iPhone USA

Lohnt es sich, ein iPhone in den USA zu kaufen?

Das Wichtigste in Kürze

  • Während eines USA-Aufenthalts ein iPhone zu kaufen, kann ein paar Euro sparen – allerdings nur bei sehr neuen iPhone-Modellen, die ausschließlich im Apple Store erhältlich sind.
  • Preise in den USA sind netto ausgezeichnet. An der Kasse kommt noch die „sales tax“ obendrauf, die sich von Staat zu Staat unterscheidet.
  • Bei der Einreise nach Deutschland müssen iPhone-Käufer Einfuhrumsatzsteuer zahlen.
  • Sinnvoller ist es in der Regel, das iPhone bei einem Online-Händler in Deutschland zu kaufen.
  • Gerade bei sehr neuen iPhones kann sich auch ein Handyvertrag mit Smartphone lohnen.

So gehen Sie vor

  • Günstige iPhones finden Sie über Preissuchmaschinen wie idealo.de, billiger.de und Geizhals. Oder Sie suchen sich einen preiswerten Handyvertrag samt Apple-Smartphone.
  • Ein iPhone aus den USA können Sie auch in Deutschland normal benutzen. Allerdings gilt dafür die amerikanische Garantie.
  • In den USA sind iPhones am preiswertesten in Delaware, Montana, New Hampshire und Oregon – diese Staaten haben keine sales tax.
  • Auf der Rückreise müssen Sie den Kauf beim Zoll angeben. Der kassiert bis zu 19 Prozent des Kaufpreises von Ihnen.
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Für den Kauf eines iPhones extra in die USA zu fliegen, lohnt sich natürlich nicht. Aber falls Sie ohnehin einen Trip in die Staaten planen, können Sie von Apples Preispolitik profitieren, wenn Sie das Gerät dort kaufen. Sprachprobleme mit einem in den USA gekauften iPhone sind nicht zu erwarten: Oberfläche, Bildschirmtastatur, Wörterbuch und die Spracherkennung Siri können Sie auf Deutsch umstellen. Das iPhone in den USA zu kaufen, lohnt sich jedoch nur bei sehr neuen Modellen.

Sind iPhones aus USA und Deutschland gleich?

Ab dem iPhone 6 müssen Sie mit keinen Problemen rechnen. Die US-Versionen der älteren iPhone-Modelle 5C und 5S hingegen beherrschen nicht alle hiesigen LTE-Frequenzen. Somit können Sie den schnellen Datenfunk mit einem deutschen LTE-Tarif unter Umständen nicht nutzen.

Besonders wichtig: Kaufen Sie auf keinen Fall ein sogenanntes CDMA-Gerät, sondern ausschließlich eine GSM-Version. CDMA-iPhones können sich nämlich nur in amerikanische Handynetze einwählen und würden hierzulande nicht funktionieren.

Was kostet ein US-iPhone, wenn es in Deutschland angekommen ist?

Für unser Beispiel begleiten wir ein iPhone XS mit 64 GB Speicher im September 2018 gedanklich auf dem Weg aus den USA nach Deutschland. Das Gerät kostete in Amerika knapp 1.000 Dollar, zu der Zeit umgerechnet etwa 860 Euro.

Preise in den USA werden grundsätzlich ohne Steuern angegeben

Da die Preise in den USA netto ausgezeichnet werden, kommt an der Kasse noch die „sales tax“ obendrauf. Die Verkaufssteuer ähnelt der deutschen Mehrwertsteuer. Sie ist in den verschiedenen Bundesstaaten unterschiedlich hoch und liegt zwischen 0 und 11,5 Prozent. In New York beträgt die Steuer beispielsweise 8,875 Prozent.

An der Kasse im New Yorker Apple Store an der Fifth Avenue hätten wir also etwa 1.088 Dollar hingeblättert. Das waren umgerechnet 938 Euro und damit etwa 200 Euro weniger, als das Gerät beispielsweise im Apple-Geschäft am Marienplatz in München gekostet hat.

Tipps: Steuern sparen und iPhone komfortabel abholen
Keine „sales tax“ erheben die Staaten Delaware, Montana, New Hampshire und Oregon. Dort zahlen Sie entsprechend weniger für ein iPhone. Sie können Ihr Wunschgerät im amerikanischen Onlineshop bestellen und als Abholort („personal pickup“) einen stationären Apple Store in den USA wählen. So sparen Sie etwas Zeit.

Das iPhone muss verzollt werden

Bei der Einreise nach Deutschland ist die Neuanschaffung beim Zoll anzumelden. Vergessen Sie die Anmeldung nicht, denn sonst droht eine Geldbuße oder sogar ein Strafverfahren. Keine gute Idee ist es, wenn Sie das iPhone aus der Packung nehmen, in die Tasche stecken und behaupten, Sie hätten es schon bei der Einreise dabei gehabt. Die Zollbeamten können nämlich feststellen, ob das Gerät aus den USA oder Deutschland stammt.

Halten Sie beim Zoll die Rechnung bereit. Wenn Sie diese nicht vorlegen können, schätzen die Beamten den Wert der Ware – was nicht zu Ihren Gunsten ausfallen dürfte.

Da das iPhone in unserem Beispiel mehr als 700 Euro wert ist, zahlt der Reisende 19 Prozent an den Zoll. Läge der Wert unter 700 Euro, würden pauschal 17,5 Prozent Einfuhrumsatzsteuer anfallen. Die in den USA entrichtete „sales tax“ wird dabei in den Warenwert eingerechnet. Sie erhalten die US-Verkaufssteuer bei der Wiedereinreise nach Deutschland nicht zurück. Im Beispiel sind 178 Euro an den Zoll zu bezahlen.

Die Ersparnis würde etwa 25 Euro betragen

In Deutschland angekommen, hätte der iPhone-Käufer insgesamt knapp 1.115 Euro für das Gerät aus den USA bezahlt. Im Vergleich zum Kauf bei Apple in Deutschland hätte er 35 Euro gespart. Allerdings fallen noch 10 Euro für einen deutschen Ladestecker an.

Günstiger fahren Sie, wenn Sie nach Veröffentlichung des neuen iPhones ein wenig warten und es dann bei einem deutschen Online-Händler kaufen. Den günstigsten Preis finden Sie über ein Vergleichsportal wie Idealo, billiger.de oder Geizhals.

Für ein iPhone aus den USA gilt außerdem die amerikanische Garantie. Geht das Smartphone kaputt, müssen Sie es im Zweifel wieder in die USA schicken. Der Wiederverkaufswert eines US-iPhones dürfte in Deutschland daher niedriger sein als derjenige eines europäischen Modells. Daher können wir einen iPhone-Kauf in den Staaten nicht empfehlen.

Lohnt sich der Versand aus den USA?

Vom Online-Kauf in den USA mit Versand nach Deutschland raten wir ebenfalls ab, denn die hohen Versandkosten würden die Ersparnis auffressen. Außerdem muss der Versandpreis zusätzlich zum Warenwert verzollt werden – dadurch steigt die Zollabgabe. Schließlich kann die Lieferung lange dauern, und Sie müssen das Paket beim Zoll abholen, was nicht sehr komfortabel ist.

Dienstleister wollen den Kauf abwickeln

Es gibt Dienstleister, die Ihnen eine amerikanische Adresse zur Verfügung stellen. Von dort schicken sie das iPhone dann zu Ihnen nach Deutschland. Dazu zählt beispielsweise myus.com. Dabei fallen rund 10 Euro für den Versand an. Die Website ist auf Englisch.

Um den Zoll kommen Sie auch mit einem Dienstleister nicht herum. Daher rechnet sich das in aller Regel nicht.

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iPhone besser in Deutschland kaufen

Wenn Sie ein günstiges iPhone kaufen wollen, gibt es auch in Deutschland ein paar Tricks, wie Sie den Preis etwas senken können. Apple selbst verlangt meist den höchsten Preis. Andere Online-Händler sind oft wesentlich billiger. Den besten Händler finden Sie mit Preissuchmaschinen wie idealo.de, billiger.de oder Geizhals. Es kann sich auch lohnen, das Gerät zusammen mit einem Handyvertrag zu erwerben.

Mehr dazu im Ratgeber iPhone-Kauf

Daniel Pöhler
von Finanztip, Experte für Medien

iPhone bei Apple am teuersten

  • Drittanbieter verkaufen das iPhone günstiger.
  • Verträge können sich bei neuen iPhones lohnen.
  • Günstige Vorgängermodelle gibt es auch mit Gewährleistung vom Händler.

» Zum Ratgeber

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler arbeitet hauptsächlich am Finanztip-Newsletter. Seine Schwerpunkte sind Mobilität und digitale Themen. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Daniel ist Diplom-Kaufmann und lernte das journalistische Handwerk unter anderem an der Akademie der Bayerischen Presse.

Arne Düsterhöft

Finanztip-Volontär

Arne Düsterhöft ist Volontär in der Redaktion von Finanztip und unterstützt die unterschiedlichen Experten-Teams. Zuvor berichtete er über digitale Technologien und Telekommunikation in der Online-Redaktion von teltarif.de. Nach Auslandssemestern in Dublin und New York hat Arne Düsterhöft seinen Masterabschluss in Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin gemacht.