Virtuelle Kreditkarte

Die Kreditkarte ohne Plastik

Josefine Lietzau 01. Juli 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Eine virtuelle Kreditkarte ist eine Kreditkarte, zu der Du keine Plastikkarte erhältst.
  • Meist handelt es sich um Prepaid- oder Debit-Karten, also Karten, die nur mit Guthaben funktionieren.
  • Auch beim mobilen Bezahlen kommen virtuelle Karten zum Einsatz.
So gehst Du vor
  • Falls Du eine Karte nur zum Online-Shopping brauchst: Paypal oder Klarna sind die bessere Alternative zur virtuellen Kreditkarte.
  • Willst Du mit dem Handy bezahlen, erkundige Dich bei Deiner Bank, ob sie Google oder Apple Pay anbietet. Wenn nicht, gibt es andere Möglichkeiten.
  • Willst Du mit der Kreditkarte auch Geld abheben und im Geschäft bezahlen, sind kostenlose Kreditkarten die bessere Lösung. Mehr Informationen dazu findest Du in unserem Ratgeber.

Ein paar Nummern reichen aus: Wer online mit einer Kreditkarte bezahlen will, der braucht eigentlich nur die Daten der Karte, die Plastikkarte ist unnötig. Grund genug für einige Anbieter, eine sogenannte virtuelle Kreditkarte anzubieten.

Was ist eine virtuelle Kreditkarte?

Virtuelle Kreditkarten bestehen nur aus Daten: Kartennummer, Ablaufdatum, Sicherheitszahl und Name des Karteninhabers. Damit kannst Du online einkaufen.

Bei virtuellen Karten handelt es sich meist um Prepaid-Kreditkarten oder Debit-Karten, sie funktionieren ausschließlich auf Guthabenbasis. Du musst das Kartenkonto also aufladen, nachdem Du es erworben hast. Anschließend kannst Du damit online bezahlen. Einige Anbieter geben die Kreditkarten ohne Schufa-Prüfung aus.

Was kosten virtuelle Kreditkarten?

Die Konditionen bei den virtuellen Kreditkarten sind recht unterschiedlich. Die Jahresgebühr entfällt oft, doch dafür gibt es andere Kosten. So verlangen manche Anbieter eine Gebühr für das Aufladen der Kreditkarte mit Guthaben oder Du musst etwas bezahlen, wenn Du die Karte länger nicht nutzt. Manchmal gibt es statt einer Jahresgebühr einfach eine sogenannte Servicegebühr, die jeden Monat anfällt. Auch beim Bezahlen in einer fremden Währung kommt es meist zu Extrakosten.

Die Höhe des Guthabens und der Jahresumsatz der Prepaid-Kreditkarten sind oft eingeschränkt. Teilweise stufen die Anbieter ihre Kunden unterschiedlich ein: Wer seine Identität nachweist, kann größere Summen aufladen und ausgeben.

Virtuelle Karten gibt es von verschiedenen Anbietern: von bekannten wie der Netbank oder eher unbekannten wie Neteller oder Mycard2go (Wirecard).

Was klappt nicht mit virtuellen Kreditkarten?

Zwar kannst Du das Guthaben auf der Karte ganz normal im Internet ausgeben, es gibt jedoch eine Ausnahme: Hotel und Mietwagen kannst Du damit nicht buchen. Schließlich musst Du die Karte in der Regel vor Ort vorzeigen. Außerdem gibt es generell Probleme beim Buchen von Hotels und Mietwagen über Prepaid- oder Debitkarten: Sie werden selbst in physischer Form oft nicht akzeptiert. Wenn Du eine Kreditkarte brauchst, um unterwegs bezahlen zu können, bist Du mit einer von Finanztip empfohlenen kostenlosen Kreditkarte auf der sicheren Seite.

Es gibt aber noch mehr Einschränkungen: Mit einer virtuellen Kreditkarte kannst Du weder Geld abheben noch an der Kasse bezahlen. Damit sind diese Karten einfach unnötig. Denn fürs Online-Shopping kannst Du Deine normale Kreditkarte benutzten oder Du greifst zu Bezahldiensten wie Paypal oder Klarna, die noch mehr Möglichkeiten anbieten – zum Beispiel Geldversenden zwischen Freunden oder Ratenzahlungen. Sie sind auch preiswerter.

Was steckt hinter der Karte im Smartphone?

An einer Stelle können virtuelle Kreditkarten punkten: Beim mobilen Bezahlen, also dem Bezahlen mit einem Smartphone. Denn auch dabei kommen virtuelle Kreditkarten zum Einsatz, aber auf andere Art und Weise.

Bezahlst Du mit einer Kreditkarte von Deiner Bank, landet diese virtuell in Deinem Smartphone – aber nicht mit den echten Kartendaten. Die Karte wird vielmehr in einen Nummerncode verwandelt, einen sogenannten „Token“. Das hat den Vorteil, dass Deine Kartendaten nicht abhandenkommen, falls das Handy geklaut wird. Stattdessen wird der Token gelöscht und durch einen anderen ersetzt.

Die Bank rechnet die Umsätze so ab, als hättest Du die Plastikkarte genutzt. Also zum Beispiel monatlich, wenn Du dies bei Deinen anderen Umsätzen tust, oder aber zeitnah.

Es gibt Anbieter, mit denen Du mobil bezahlen kannst, ohne eine Karte Deiner Bank zu nutzen. Vimpay und Boon arbeiten mit Google und Apple zusammen, um das Bezahlen mit dem Smartphone zu ermöglichen. Dafür wird in die App zum Bezahlen auch eine virtuelle Karte geladen. Auf die musst Du dann das Geld überweisen.

Mehr dazu im Ratgeber Kreditkarten

  • Es gibt kostenlose Kreditkarten, mit denen das Bezahlen und Geldabheben wenig kostet.
  • Unsere Anbieter-Empfehlung: DKB, Hanseatic Bank, Payback, Barclaycard, Bitwala

Zum Ratgeber

Mehr dazu im Ratgeber Prepaid-Kreditkarten

  • Prepaid-Karten eignen sich insbesondere für Jugendliche und Menschen, die eine Kreditkarte ohne Schufa-Abfrage suchen.
  • Unsere Karten-Empfehlungen: DKB Visa, Payback Visa auf Guthabenbasis, Bitwala Visa Debit, Insha Visa Debit, Vivid Money Visa Debit

Zum Ratgeber

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