Internet- und Handytarif: Keine Angst vorm Wechsel
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Du hast bei der Wahl Deines Handynetzes wieder mehr Möglichkeiten: Die drei großen Netzanbieter Telekom, Vodafone und Telefónica/O2 haben seit Dezember 2023 mit 1&1 einen neuen Konkurrenten mit eigenem Mobilfunknetz. Doch wie schlägt sich 1&1 im Vergleich zu den etablierten Anbietern und welche Besonderheiten musst Du beachten? Und welche Tarife empfehlen wir im 1&1-Netz? Alles Wichtige erfährst Du in diesem Ratgeber.
Das 1&1-Netz schneidet in aktuellen Tests von Fachmagazinen gut ab, liegt im Ranking allerdings noch hinter den etablierten Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica beziehungsweise O2. Die Fachmagazine Chip und Connect betrachten 1&1 in ihren aktuellen Netztests noch außer Konkurrenz, weil das Netz sich noch im Aufbau befindet und während des Testzeitraums signifikante technische Änderungen vorgenommen wurden.
Connect bescheinigt 1&1, dass das Unternehmen sich schnell als starker Herausforderer herausgestellt hat. Gerade bei der Datenverbindung sei der neue Wettbewerber gut aufgestellt. In Sachen Telefonie habe 1&1 aber noch Aufholbedarf.
Bei der Auswertung von Chip sieht es ähnlich aus. Auch das Fachmagazin sieht gerade bei der Telefonie noch Probleme. Hier komme es öfter zu nicht erfolgreich durchgeführten Anrufen. Auch was die Datenverbindungen angeht, ist das neue Netz minimal schwächer als die etablierten Anbieter.
1&1 hat das eigene Mobilfunknetz erst im Dezember 2023 gestartet. Zuvor ist das Unternehmen als Mobilfunkanbieter aufgetreten, der Leistungen im O2-Netz weiterverkauft hat. Seit Ende 2025 sind alle Kundinnen und Kunden des Unternehmens aber im unternehmenseigenen 1&1-Netz unterwegs.
Überall dort, wo noch keine eigenen Antennen von 1&1 stehen, gehst Du über dort vorhandene Vodafone-Antennen ins Netz. Das ist dank einer sogenannten National-Roaming-Vereinbarung zwischen den Netzbetreibern möglich. Für Dich bedeutet das, dass Du mit einem 1&1-Vertrag auch überall dort Empfang hast, wo Vodafone-Antennen stehen.
Wenn Du wissen willst, wie gut Deine Netzabdeckung mit 1&1 bei Dir vor Ort ist, wirf einen Blick auf die Finanztip-Deutschlandkarte oben. Hier siehst Du, ob Du in Deinem Landkreis einen guten Empfang erwarten kannst. Die Grafik zeigt Dir, wie viel Prozent der Fläche des Landkreises das Netz abdeckt. Dabei siehst Du die Antennenstandorte von Vodafone, da der National-Roaming-Partner aktuell eine wesentlich größere Fläche abdeckt als die 1&1-Antennen.
Für einen noch detaillierten Überblick auf einem 100 mal 100 Meter Raster kannst Du auf der Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur nachschauen. Dort siehst Du die Netzabdeckung des 1&1-Netzes in Verbindung mit Vodafone-Antennen. Die Karte bietet eine visuelle Unterscheidung zwischen den beiden Netzen und zeigt Dir sogar an, wo genau die aktuellen Standards 5G und 4G verfügbar sind und wo Du nur auf das alte 2G-Netz zugreifen kannst.
Mit der sogenannten Funkloch-App kannst Du Funklöcher melden und so zu den Kartendaten der Bundesnetzagentur beitragen. Das schafft allerdings nicht sofort Abhilfe. Die Bundesnetzagentur sammelt die Daten lediglich und nutzt sie nur in Einzelfällen, um die Netzbetreiber auf Lücken und Versorgungsprobleme hinzuweisen, die diese dann beheben können.
Wenn Du Dich mit anderen Finanztip-Nutzerinnen und -Nutzern über Deine Erfahrungen mit 1&1 austauschen willst, wirf einen Blick auf unser 1&1 Erfahrungsportal. Dort kannst Du auch gezielt nach Erfahrungen mit dem Handynetz filtern, indem Du unter Produkt „Handytarif“ auswählst.
Alle Kundinnen und Kunden von 1&1 surfen nach Unternehmensangaben seit November 2025 im 1&1-Netz – egal, ob per 1&1-Antennen oder Vodafone-Antennen. Technisch gesehen nutzt Du mit einem 1&1-Vertrag die Vodafone-Antennen mit, Deine Internet- und Telefonverbindung wird aber im Hintergrund direkt an das 1&1-Kernnetz übergeben.
Da 1&1 laut eigenen Angaben im Dezember 2025 erst rund 25 Prozent aller Haushalte mit den eigenen Antennen erreicht, wirst Du Dich unterwegs meist per Vodafone-Antennen mit dem 1&1-Netz verbinden. Du hast dann also den Vorteil, von aktuell besser ausgebauten Vodafone-Standorten zu profitieren.
Seit November 2025 sind alle Kundinnen und Kunden im 1&1-Netz unterwegs – auch wenn früher viele Bestandskunden im O2-Netz waren, dem ehemaligen Partner von 1&1. Das Unternehmen hat diese bestehenden Verträge nach und nach ins eigene Netz umgezogen.
Bevor 1&1 ein eigenes Netz hatte, waren 1&1-Kundinnen und -Kunden immer im O2-Netz unterwegs. Diese Vereinbarung wurde zu einer Zeit geschlossen, als 1&1 noch kein eigenes Netz hatte, sondern als Drittanbieter Verträge im O2-Netz vermarktet hat. Die Kooperation wurde jedoch zugunsten des eigenen Netzes und der Zusammenarbeit mit Vodafone aufgegeben.
Die Vereinbarung mit Vodafone gilt auch für alle 1&1-Drillisch-Marken wie zum Beispiel Winsim, Sim.de oder Simplytel. Du surfst also auch mit diesen Verträgen sowohl über 1&1- als auch Vodafone-Antennen.
Generell kannst Du leicht herausfinden, in welchem Netz Du derzeit bist. Gib dazu einfach Deine Handynummer bei der kostenlosen Webseite netz-abfrage.de ein.
Internet- und Handytarif: Keine Angst vorm Wechsel
Expertengespräch am 23.07.2026
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Das Unternehmen hat Ende 2025 vermeldet, 25 Prozent der Haushalte in Deutschland mit den eigenen Antennen zu erreichen. Stand März 2025 hat das Unternehmen 1.000 Antennen in Betrieb genommen. Weitere 5.000 seien nach Angaben von 1&1 in der Planung. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 12,5 Millionen Mobilfunk-Kundinnen und -Kunden.
Laut eines Statements gegenüber der Branchenpublikation Teltarif während des Mobil World Congress 2026 will das Unternehmen bis Ende 2026 40 Prozent aller Haushalte mit den eigenen Antennen erreichen. Dazu müsse 1&1 aber Zugriff auf weitere Funkfrequenzen von Mitbewerbern erhalten, die diese dem neuen Wettbewerber laut Auflagen der Bundesnetzagentur zur Verfügung stellen müssen.
Nach Zahlen der Bundesnetzagentur von Juli 2024 kam 1&1 zu diesem Zeitpunkt allerdings auf weniger als ein Prozent Flächenversorgung. Zum Vergleich: Telefónica deckte zu diesem Zeitpunkt mit dem 4G-Netz, auch als LTE bekannt, 87 Prozent der Fläche ab, während Telekom und Vodafone bei gut 91 Prozent lagen. Mit dem alten Mobilfunkstandard 2G kommen die drei etablierten Netzbetreiber jeweils auf eine Abdeckung von mehr als 98 Prozent.
1&1 setzt im Gegensatz zur Konkurrenz ausschließlich auf ein neues Verfahren namens Open Ran, kurz für Open Radio Access Network. Das bedeutet, dass die Funktechnik des Anbieters auf offenen Standards basiert und mit verschiedenen Herstellern kompatibel ist. 1&1 ist dadurch nach eigenen Angaben unabhängig von einzelnen Anbietern und arbeitet mit über 80 Unternehmen zusammen. Dadurch sei 1&1 in der Lage, die jeweils besten verfügbaren Technologien zu nutzen.
Open Ran sorgt nach Angaben des Unternehmens für eine geringere Latenzzeit, Daten sollen also schneller von Servern zu Handys und andersherum fließen können. Die Technik ist allerdings in Deutschland – und international – ein Novum und muss sich in der Praxis noch beweisen.
Nutze den Finanztip-Tarifrechner, um den für Dich besten Handytarif zu finden. Mit dem Rechner kannst Du auswählen, wie viel Datenvolumen Du brauchst und ob Du eine Telefon- und SMS-Flat benötigst oder nicht. Du kannst wählen, ob Du mit einem monatlich kündbaren Tarif flexibel bleiben willst oder ob für Dich auch Tarife mit 24-monatiger Laufzeit infrage kommen. Wenn Du nur Tarife im 1&1-Netz sehen willst, wähle die Häkchen bei allen anderen Netzen ab.
Der Finanztip-Rechner zeigt Dir nur verbraucherfreundliche Tarife. Verträge mit steigender Grundgebühr zeigt Dir der Finanztip-Tarifrechner gar nicht erst an und Tarife mit einer Datenautomatik werden deutlich markiert. Der monatliche Effektivpreis setzt sich aus allen einmaligen und monatlichen Kosten über die ersten 24 Monate Deines Vertrags zusammen.
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