Krankenhaustagegeld-Versicherung

Unnötiges Tagegeld im Krankheitsfall

Annika Krempel 05. Juli 2017
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Krankenhaustagegeld-Versicherung zahlt bei einem medizinisch notwendigen, stationären Aufenthalt im Krankenhaus.
  • Pro Tag gibt es einen vorher vereinbarten Betrag von der Versicherung.
  • Besser ist eine Krankentagegeld-Versicherung.
  • Mit sinnvollen Krankenzusatzversicherungen kannst Du ebenfalls Lücken in der Versorgung schließen.

Geld für den täglichen Krankenbesuch der Familie, für das Telefon am Bett, für die gesetzliche Zuzahlung – Versicherungen fallen viele Gründe ein, mit denen sie eine Krankenhaustagegeld-Versicherung bewerben. Wer diese Police abschließt, bekommt bei einem stationären Krankenhausaufenthalt pro Tag eine vorher vereinbarte Summe ausgezahlt. Bis zu 100 Euro täglich sind in der Regel möglich.

Wann zahlt die Krankenhaustagegeld-Versicherung?

Eine Krankenhaustagegeld-Versicherung zahlt nur bei einem medizinisch notwendigen, stationären Aufenthalt im Krankenhaus (Versicherungsvertragsgesetz § 192 Abs. 4). Bei langwierigen ambulanten Behandlungen gibt es kein Geld. Das Tagegeld zahlt die Versicherungsgesellschaft, sobald ihr die Bescheinigung des Krankenhauses über die Dauer der Behandlung in der Klinik vorliegt.

Wird ein Arbeitnehmer krankgeschrieben, hat er sechs Wochen lang einen Anspruch auf Lohnfortzahlung, danach zahlt die gesetzliche Krankenkasse Krankengeld. Wer zusätzliche Kosten durch einen Krankenhausaufenthalt durch eine Versicherung abdecken möchte, sollte lieber eine Krankentagegeld-Versicherung abschließen. Denn diese fängt, anders als die Krankenhaustagegeld-Versicherung, den Einkommensunterschied zwischen Krankengeld und normalem Einkommen auf. Privatversicherte, die kein Krankengeld erhalten, sollten auf jeden Fall ein Krankentagegeld vereinbaren.

Welche Leistungen bietet die Krankenhaustagegeld-Versicherung?

Die Höhe des Tagessatzes ist einkommensunabhängig und daher in jedem Vertrag individuell vereinbart. Der erste Tag und der letzte Tag der stationären Behandlung gelten jeweils als ein Tag. Die Höhe des Beitrages hängt unter anderem von der Höhe des Tagessatzes, dem Alter, Beruf und Gesundheitszustand des Versicherten ab. Aber auch davon, ob sie Teil einer allgemeinen Krankenzusatzversicherung ist. So kostet beispielsweise für einen 30-Jährigen ein Krankenhaustagegeld in Höhe von 60 Euro etwa 11 Euro Beitrag pro Monat. Ein 70-Jähriger zahlt rund 30 Euro im Monat.

Die Krankenhaustagegeld-Versicherung lässt sich auch im Rahmen der privaten Unfallversicherung oder gemeinsam mit einer privaten Krankenzusatzversicherung abschließen. Dadurch gibt es unterschiedliche Leistungen:

Leistungen in der privaten Unfallversicherung - Für jeden Tag, den Du nach einem Unfall im Krankenhaus verbringen musst, erhältst Du einen fest vereinbarten Betrag als Krankenhaustagegeld, dessen Höhe Du (bei Vertragsabschluss) selbst bestimmst. Die Kosten der Krankenhausbehandlung zahlt Deine Krankenversicherung.

Leistungen in der privaten Krankenversicherung - Für jeden Tag, den Du (egal aus welchem Grund) stationär behandelt wirst, erhältst Du einen fest vereinbarten Betrag als Krankenhaustagegeld, dessen Höhe Du ebenfalls selbst bestimmst.

Eine weitere Krankenhaustagegeld-Versicherung darfst Du nur mit Einwilligung des Versicherers abschließen.

    Autor
    Annika Krempel

    05. Juli 2017


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