alle-Länder-ETF umschichten. Denn dann fallen unnötige Kosten und Steuern an.
Wenn Du noch keinen passenden ETF hast, hilft Dir unser ETF-Finder bei der Auswahl. In unserem ETF-Vergleich findest Du alle unsere Empfehlungen. Wir raten Dir unter anderem zum Vanguard FTSE Developed World (IE00BK5BQV03) und zum Vanguard FTSE All-World (IE00BK5BQT80).
Auf den ACWI IMI empfehlen wir Dir z. B. den SPDR ACWI IMI ETF als Ausschütter (IE00B3YLTY66) oder Thesaurier (IE000DD75KQ5).
Um Geld in Aktien oder ETFs anzulegen, brauchst Du ein Wertpapierdepot. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet Dir aktuell das Depot von Traders Place. In unserem Depot-Vergleich findest Du alle weiteren Empfehlungen.
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